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News-Ticker

Ukraine-Krieg: Brite stirbt in Gefangenschaft – Moskau bestätigt Angriff auf Winnyzja

Ein in Donezk inhaftierter Brite ist gestorben. Russland beschießt die Stadt Winnyzja, Selenskyj spricht von einem „Terrorstaat“. Der News-Ticker.

+++ 15.20 Uhr: Die Zahl der Verletzten durch einen russischen Raketenangriff auf die Stadt Mykolajiw ist nach Angaben der Vorsitzenden des Regionalrates auf vier gestiegen. Hanna Zamazeyeva schrieb auf Telegram, dass mindestens zehn Raketen zwei Universitäten und zivile Infrastrukturobjekte getroffen hätten. Gouverneur Vitaliy Kim sprach auf Twitter von „russischen Terroristen“. Er fordere die Universitäten aller demokratischen Länder auf, Russland zu dem zu erklären, was es wirklich ist – „ein Terrorstaat“.

Mykolajiw ist im Ukraine-Krieg schwer umkämpft. (Archivbild)

Ukraine-Krieg: Russland bestätigt Raketenangriff auf ukrainische Großstadt

+++ 13.30 Uhr: Das russische Verteidigungsministerium hat den Raketenbeschuss der ukrainischen Großstadt Winnyzja (s. Update v. 06.30 Uhr) als Angriff gegen ein militärisches Objekt bezeichnet. Die Attacke auf das „Haus der Offiziere“ im Stadtzentrum sei während einer Besprechung dort erfolgt, an der „die Militärführung der ukrainischen Streitkräfte und ausländische Waffenlieferanten“ teilgenommen hätten, sagte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow. Seinen Angaben nach wurden alle Teilnehmer der Sitzung getötet.

Nach ukrainischen Angaben sind durch den Einschlag mindestens 23 Menschen getötet worden, darunter drei Kinder. 71 Verletzte liegen im Krankenhaus, einige davon schweben nach wie vor in Lebensgefahr. 18 Personen gelten als vermisst. Ihor Zhovkva, stellvertretender Leiter des Büros des Präsidenten der Ukraine, sagte dem britischen TV-Sender Sky News, dass die Rettungsaktion im Gang sei. „Es ist unglaublich“, sagte Zhovkva. „Jedes Mal geschieht so was in einer zivilen Stadt, wo es keine Militärs, keine militärischen Objekte gibt, nur den zentralen Platz einer Stadt. Leider passiert es im Grunde dauernd, wenn auch nicht jeden Tag, so doch jede Woche.“ Bilder und Videos, die über die sozialen Netzwerke verbreitet wurden, dokumentieren eine Vielzahl ziviler Opfer des Angriffs.

