Syrer stimmen über neue Verfassung ab

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Etwa 15 Millionen Wahlberechtigte sind vom Regime von Präsident Baschar al-Assad aufgerufen, sich an dem Referendum zu beteiligen.

Damaskus - Inmitten andauernder Gewalt können die Syrer über eine neue Verfassung abstimmen. Der Opposition geht das längt nicht weit genug. Sie ruft zum Boykott des Referendums auf.

Um 6.00 Uhr (7.00 Uhr Ortszeit) öffneten landesweit rund 14 000 Wahllokale. Etwa 15 Millionen Wahlberechtigte sind vom Regime von Präsident Baschar al-Assad aufgerufen, sich an dem Referendum zu beteiligen. Wichtigste Neuerung ist, dass die Monopolstellung der regierenden Baath-Partei aufgehoben werden soll. Die Opposition rief zum Boykott des Referendums auf.

Mit dem Referendum werde die Macht des Präsidenten kaum eingeschränkt, kritisieren Aktivisten. Sie befürchten, dass künftig nur regimenahe Gruppen Parteien gründen dürfen. Zudem könnten sich die Bewohner der umkämpften Gebiete vermutlich aus Sicherheitsgründen ohnehin nicht an der Abstimmung beteiligen. Ubhänhängige Angaben zur Beteiligung an dem Referendum gab es zunächst nicht.

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Regierungstruppen gingen derweil weiterhin massiv gegen Regime-Gegner vor. In den Protesthochburgen Homs und Daraa wurden nach Angaben von Aktivisten allein am Vormittag mindestens 18 Menschen getötet - entweder durch massiven Beschuss der Assad-Armee oder bei Kämpfen zwischen regimetreuen Soldaten und Deserteuren.

Allein am Samstag sind in Syrien nach Angaben von Aktivisten etwa 100 Menschen getötet worden, die meisten von ihnen in den Protesthochburgen Homs und Hama sowie in der Stadt Aleppo. Der vor einem Jahr begonnene Aufstand gegen Assad hat nach Schätzungen von Menschenrechtlern bereits deutlich mehr als 7000 Menschen das Leben gekostet.

dpa

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