CSU peilt Atomausstieg 2022 an

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Horst Seehofer hat sich mit seiner Partei auf einen Ausstieg aus der Kernenergie bis 2022 geeinigt

München - Nach langer parteiinterner Debatte peilt die CSU jetzt das Jahr 2022 für den Atomausstieg an. Horst Seehofer hatte eigentlich das Jahr 2020 favorisiert. Doch bei dem früheren Termin hatte es Bedenken gegeben.

Das sei das Ergebnis intensiver Diskussionen der Landtagsfraktion mit Parteichef Horst Seehofer, hieß es am Mittwoch in CSU-Kreisen.

Der Ministerpräsident favorisierte bisher eine Festlegung auf das Jahr 2020. Die Fraktion hatte jedoch Bedenken gegen die Festlegung auf ein frühes Datum und plädierte eher für ein Ausstiegsdatum bis Mitte des kommenden Jahrzehnts.

Die Atomkraftwerke in Deutschland und Europa

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Grund der Bedenken ist, dass bislang nicht im Detail geklärt ist, wie der Atomausstieg bewältigt werden soll. Seehofer und Fraktion haben sich nun etwa in der Mitte getroffen.

Am Nachmittag will die CSU-Fraktion das Thema Atomausstieg mit Seehofer und Umweltminister Markus Söder ausführlich diskutieren. Die endgültige Festlegung soll der CSU-Vorstand an diesem Wochenende bei einer Klausur in Kloster Andechs treffen, an der auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) teilnimmt.

dpa

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