Der Ukraine-Krieg in Bildern – Zerstörung, Widerstand und Hoffnung

Am 24. Februar beginnt Russland mit dem Angriffskrieg auf die Ukraine. Die Stadt Tschuhujiw wird bereits am ersten Tag des Krieges bombardiert. Helena, eine 53 Jahre alte Lehrerin, steht dort vor einem Krankenhaus.
Bereits am ersten Tag des russischen Angriffs auf die Ukraine werden die Gräuel des Krieges deutlich. Bomben gehen auf die Stadt Tschuhujiw nieder. Helena, eine 53 Jahre alte Lehrerin, steht schwer verletzt und notdürftig behandelt vor dem Krankenhaus der Stadt. © Aris Messinis/afp
Das „Z“ findet sich, wie hier am Kontrollpunkt Perekop nahe der Halbinsel Krim, auf nahezu allen Militärfahrzeugen der russischen Armee. Es wird im weiteren Verlauf zum Symbol für den Überfall Russlands auf die Ukraine.
Das „Z“ findet sich, wie hier am Kontrollpunkt Perekop nahe der Halbinsel Krim, auf nahezu allen Militärfahrzeugen der russischen Armee. Es wird im weiteren Verlauf zum Symbol für den Überfall Russlands auf die Ukraine. © Sergei Malgavko/dpa
Zu Beginn des Ukraine-Kriegs kommt es wie hier in Moskau in zahlreichen Städten Russlands zu Demonstrationen. Die Staatsmacht im Kreml geht mit aller Härte gegen die Teilnehmenden vor. Tausende Personen werden verhaftet.
Zu Beginn des Ukraine-Kriegs kommt es wie hier in Moskau in zahlreichen Städten Russlands zu Demonstrationen. Die Staatsmacht im Kreml geht mit aller Härte gegen die Teilnehmenden vor. Tausende Personen werden verhaftet. © Sergei Mikhailichenko/afp
Weltweit gehen die Menschen gegen den Ukraine-Krieg auf die Straßen. Eine Demonstrantin in Montreal (Kanada) macht deutlich, wen sie für das Leid in der Ukraine verantwortlich macht: Russlands Präsidenten Wladimir Putin.
Weltweit gehen die Menschen gegen den Ukraine-Krieg auf die Straßen. Eine Demonstrantin in Montreal (Kanada) macht deutlich, wen sie für das Leid in der Ukraine verantwortlich macht: Russlands Präsidenten Wladimir Putin. © Andrej Ivanov/afp
Wolodymyr Selenskyj meldet sich mit einer nächtlichen Videobotschaft aus Kiew - während der russische Angriff auf die Hauptstadt läuft. Der Präsident wird im Verlauf des Kriegs zur Galionsfigur des ukrainischen Widerstands gegen die russische Invasion.
Wolodymyr Selenskyj meldet sich mit einer nächtlichen Videobotschaft aus Kiew - während der russische Angriff auf die Hauptstadt läuft. Der Präsident wird im Verlauf des Kriegs zur Galionsfigur des ukrainischen Widerstands gegen die russische Invasion. © Facebook/afp
Die Verluste Russlands lassen sich vor allem auf die hohe Kampfmoral der ukrainischen Bevölkerung zurückführen. Diese Frau lässt sich in Lwiw an einem Sturmgewehr des Typs AK-47 ausbilden.
Die Verluste Russlands lassen sich vor allem auf die hohe Kampfmoral der ukrainischen Bevölkerung zurückführen. Diese Frau lässt sich in Lwiw an einem Sturmgewehr des Typs AK-47 ausbilden. © Daniel Leal/afp
Der Kampf um Kiew tobt vor allem in der Anfangsphase. Die Hauptstadt der Ukraine ist von den Angriffen Russlands schwer gezeichnet. Doch der Widerstand hält an. Putins Armee gelingt es nicht, Kiew einzunehmen.
Der Kampf um Kiew tobt vor allem in der Anfangsphase. Die Hauptstadt der Ukraine ist von den Angriffen Russlands schwer gezeichnet. Doch der Widerstand hält an. Putins Armee gelingt es nicht, Kiew einzunehmen. © Daniel Leal/afp
Ein sieben Jahre altes Mädchen aus der Ukraine hat es nach Moldawien geschafft. Laut dem UNHCR sind allein in den ersten drei Monaten des Krieges mehr als sechs Millionen Menschen aus der Ukraine geflohen.
Ein sieben Jahre altes Mädchen aus der Ukraine hat es nach Moldawien geschafft. Laut dem UNHCR sind allein in den ersten drei Monaten des Krieges mehr als sechs Millionen Menschen aus der Ukraine geflohen. © Nikolay Doychinov/afp
Irpin, ein Vorort Kiews, wird von der russischen Artillerie unter Beschuss genommen. Yevghen Zbormyrsky, 49 Jahre alt, sucht vor seinem zerstörten Haus Schutz vor dem Angriff aus Russland.
Irpin, ein Vorort Kiews, wird von der russischen Artillerie unter Beschuss genommen. Yevghen Zbormyrsky, 49 Jahre alt, sucht vor seinem zerstörten Haus Schutz vor dem Angriff aus Russland. © Aris Messinis/afp
