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Thüringer FDP-Chef in die Schranken gewiesen

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FDP-Generalsekretär Christian Lindner hat den Thüringer Landesparteivorsitzenden Uwe Barth in die Schranken gewiesen.

Erfurt - FDP-Generalsekretär Christian Lindner hat den Thüringer Landesparteivorsitzenden Uwe Barth nach dessen heftigen Angriffen auf CSU-Chef Horst Seehofer in die Schranken verwiesen. Die Einzelheiten:

Lindner habe mit “Barth telefoniert und ihn aufgefordert, zu kollegialen und koalitionskonformen Umgangsformen zurückzufinden“, erklärte Parteisprecher Wulf Oehme am Donnerstagabend.

Barth hatte in der “Thüringer Allgemeinen“ erklärt, Seehofer sei ein “Quartalsirrer“ und “Wahnsinniger“, der alle paar Tage seine Meinung ändere. Er hatte Seehofer gegenüber der Nachrichtenagentur dpa zudem für die schlechten Umfragewerte der schwarz-gelben Koalition verantwortlich gemacht. Das Sperrfeuer aus Bayern “muss abgestellt werden“. Seehofer hatte die FDP in den Themen Gesundheit und Sicherungsverwahrung kritisiert.

CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt rief Westerwelle um Hilfe

“Die Äußerungen Uwe Barths entsprechen nicht der Form, wie die Koalitionspartner im Bund ihre Zusammenarbeit gestalten wollen“, sagte FDP-Sprecher Oehme. “Gerade die konstruktive Art und Weise, wie dieser Tage Übereinkünfte bei der Sicherungsverwahrung und beim Arbeitnehmerdatenschutz erreicht werden konnten, darf nicht durch unüberlegte Einzeläußerungen gestört werden. Darüber herrscht bei den Führungen von FDP und CSU Einvernehmen.“

Zuvor hatte CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt den FDP- Parteichef Guido Westerwelle wegen Barths Kritik an Seehofer zum Eingreifen aufgerufen. “Es ist bedauerlich, dass bei dem ein oder anderen in der FDP noch kein Lerneffekt eintritt“, sagte Dobrindt nach Angaben eines CSU-Sprechers. “Ich fordere von FDP-Chef Westerwelle, dass er sich um solche Fälle kümmert und das abstellt.“

dpa

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