Angriff auf polnischen Oppositionsführer

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Oppositionsführer und PiS-Vorsitzender Jaroslaw Kaczynski (Archivfoto vom 07.09.2007).

Warschau - In einem Büro der oppositionellen Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) in Polen hat ein Angreifer am Dienstag einen Mann erschossen und einen weiteren schwer verletzt.

Der mit einer Schusswaffe und einem Messer bewaffnete 62-Jährige erklärte bei seiner Festnahme, er habe Oppositionsführer Jaroslaw Kaczynski töten wollen.

Der PiS-Vorsitzende sprach von einer Hasskampagne und warf Ministerpräsident Donald Tusk vor, den tödlichen Zwischenfall vor den Kommunalwahlen im November angezettelt zu haben. Tusk rief zur Ruhe auf und appellierte an alle Parteien, nicht zuzulassen, dass “Gewalt eine Maßnahme im politischen Kampf wird“. Der Regierungschef sprach von einem tragischen Mord, den ein Geisteskranker verübt habe.

Der Täter war nach eigenen Angaben aus seiner Heimatstadt im Süden Polens vor vier Tagen nach Lodz gereist. Er lehne die PiS ab und habe Kaczynski umbringen wollen, erklärte er Fernsehberichten zufolge. Der Mann eröffnete in dem Büro in Lodz des Feuer und erschoss einen 62-Jährigen, anschließend stach er auf einen 39 Jahre alten Mann ein.

Das Opfer wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. PiS und Tusks pro-europäische Bürgerplattform führen vor der Kommunalwahl einen erbitterten Wahlkampf.

dapd

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