Blutspuren in einem Zug in Kramatorsk, der für die Evakuierung von Zivilisten genutzt wurde, zeugen von den Grausamkeiten im Ukraine-Krieg.
Blutspuren in einem Zug in Kramatorsk, der für die Evakuierung von Zivilisten genutzt wurde, zeugen von den Grausamkeiten im Ukraine-Krieg. © Fadel Senna/afp
Der Zusammenhalt zwischen der Armee und der Bevölkerung im Ukraine-Krieg ist beispielhaft. In Irpin helfen Soldaten bei der Evakuierung einer Frau über eine zerstörte Brücke.
Der Zusammenhalt zwischen der Armee und der Bevölkerung im Ukraine-Krieg ist beispielhaft. In Irpin helfen Soldaten bei der Evakuierung einer Frau über eine zerstörte Brücke. © Aris Messinis/afp
Mitten Krieg geben Valery (l.) und Lesya sich in einem Außenposten vor Kiew das Ja-Wort. Beide kämpfen in der Armee der Ukraine gegen Russland.
Mitten im Krieg geben Valery (l.) und Lesya sich in einem Außenposten vor Kiew das Ja-Wort. Beide kämpfen in der Armee der Ukraine gegen Russland. © Genya Savilov/afp
Per Videoschalte hält Wolodymyr Selenskyj eine Rede im Deutschen Bundestag. Für seinen historischen Auftritt erhält der ukrainische Präsident Applaus - und im weiteren Verlauf die Zusage zur Lieferung von schweren Waffen aus Deutschland.
Per Videoschalte hält Wolodymyr Selenskyj eine Rede im Deutschen Bundestag. Für seinen historischen Auftritt erhält der ukrainische Präsident Applaus - und im weiteren Verlauf die Zusage zur Lieferung von schweren Waffen aus Deutschland. © Michael Kappeler/dpa
Vitali Klitschko im von russischen Angriffen zerstörten Kiew. Der ehemalige Boxweltmeister ist Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt und organisiert dort den Widerstand gegen Russlands Armeen.
Vitali Klitschko im von russischen Angriffen zerstörten Kiew. Der ehemalige Boxweltmeister ist Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt und organisiert dort den Widerstand gegen Russlands Armeen. © Sergej Supinsky/afp
Immer wieder nimmt Russland Kiew unter Beschuss. Bei einem Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum sterben mindestens sechs Menschen.
Immer wieder nimmt Russland Kiew unter Beschuss. Bei einem Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum sterben mindestens sechs Menschen. © Aris Messinis/afp
Doch nicht nur Kiew, auch Charkiw ist zu Beginn des Krieges heftig umkämpft. Ein Mann flieht aus der Stadt, während im Hintergrund russische Raketen einschlagen.
Doch nicht nur Kiew, auch Charkiw ist zu Beginn des Krieges heftig umkämpft. Ein Mann flieht aus der Stadt, während im Hintergrund russische Raketen einschlagen. © Aris Messinis/afp
Russland muss im Ukraine-Krieg unerwartet hohe Verluste in Kauf nehmen. Davon zeugen etliche zerstörte Panzer und Militärfahrzeuge, deren Überreste auf einer Straße Richtung Butscha zu sehen sind.
Russland muss im Ukraine-Krieg unerwartet hohe Verluste in Kauf nehmen. Davon zeugen etliche zerstörte Panzer und Militärfahrzeuge, deren Überreste auf einer Straße Richtung Butscha zu sehen sind. © Aris Messinis/afp
Wochenlang tobt die Schlacht um Mariupol. Die Hafenstadt im Osten der Ukraine gleicht einem Trümmerfeld. Ein russischer Soldat hält die Zerstörung mit seinem Handy fest.
Wochenlang tobt die Schlacht um Mariupol. Die Hafenstadt im Osten der Ukraine gleicht einem Trümmerfeld. Ein russischer Soldat hält die Zerstörung mit seinem Handy fest. © Alexander Nemenov/afp
Raketenangriffe spielen im Ukraine-Krieg eine besonders große Rolle. Ein Soldat der Ukraine inspiziert die Überreste einer ballistischen Rakete aus russischen Beständen auf einem Feld nahe Bohodarove im Osten des Landes.
Raketenangriffe spielen im Ukraine-Krieg eine besonders große Rolle. Ein Soldat der Ukraine inspiziert die Überreste einer ballistischen Rakete aus russischen Beständen auf einem Feld nahe Bohodarove im Osten des Landes. © Yasuyoshi Chiba/afp
Anwohnerinnen und Anwohner aus Mariupol kommen in Saporischschja im Südosten der Ukraine an. Darunter befinden sich auch zahlreiche Personen, die fast zwei Monate in Schutzräumen des Asowstal-Stahlwerks ausgeharrt haben.
Anwohnerinnen und Anwohner aus Mariupol kommen in Saporischschja im Südosten der Ukraine an. Darunter befinden sich auch zahlreiche Personen, die fast zwei Monate in Schutzräumen des Asowstal-Stahlwerks ausgeharrt haben. © dpa
