Seehofer: “Multikulti ist tot“

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Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Horst Seehofer hat betont, dass die hier lebenden Menschen sich zur deutschen Leitkultur bekennen müssten.

Potsdam - Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Horst Seehofer hat an die Pflicht hier lebender Ausländer erinnert, sich zu integrieren. Er schreckte nicht vor klaren Worten zurück.

Integration sei kaum ohne Beherrschung der deutschen Sprache möglich, sagte er am Freitag in Potsdam beim Deutschlandtag der Jungen Union (JU) zur laufenden Integrationsdebatte. “Multikulti ist tot“, sagte er. Beim Thema Zuwanderung müssten zudem die Sorgen und Probleme der Bürger ernst genommen werden.

Seehofer hatte sich in den vergangenen Tagen massive Kritik mit einem Interview zum Thema Integration eingehandelt. Darin hatte er gesagt, Zuwanderer aus anderen Kulturkreisen wie aus der Türkei und arabischen Ländern täten sich schwerer bei der Integration.

Seehofer betonte unter dem Beifall der Delegierten der CDU/CSU-Nachwuchsorganisation, dass die hier lebenden Menschen sich zur deutschen Leitkultur bekennen müssten. Und das bedeute christliche Werte zu achten, sagte er. Dazu sei es ihre wichtigste Aufgabe sich zu qualifizieren und zu integrieren. “Wir wollen nicht zum Sozialamt für die ganze Welt werden“, sagte Seehofer und erinnerte an den Zustrom von Asylbewerbern zum Ende der 80er Jahre.

Der JU-Vorsitzende Philipp Mißfelder hatte zuvor gelobt, dass Seehofer mit den Aussagen wieder die Lufthoheit über deutsche Stammtische gewonnen habe und das Feld nicht Ex-Bundesbanker Thilo Sarrazin und seinen Integrationsthesen überlassen werde.

lby

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