Schröder: Weibliche Chefs oft besser

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Familienministerin Kristina Schröder

Berlin - Im Streit über verbindliche Frauenquoten für die Wirtschaft hat Familienministerin Kristina Schröder darauf hingewiesen, dass weibliche Chefs oft fähiger sind als männliche.

Studien belegten, dass Frauen im Schnitt besser in der Personalführung seien, oftmals konstruktiver bei der Problemlösung seien und die Gesamtsituation der Firma besser im Blick haben, sagte die CDU-Politikerin der Zeitung “Das Parlament“ laut einer Vorabmeldung vom Sonntag. Frauen seien “natürlich nicht die besseren Männer - aber definitiv nicht die schlechteren Manager“. Schröder wandte sich erneut gegen eine verbindliche Frauenquote für die deutschen Chefetagen. Eine “starre staatliche Einheitsquote“, die alle Unternehmen über einen Kamm schere, sei nicht das richtige Instrument. “Ich möchte Chancengleichheit für Frauen, keine künstliche Ergebnisgleichheit“, sagte sie und warb erneut für ihr Konzept einer “flexiblen Frauenquote“.

“Weg von der Missachtung von Teilzeit-Jobs“

Nach Schröders Stufenplan sollen die Unternehmen zwei Jahre Zeit erhalten, um den Frauenanteil in ihren Vorständen auf zehn Prozent und in den Aufsichtsräten auf 30 Prozent zu verdreifachen. Gelingt das nicht, soll eine “flexible Quote“ als “Verpflichtung zur Selbstverpflichtung“ gesetzlich eingeführt werden. Der Stufenplan, der bis Sommer als Gesetzentwurf dem Bundeskabinett vorliegen soll, sei “weder politische Gleichstellungs-Lyrik noch ein PR-Gag für die Wirtschaft, sondern er soll Frauen die Chance geben, tatsächlich aus eigener Kraft in die Unternehmensspitze aufzusteigen“, sagte Schröder. Zusätzlich nötig sei ein Umdenken in den Firmen. “Was wir brauchen, ist ein Wandel in der Unternehmenskultur - weg von den Präsenzritualen und der Missachtung von Teilzeit-Jobs.“

Das ist Ministerin Kristina Schröder

Das ist Ministerin Kristina Schröder

dapd

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