Die Kämpfer des Asowstahl-Stahlwerks in Mariupol werden in der Ukraine wie Helden gefeiert. Wochenlang hielten sie die russische Armee auf und der Belagerung stand. Am Ende und nach hohen Verlusten verkündet der Kreml aber die Einnahme des Stahlwerks und damit die Kontrolle über Mariupol.
Die Kämpfer des Asowstahl-Stahlwerks in Mariupol werden in der Ukraine wie Helden gefeiert. Wochenlang hielten sie die russische Armee auf und der Belagerung stand. Am Ende und nach hohen Verlusten verkündet der Kreml aber die Einnahme des Stahlwerks und damit die Kontrolle über Mariupol. © Dmytro ‚Orest‘ Kozatskyi/afp
Die Panzerhaubitze 2000 ist das modernste Artilleriegeschütz in der Bundeswehr.
Am 21. Juni treffen die ersten schweren Waffen aus Deutschland in der Ukraine ein. Die Panzerhaubitze 2000 ist das modernste Artilleriegeschütz der Bundeswehr. Sie sieht aus wie ein riesiger Kampfpanzer und kann Ziele in 40 Kilometern Entfernung treffen.  © Sven Eckelkamp/Imago
bombardiert die russische Luftwaffe ein Einkaufszentrum in der ostukrainischen Stadt Krementschuk
Am 27. Juni bombardiert Russland ein Einkaufszentrum im 100 Kilometer von der Frontlinie entfernten Krementschuk. Zum Zeitpunkt des Angriffs befinden sich laut ukrainischen Angaben etwa 1000 Menschen in dem Gebäude, mindestens achtzehn Menschen werden getötet. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bezeichnet die Attacke als „absoluten Horror“.  © STR/afp
Dieses Satellitenbild von Maxar Technologies zeigt einen Überblick über die Schlangeninsel im Schwarzen Meer.
Nach wiederholten ukrainischen Angriffen zieht sich das russische Militär Ende Juni von der Schlangeninsel südlich von Odessa zurück. Russland spricht von einem „Zeichen des guten Willens“. Die Die Ukraine feiert die Rückeroberung dagegen als Sieg. „KABOOM! Keine russischen Truppen mehr auf der Schlangeninsel“, schreibt der Leiter des Präsidialamts, Andrij Jermak, auf Twitter. „Unsere Streitkräfte haben großartige Arbeit geleistet.“ © dpa
In der Nacht auf den 29. Juli brannte nach einer Explosion ein Gefängnis in Oleniwka, in der von pro-russischen Separatisten besetzten Donezk-Region, aus.
In der Nacht auf den 29. Juli kommen bei einem Angriff auf ein Gefängnis in Oleniwka in der Donezk-Region Dutzende ukrainische Kriegsgefangene ums Leben. Der ukrainische Generalstab beschuldigt Russland, damit Folter von Gefangenen und Hinrichtungen verschleiern zu wollen. Prorussische Separatisten hingegen bezichtigten die Ukraine, für den Angriff verantwortlich zu sein © afp
Auf dem Gelände des Militärflugplatzes Saki nahe Nowofjodorowka kommt es zu heftigen Explosionen.
Am 9. August erschüttern mehrere Explosionen eine russische Luftwaffenbasis auf der 2014 annektierten Halbinsel Krim. Mehrere Flugzeuge werden zerstört. Eine Woche später detoniert auf der Krim ein russisches Munitionslager. Rusland spricht von einem „Sabotageakt“. © dpa
Dieses Satellitenbild von Planet Labs PBC zeigt das von russischen Truppen besetzte Kernkraftwerk Saporischschja.
Das Atomkraftwerk Saporischschja ist schwer umkämpft. Das Artilleriefeuer lässt international die Angst vor einer Atomkatastrophe steigen. Am 25. August wird das AKW erstmals in seiner Geschichte vom Stromnetz getrennt. Russland und die Ukraine werfen sich gegenseitig den Beschuss des Kraftwerksgeländes und der Umgebung vor. © Planet Labs Pbc/dpa
Rauch steigt über einem Feuer in einem Naturschutzgebiet in der Nähe der Stadt Mykolajiw nach einem Beschuss durch die Streitkräfte der Ukraine auf.
Am 29. August gelingt den ukrainischen Truppen an mehreren Stellen in der Oblast Cherson ein Vorstoß über feindliche Frontlinien. Das russische Verteidigungsministerium bestätigt eine ukrainische Offensive bei den von Russland besetzten Gebieten in der Oblast Cherson und der Oblast Mykolajiw. © Kherson Region Emergency Service/Imago
Einheiten der ukrainischen Streitkräfte sind in der Region Charkiw unterwegs.
Im September erobert die Ukraine im Zuge ihrer Gegenoffensive in der Oblast Charkiw die strategisch bedeutsamen Städte Kupjansk und Isjum von Russland zurück und durchbricht die Frontlinie an mehreren Stellen.  © Imago

