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Terrorwarnung nach Telefonkonferenz von Al-Kaida

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Der Chef des internationalen Terrornetzwerks Al-Kaida, Aiman al-Sawahiri (Archivbild).

Washington - Die aktuelle weitreichende Terrorwarnung wurde laut einem Pressebericht nach einer abgehörten Telefonkonferenz zwischen dem Al-Kaida-Führer Aiman al-Sawahiri und den Anführern verbündeter Terrorgruppen ausgelöst.

Wie das Onlinemagazin "The Daily Beast" am Mittwoch unter Berufung auf drei US-Geheimdienstvertreter berichtete, telefonierte al-Sawahiri nicht nur mit dem Anführer von Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel, Nasser al-Wuhaischi, sondern auch mit Vertretern aus zahlreichen weiteren Ländern.

Den Angaben zufolge nahmen Vertreter von Al-Kaida im Islamischen Maghreb, des Islamischen Staats im Irak und der Levante, der Islamischen Bewegung Usbekistans, der pakistanischen Taliban, der nigerianischen Gruppe Boko Haram sowie von Islamisten auf der ägyptischen Sinai-Halbinsel an der Telefonkonferenz teil. Ein Blick auf die US-Botschaften, die daraufhin geschlossen wurden, reiche, um auf die Teilnehmer zu schließen, sagten die Geheimdienstvertreter "The Daily Beast".

Die schlimmsten Terroranschläge seit dem 11. September

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Den Angaben zufolge ernannte al-Sawahiri während der Telefonkonferenz al-Wuhaischi als eine Art Generaldirektor des Netzwerks, womit er zu seinem Stellvertreter aufstieg. Ein US-Vertreter bestätigte der Nachrichtenagentur AFP die Beförderung al-Wuhaischis zum Al-Kaida-Vize. Der auf 35 Jahre geschätzte Jemenit gehört der Organisation bereits an, seitdem er 20 Jahre alt ist, und führt deren Ableger im Jemen seit rund vier Jahren. Dieser wird als aktivster Zweig des Netzwerks betrachtet.

Konrekter Grund für die Schließung der US-Botschaften war laut dem Bericht ein "in vagen Worten" erwähnter Attentatsplan sowie die Erwähnung mehrerer Gruppen, die zur Ausführung des Plans entsandt worden seien. Die jemenitische Regierung erklärte am Mittwoch, es sei eine Reihe von Anschlägen auf mehrere Städte im Süden des Landes, eine Gasleitung und eine Ölverladestation verhindert worden. Dabei hätten auch ausländische Ölarbeiter entführt werden sollen, hieß es, ohne dass Details genannt wurden.

AFP

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