Umfrage: CSU wieder mit besseren Werten

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Horst Seehofer (l.) und sein Konkurrent Christian Ude.

München - Die CSU kommt in einer neuen Meinungsumfrage wieder etwas besser weg als in einer Erhebung vergangene Woche. Der SPD hilft eine mögliche Nominierung von Christian Ude zum Spitzenkandidaten offenbar nur wenig.

Nach der am Dienstag bekanntgewordenen Umfrage des Instituts TNS Emnid im Auftrag der CSU selbst liegen SPD, Grüne und Freie Wähler mit zusammen 45 Prozent aber immer noch minimal vor den Christsozialen mit 44 Prozent. Die FDP würde mit 4 Prozent aus dem Landtag fliegen. Die SPD kommt in der neuen Umfrage auf 18 Prozent, ebenso wie die Grünen. Die Freien Wähler landen bei 9 Prozent. TNS Emnid hatte zwischen 31. August und 1. September 1000 Wahlberechtigte befragt. Die Süddeutsche Zeitung berichtete am Dienstag von der Erhebung.

Eine vergangene Woche veröffentlichte Forsa-Umfrage hatte die CSU bei 41 und die FDP bei 3 Prozent gesehen. Die SPD landete dort bei 21 Prozent, die Grünen erreichten 16 und die Freien Wähler 10 Prozent.

Ude-Kandidatur verhilft SPD nicht zu besseren Werten

In der TNS-Emnid-Analyse heißt es, angesichts der wahrscheinlichen Nominierung von Münchens OB Christian Ude zum SPD-Spitzenkandidaten rechneten einige mit einem “in den Bereich des Möglichen gerückten Regierungsverlust der bayerischen CSU“. Aber: “Nicht so die Wähler.“ Die Umfrage zeige kaum Veränderungen der politischen Ausgangslage im Vergleich zur Zeit vor der Nennung Udes als möglichen Herausforderer. “Die Images und Kompetenzen der Parteien bestimmen deutlich stärker das Wahlklima als der Einfluss einzelner Politiker“, schreibt TNS Emnid. Die Nominierung Udes habe “zwar innerhalb der SPD den Zusammenhalt gestärkt, unter den Wählern im Freistaat aber keinen Kompetenz-, Imagewandel oder gar Wahlabsichtswandel hervorgerufen“.

Bei der “Vertretung bayerischer Interessen in Berlin“ halten laut TNS-Emnid-Umfrage 71 Prozent Ministerpräsident Horst Seehofer für den kompetentesten und nur 21 Prozent Ude. 63 Prozent der Bayern trauen demnach der CSU und Seehofer zu, “sich übergreifend für den gesamten Freistaat einzusetzen“. Bei der SPD und Ude sind es nur 25 Prozent.

52 Prozent meinen, eine CSU-geführte Regierung sei am besten für den Freistaat. 26 Prozent würden eine SPD-geführte Regierung bevorzugen, 12 Prozent eine von den Grünen geführte Regierung. Die TNS-Emnid-Umfrage bescheinigt der CSU allerdings unter anderem Kompetenzdefizite in der Umwelt- und Bildungspolitik. In der Bildungspolitik etwa liegt die SPD in der Kompetenzzumessung mit 48 Prozent vor der CSU mit 37.

dpa

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