Ukraine-Krieg: Britischer Staatsbürger stirbt in Gefangenschaft 

+++ 11.40 Uhr: Ein britischer Staatsbürger, der im April in Donezk zusammen mit einem Landsmann von prorussischen Separatisten gefangen genommen worden war, ist offenbar in Kriegsgefangenschaft gestorben. Das meldet Reuters unter Berufung auf die russische Nachrichtenagentur Tass. Der Brite Paul Ury wurde beschuldigt, ein Söldner zu sein.

+++ 09.30 Uhr: Die russischen Streitkräfte stellen sich nach Angaben aus Kiew im Osten der Ukraine neu auf, um ihre Offensive in der Donbass-Region fortzusetzen. „Im Gebiet Kramatorsk hat der Feind eine Umgruppierung durchgeführt, um seine Angriffe auf Siwersk zu erneuern“, teilte der Generalstab mit. Dabei sei auch Kramatorsk von der Artillerie beschossen worden. Die Großstadt ist Teil eines Ballungsraums mit etwa 500.000 Einwohnern, den Kiew zur wichtigsten Festung im Donbass ausgebaut hat. Unabhängig sind die Angaben nicht zu überprüfen.

Ukraine-Krieg: EU-Sanktionen gegen Russland zeigen Wirkung

+++ 07.30 Uhr: Die gegen Russland verhängten EU-Sanktionen entfalten offenbar ihre Wirkung. Das zeigen bisher unter Verschluss gehaltene Daten. Wie Fachleute der EU-Kommission der Deutschen Presse-Agentur bestätigten, betreffen zielgerichtete Handelsbeschränkungen mittlerweile russische Exportgeschäfte, die vor dem Krieg ein Volumen von mehr als 73 Milliarden Euro im Jahr hatten. Es geht um 48 Prozent der bisherigen Ausfuhren Russlands in die EU. Dazu kommt, dass innerhalb von vier Monaten russische Vermögenswerte im Wert von rund 13,8 Milliarden Euro eingefroren wurden – beispielsweise von Oligarchen oder anderen Unterstützern Wladimir Putins. Milliardenschwere Reserven der russischen Zentralbank sind ebenfalls betroffen und können nicht mehr abgerufen werden.

