Soldaten wehren sich mit Postkarten

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Post von den Soldaten: Ihren Protest gegen die Kürzung des Weihnachtsgeldes schickten die Betoffenen an die Bundeskanzlerin.

Berlin - Zig-tausende deutsche Soldaten wehren sich: Dafür greifen sie aber nicht zur Waffe, sondern zur Postkarte. Die Protest-Post bekam niemand anders als Bundeskanzlerin Angela Merkel. 

Mehr als 120 000 Soldaten und zivile Mitarbeiter der Bundeswehr haben mit Postkarten an Bundeskanzlerin Angela Merkel gegen die Kürzung ihres Weihnachtsgelds protestiert. Eine Delegation des Bundeswehrverbandes überreichte die Karten am Donnerstag dem Kanzleramt.

Die starke Beteiligung zeige deutlich, “wie groß der Frust ist“, sagte Verbandschef Ulrich Kirsch. Die 2006 beschlossene Kürzung der Sonderzahlung sollte ursprünglich bis Ende 2010 gelten, wurde aber von der Koalition im Zuge der Sparmaßnahmen bis 2014 verlängert.

Nach Angaben des Bundeswehrverbands bedeutet das für Beschäftigte und Ruheständler Einbußen von etwa 2,44 Prozent ihrer Jahresbezüge. “Das empfinden unsere Kameradinnen und Kameraden als unglaublichen Wortbruch“, erklärte Kirsch. “In der Truppe nennen viele dieses Vorgehen einen Betrug.“ Die Postkarten zeigen eine Karikatur der Bundeskanzlerin auf der Rückseite.

dpa

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