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Krieg in der Ukraine

Ukraine-Konflikt: „Habe keine andere Wahl“ - Vitali Klitschko würde zur Waffe greifen

Russische Streitkräfte sind bis in die ukrainische Hauptstadt vorgedrungen. Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko würde im Kampf auch selbst zur Waffe greifen.

Kiew – Russland* hat am Donnerstagmorgen (24.02.2022) einen Angriffskrieg auf die Ukraine gestartet. Innerhalb weniger Stunden rückten die russischen Streitkräfte bis in die Region Kiew vor. In der Nacht zu Freitag (25.02.2022) erschütterten mehrere Explosionen die ukrainische Hauptstadt. Nach ersten Schätzungen des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) sind in der Ukraine* bereits 100.000 Menschen auf der Flucht.

Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko hatte die Bewohnerinnen und Bewohner am Donnerstagabend bereits dazu aufgerufen, Schutz in U-Bahn-Stationen zu suchen. Dabei will der ehemalige Profi-Boxer nicht tatenlos zu sehen. Im Kampf gegen die russischen Streitkräfte würde Klitschko selbst zur Waffe greifen. „Ich habe keine andere Wahl. Ich muss das tun“, sagte der UDAR-Politiker in der Fernsehsendung „Good Morning Britain“ von ITV.

Vitali Klitschko
Geburtsdatum, -ort19. Juli 1971 in Belowodsk
Bürgermeister in KiewSeit 25. Mai 2014

Vitali Klitschko zum Krieg in der Ukraine: „Es tut wirklich weh“

„Es tut weh. Es tut wirklich weh“, sagte der frühere Schwergewichtsweltmeister mit Blick auf die Lage in seinem Heimatland. „Wir stehen einer der größten und stärksten Armeen der Welt gegenüber, aber wir müssen unsere Familien verteidigen, unser Land, unsere Städte“, ergänzte Klitschko in der Fernsehsendung.

Bereits vor etwa zwei Wochen zeigte sich Vitali Klitschko mit Blick auf den Ukraine-Konflikt* in einem Bericht der Agence France-Presse (AFP) entschlossen. Er sei bereit, „zu den Waffen zu greifen und zu kämpfen. Und das sage ich ganz klar.“

Vitali Klitschko, Bürgermeister von Kiew, will im Ukraine-Krieg auch selbst zur Waffe greifen. (Archivbild)

Ukraine-Konflikt: Vitali Klitschko fordert harte Sanktionen gegen Russland

„Für all das müssen die Russen bezahlen. Sie haben die internationalen Regeln zerstört. Die Ukraine war immer ein friedliches Land“, wird Klitschko von ntv.de zitiert. Der Bürgermeister forderte harte Sanktionen gegen Russland. In einem Sondergipfel am Donnerstagabend haben die Staats- und Regierungschef der EU einem Sanktionspaket gegen Russland zugestimmt. Die Sanktionen beziehen sich unter anderem gegen den Finanz- und Transportsektor.

In den nördlichen Stadtteilen der ukrainischen Hauptstadt gab es bereits erste Gefechte. Laut Verteidigungsministerium wurden mittlerweile 18.000 Gewehre und Munition an die Bevölkerung ausgegeben. Wie der ukrainische Präsident Selenskyi bestätigte, soll es bei den schweren Gefechten mit der russischen Armee auch Todesopfer gegeben haben. Klitschko ist überzeugt, die Hauptstadt halten zu können. „Ich glaube an die Ukraine, ich glaube an mein Land, ich glaube an meine Leute“, erklärte er in der Fernsehsendung.

Angriffskrieg auf die Ukraine: Klitschko-Brüder senden Hilferufe

Mit seinem jüngeren Bruder veröffentlichte Vitali Klitschko bereits am Donnerstag ein Video in den sozialen Medien. Darin formulierten die Klitschko-Brüder einen Hilferuf an Europa und forderten zum Handeln auf. „Ich rufe alle unsere internationalen Partner dazu auf, die Tragödie zu beobachten, die sich in der Ukraine ereignet. Der Krieg ist sinnlos. Er wird keine Gewinner hervorbringen, sondern nur Verlierer“, mahnte Wladimir Klitschko.

Der Krieg in der Ukraine sorgte auch bei den Menschen aus der Region Kassel* für Fassungslosigkeit. Einige haben Kontakt zu den Betroffenen und schilderten die Situation aus ihrer Perspektive. (kas mit dpa) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Jan Woitas/dpa

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