„Die verfügbaren Daten zeigen ganz klar, dass die Sanktionen wirken“, so ein ranghoher EU-Beamter, der nicht namentlich genannt werden wollte, gegenüber dpa. Trotz des bislang relativ kurzen Zeitraumes würden schon relevante Effekte auf die russische Wirtschaft erzielt. Klar sei zudem, dass die Auswirkungen mit der Zeit noch stärker würden. Die EU geht davon aus, dass die russische Wirtschaftsleistung in diesem Jahr um 10,4 Prozent schrumpfen wird – in der EU wird trotz der Sanktionen und Kriegsfolgen mit einem Wirtschaftswachstum von 2,7 Prozent (Deutschland: 1,4 Prozent) gerechnet.

Ukraine-Krieg: Selenskyj bezeichnet Russland als „Terrorstaat“

Update vom Freitag, 15. Juli, 06.30 Uhr: Nach dem russischen Raketenangriff im Zentrum der Großstadt Winnyzja bezeichnet der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Russland als „Terrorstaat“. Kein anderer Staat der Welt stelle eine solche terroristische Gefahr dar wie Russland, sagte Selenskyj in seiner Videoansprache zum 141. Tag des Krieges. Kein anderes Land der Welt nehme sich heraus, jeden Tag mit seinen Raketen und seiner Artillerie „friedliche Städte und alltägliches menschliches Leben“ zu vernichten. Bei dem Raketenangriff in Winnyzja seien am Donnerstag 23 Menschen getötet worden, darunter drei Kinder, erklärte der ukrainische Staatschef. Die Zahlen seien noch nicht endgültig.

Ukraine-Krieg: UNO und EU verurteilen Angriff auf Winnyzja

+++ 22.40 Uhr: Die UNO und die EU haben russische Raketenangriffe auf zivile Einrichtungen der zentralukrainischen Großstadt Winnyzja mit mindestens 23 Todesopfern scharf verurteilt. UN-Generalsekretär António Guterres sei „entsetzt“, erklärte am Donnerstag ein Sprecher. Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell sprach von einem „Akt der Grausamkeit“. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnete die Angriffe als „offenen Akt des Terrorismus“.  

+++ 21.49 Uhr: Im Osten der Ukraine sind die von der russischen Armee unterstützten Separatisten nach eigenen Angaben weiter auf die Kleinstadt Soledar vorgerückt. Die Dörfer Strjapiwka und Nowa Kamjanka am östlichen Stadtrand von Soledar seien eingenommen worden, teilten die Luhansker Separatisten am Abend mit. Dabei hätten sie den ukrainischen Streitkräften erhebliche Verluste zugefügt. Bereits am Vortag meldeten sie Gebietsgewinne in der Nähe der vor dem Krieg über 10.000 Einwohner zählenden Stadt.

In Kiew wurde den Angaben erneut widersprochen. „Allgemein haben wir in der vergangenen Woche die Angriffe des Feindes abgewehrt, und kein einziger Meter ukrainischen Bodens ging verloren“, sagte der Vizechef der Hauptverwaltung des Generalstabs der ukrainischen Armee, Olexij Hromow, bei einer Pressekonferenz in Kiew. Im Abendbericht des Generalstabs war von Beschuss von Soledar und dem nordöstlichen Vorort Jakowliwka die Rede.

