Rentenreform: Massenstreiks in Frankreich

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Paris - Die Rentenreform in Frankreich hat eine weitere wichtige Hürde genommen. Doch die Gewerkschaften haben Streiks angekündigt. Allein auf den Pariser Großflughäfen sollen bis zu 50 Prozent der Flüge gestrichen werden.

Der Senat stimmte am späten Montagabend dafür, das Alter für volle Rentenbezüge von bisher 65 auf nunmehr 67 Jahre anzuheben. Die Änderung erhielt 174 Ja-Stimmen bei 159 Gegenstimmen. Erst in der Vorwoche hatte die Kammer der Anhebung des Renteneintrittsalters von 60 auf 62 Jahre zugestimmt.

Die Gewerkschaften in Frankreich haben unterdessen für heute (Dienstag) erneut zu Massenprotesten gegen die geplante Rentenreform aufgerufen. Es ist bereits der vierte große Aktionstag seit Anfang September. Die Gewerkschaften hoffen nach eigenen Angaben auf mehrere Millionen Teilnehmer an landesweit rund 244 Veranstaltungen.

Viele Flüge fallen aus

Erstmals sind manche Streikaktionen nicht von vorneherein zeitlich befristet. Betroffen ist auch der Nahverkehr in Paris. Flug- und Bahnreisende müssen wegen der Streiks mit Ausfällen und Verspätungen rechnen. Allein auf den Pariser Großflughäfen Charles de Gaulle und Orly sollen 30 bis 50 Prozent der Flüge gestrichen werden. Die Gewerkschaften hoffen, mit den Massenprotesten die von der Regierung von Präsident Sarkozy vorbereitete Rentenreform doch noch kippen zu können.

dpa

Zurück zur Übersicht: Politik

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser