Start-Abrüstungsvertrag in Kraft getreten

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Die amerikanische Außenministerin Hillary Clinton und ihr russischer Kollege Sergej Lawrow beim Austausch der Ratifizierungsurkunden.

München - Nach jahrelangen Verhandlungen ist der neue Abrüstungsvertrag zwischen den USA und Russland in Kraft getreten.

Die Außenminister beider Länder, Hillary Clinton und ihr russischer Kollege Sergej Lawrow, tauschten am Samstag am Rande der Münchener Sicherheitskonferenz die Ratifizierungsurkunden aus. Damit verpflichten sich beide Seiten, die strategischen Atomsprengköpfe von derzeit jeweils 2.200 auf 1.550 zu verringern.

Mit dem Vertrag wird auch wieder ein Überwachungssystem eingerichtet, das die Einhaltung des Abkommens gewährleisten soll. Das bisherige System war mit dem Ablaufen des alten Abrüstungsvertrags Ende 2009 ausgelaufen.

Clinton sagte, der neue Abrüstungsvertrag sei ein wichtiger Schritt hin zur Umsetzung von US-Präsident Barack Obamas Idee einer nuklearwaffenfreien Welt. Sie kündigte an, dass innerhalb von 45 Tagen die Daten zu den Sprengköpfen und den Stationierungsorten ausgetauscht werden. Innerhalb von 60 Tagen sollen die Inspektoren ihre Arbeit in dem jeweils anderen Land aufnehmen können. Vorgesehen sind bis zu zehn unangekündigte Inspektionen der Interkontinentalraketen sowie von Marine- und Luftwaffenstützpunkten des Vertragspartners.

Auch Lawrow betonte, neue Abrüstungsmaßnahmen lägen nicht nur im Interesse der beiden Länder, sondern dienten auch der Sicherheit der ganzen Welt.

Bilder: Die 47. Sicherheitskonferenz in München

Bilder: Die 47. Sicherheitskonferenz in München

UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon bezeichnete den Abschluss der START-Ratifizierung als einen “Meilenstein auf dem Weg zur Abrüstung, zu einer Welt ohne Nuklearwaffen“. Ban dankte ausdrücklich US-Präsident Barack Obama und dem russischen Präsidenten Dmitri Medwedew für ihre “politische Führung“, die es ermöglicht habe, den Vertrag gegen alle Kritik auch im eigenen Land durchzusetzen.

Ban warnte die Staatengemeinschaft zugleich vor einem Rückschritt in der nuklearen Abrüstung. “Wir stehen an einer Wegscheide“, sagte der UNO-Generalsekretär mit Blick auf die Nuklearprogrammen im Iran und in Nordkorea. Ban rief Nordkorea mit Blick auf Berichte über eine neue nukleare Anreicherungsanlage dazu auf, die UN-Resolutionen einzuhalten. Zudem sollten Anstrengungen unternommen werden, eine atomwaffenfreie Zone auch im Nahen Osten zu schaffen.

dapd

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