Ukraine-Krieg: 22 Tote nach russischem Angriff in Winnyzja

+++ 17.21 Uhr: Nach dem verheerenden russischen Angriff auf die Stadt Winnyzja ist die Zahl der Todesopfer erneut angestiegen – auf nun 22. Nur sechs der getöteten Menschen sollen bisher identifiziert sein, berichtet die ukrainische Zeitung Kyiv Independent unter Berufung auf Polizeiangaben. Demnach sollen 39 Personen weiterhin vermisst sein. Rund 100 Menschen hätten „Verletzungen unterschiedlichen Schweregrades“ erlitten. Die Rettungs- und Bergungsarbeiten dauern an.

+++ 15.50 Uhr: Russland fordert von der Ukraine, die „territoriale Realität“ zu akzeptieren. Nur wenn Kiew die bestehenden Gegebenheiten anerkenne, „einschließlich des derzeitigen Status der Krim sowie der Volksrepubliken Donezk und Luhansk“, könnten Friedensverhandlungen zwischen Kiew und Moskau wieder aufgenommen werden, wurde Russlands stellvertretender Außenminister Andrej Rudenko von der Nachrichtenagentur Interfax zitiert. Überdies erwarte Russland eine klare Antwort auf die Forderungen nach einer „blockfreien“, „neutralen“ und „atomwaffenfreien“ Ukraine.

Ukraine-Krieg: Zahl der Toten in Winnyzja steigt – Selenskyj spricht von Terror

+++ 14.15 Uhr: Inzwischen ist die Zahl der Toten beim Angriff auf die Stadt Winnyzja weiter gestiegen (s. Update v. 13.08 Uhr). Der ukrainische Präsident sagte in einer Videoansprache vor einer internationalen Konferenz zur Verfolgung von Kriegsverbrechen in der Ukraine, dass bisher 20 Menschen gestorben seien. „Das ist ein Akt des russischen Terrors.“ Nach offiziellen Angaben war bisher von 17 Toten und 90 Verletzten die Rede. Unter den Todesopfern sind demnach auch zwei Kinder. Wohn- und Bürogebäude seien zerstört oder schwer beschädigt worden. Etwa 50 Verletzte sollen sich nach Angaben der Polizei in einem kritischen Zustand befinden. Bei dem Angriff mit drei Raketen sei auch ein medizinisches Zentrum getroffen worden. 

+++ 13.08 Uhr: Bei russischen Angriffen auf die Stadt Winnyzja im Zentrum der Ukraine sind am Donnerstag nach ukrainischen Angaben mindestens zwölf Menschen getötet worden. Bislang seien zwölf Todesopfer, „darunter ein Baby“, und 25 Verletzte gezählt worden, teilten die örtlichen Rettungskräfte im Online-Netzwerk Facebook mit. Die Feuerwehr kämpfe gegen einen durch die Angriffe verursachten Brand.

Auf von den Behörden verbreiteten Fotos waren ausgebrannte Autos in der Nähe eines zerstörten Gebäudes zu sehen. Auch mehrere andere Gebäude wurden bei den Angriffen offenbar beschädigt. Bislang war Winnyzja vom Kriegsgeschehen weitgehend verschont geblieben. Vor Kriegsbeginn hatte die rund 250 Kilometer südöstlich von Kiew gelegene Stadt rund 660.000 Einwohner.

Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj prangerte die russischen Raketenangriffe in Winnyzja in einer Erklärung an. „Russland tötet jeden Tag Zivilisten, tötet ukrainische Kinder, verübt Raketenangriffe auf zivile Einrichtungen, wo sich kein militärisches Ziel befindet“, schrieb er in der in Online-Netzwerken verbreiteten Erklärung. „Was ist das, wenn nicht ein offener Akt des Terrorismus?“, fügte der Staatschef hinzu. Russland sei ein „Killer-Land“.

Ukraine-Krieg: Russland attackiert Schlangeninsel – Ukraine beschießt Cherson

+++ 11.42 Uhr: Die ukrainische Armee hat eigenen Angaben zufolge erneut Ziele im von Russlands Truppen besetzten Gebiet Cherson im Süden beschossen. Dem Sprecher der Odessaer Militärverwaltung, Serhij Bratschuk, zufolge wurden in der Stadt Nowa Kachowka zwei Kommandopunkte und ein Landeplatz attackiert. Das Kommando Süd teilte in der Nacht zum Donnerstag mit, es seien 13 feindliche Soldaten getötet und mehrere gepanzerte Fahrzeuge zerstört worden. Das ließ sich zunächst nicht überprüfen. Die in Nowa Kachowka eingesetzte prorussische Verwaltung sprach von insgesamt 30 ukrainischen Raketen, die abgefeuert worden seien. Ein Großteil sei jedoch abgefangen worden, hieß es weiter. Den russischen Angaben zufolge soll niemand getötet worden sein.

Bereits in der Nacht zum Dienstag hatte die ukrainische Armee eine Gegenoffensive auf Nowa Kachowka begonnen. Auch mithilfe westlicher Waffen will die Ukraine Gebiete zurückerobern, die im Zuge des mittlerweile seit viereinhalb Monaten andauernden Krieges von russischen Soldaten besetzt wurden.

Ukraine-Krieg: Russland attackiert Schlangeninsel

+++ 10.14 Uhr: Russland soll die Schlangeninsel attackiert haben, berichtet der Nachrichtensender CNN. Konkret sollen zwei russische Kampfjets versucht haben, die Insel zu bombardieren. „Die Bomben fielen ins Meer, in der Nähe der Insel“, berichtete das ukrainische Einsatzkommando laut CNN. Weitere Einzelheiten wurden nicht genannt. Der Beschuss der Schlangeninsel ist insofern von Bedeutung, als die russischen Streitkräfte die Insel am 30. Juni nach einer ukrainischen Offensive aufgegeben hatten. Die im Schwarzen Meer vor der ukrainischen Südküste gelegene Insel gilt weithin als strategisch wichtig für den Krieg, da sie Schiffen, die ukrainisches Getreide transportieren, Zugang zur Donau und ihren kleinen Binnenhäfen gewährt.

Erstmeldung vom Donnerstag, 14. Juli, 6.30 Uhr: Die von der russischen Armee unterstützten Separatisten haben im ostukrainischen Gebiet Donezk Gebietsgewinne bei der Kleinstadt Soledar für sich reklamiert. Separatistenvertreter Witali Kisseljow sprach gegenüber der staatlichen russischen Tass von einer „erfreulichen Neuigkeit“: Die russischen Truppen seien nach Soledar eingedrungen und hätten die ukrainische Armee zum Rückzug gezwungen. Er rechne mit einer Eroberung der Stadt innerhalb der nächsten zwei Tage.

Der Militärverwaltungschef der Kleinstadt, Serhij Hoschko, hat der Darstellung widersprochen. „Es gab den Versuch der russischen Armee nach Jakowliwka vorzudringen, den die ukrainischen Soldaten erfolgreich zurückgeschlagen haben“, sagte er dem ukrainischen öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Drei Häuser seien in dem Ort, nordöstlich von Soledar, zerstört worden. Auch im nahe gelegenen Dorf Bachmutske, südöstlich von Soledar, seien vier Häuser zerstört worden. Das nördlich gelegene Rosdoliwka sei ebenfalls beschossen worden.

Im Bericht des Generalstabs in Kiew war ebenso von Kämpfen um Jakowliwka die Rede. Demnach sind die russischen Angriffe dort abgewehrt worden. In Soledar soll noch etwa die Hälfte der einst über 10.000 Bewohner ausharren.
Nach knapp fünf Monaten Krieg hat die Ukraine die Kontrolle über die Provinz Luhansk fast komplett verloren. Der Schwerpunkt der Kämpfe hat sich in das benachbarte Donezker Gebiet verlagert.. (lz/vbu/mse/tt/tu/lm/nak mit dpa/AFP)

Rubriklistenbild: © George Ivanchenko/dpa

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