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Obama fordert Aufwertung des chinesischen Yuans

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US-Präsident Barack Obama meint: Es ist “nicht akzeptabel“, dass China durch einen unterbewerteten Yuan deutliche Handelsvorteile genieße.

Toronto - US-Präsident Barack Obama erhöht im Währungsstreit mit China den Druck auf Peking. Worum es bei diesem Streit zwischen China und den USA genau geht:

Es sei “nicht akzeptabel“, dass China durch einen unterbewerteten Yuan deutliche Handelsvorteile genieße, sagte Obama. Er erwarte von Peking deshalb langfristig eine wesentliche Aufwertung der chinesischen Währung, erklärte der US- Präsident am Sonntagabend am Rande des G20-Gipfels im kanadischen Toronto.

Die chinesische Delegation erteilte der gewünschten starken Aufwertung eine klare Absage. Der Direktor der Zentralbank, Zhang Tao, betonte, die Wechselkursreform werde schrittweise verfolgt und hänge von den wirtschaftlichen Bedingungen in China ab. Ausländischen Druck wiesen Zhang Tao und andere Offizielle entschieden zurück.

Obama begrüßte die jüngste Abkopplung des Yuan vom US-Dollar als einen guten “ersten Schritt“, dem mehr folgen müsse. Die USA erwarteten keine 20-prozentige Aufwertung in einer Woche, doch mit einer stärken Marktorientierung der chinesischen Währung langfristig einen “bedeutenden“ Kursanstieg, sagte Obama.

Ost-West-Gipfeltreffen:Obama in China

Ost-West-Gipfeltreffen:Obama in China

Ost-West-Gipfeltreffen: Obama in China
US-Präsident Barack Obama geht auf die Chinesen zu. In Peking trifft er sich mit dem Staatspräsidenten Hu Jintao. © dpa
Ost-West-Gipfeltreffen: Obama in China
Historischer Handschlag: US-Präsident Barack Obama und der chinesische Präsident Hu Jintao. © dpa
Ost-West-Gipfeltreffen: Obama in China
Obama und Hu schreiten eine Formation des chinesischen Militärs ab. © dpa
Ost-West-Gipfeltreffen: Obama in China
Obama lässt sich in Peking durch die „Verbotene Stadt“ führen. © AP
Ost-West-Gipfeltreffen: Obama in China
Obama zeigt sich interessiert an dem historischen Ort. © Ost-West-Gipfeltreffen: Obama in China
Obama lacht, als er seinen Namen im Gästebuch der „Verbotenen Stadt“ einträgt. © AP
Ost-West-Gipfeltreffen: Obama in China
Souvenirs zum Obama-Besuch in China zeigen den US-Präsidenten wie den ehemaligen chinesischen Staats- und Parteichef Mao Tse Tung. © AP
Ost-West-Gipfeltreffen: Obama in China
Ein Button mit Obama als Mao-Kopie. © AP
Die amerikanische Delegation bei einem Essen mit den chinesischen Gastgebern in der „Großen Halle des Volkes“ in Peking. © AP
Chinesinnen bedienen Obama (links) und Hu Jintao bei einem Essen in Peking. © AP
Ost-West-Gipfeltreffen: Obama in China
US-Außenministerin Hillary Clinton unterhält sich in Peking mit dem chinesischen Staatsoberhaupt Hu Jintao. © AP
Barack Obama auf der chinesischen Mauer bei Peking. © dpa
Ost-West-Gipfeltreffen: Obama in China
Obama lässt sich das Bauwerk von einem chinesischen Führer erklären. © AP
Ost-West-Gipfeltreffen: Obama in China
Ein nachdenklicher US-Präsident schreitet über die chinesische Mauer. © AP
Auch in China hat Obama viele Fans. Auf der Mauer gibt er einem Funktionär ein autogramm. © AP
Ost-West-Gipfeltreffen: Obama in China
Obama schüllt dem chiensischen Regeirungschef Wen Jiabao in Peking die Hand. © AP
Bei einem Bankett in Peking unterhält sich die amerikanische Delegation mit den chinesischen Gastgebern. © AP
Ost-West-Gipfeltreffen: Obama in China
Tafeln in Peking zeigen gemalte Bilder des US-Präsidenten Barack Obama (links) und des chinesischen Staatschefs Hu jIntao. © dpa
Ein Geschäft in Peking verkauft Obama-T-Shirts. © AP
Ost-West-Gipfeltreffen: Obama in China
Vergnügte Gesichter: US-Außenministerin Hillary Clinton mit Präsident Barack Obama in Peking. © dpa
Ost-West-Gipfeltreffen: Obama in China
Die USA und China wollen nach den Worten von US-Präsident Barack Obama ihre “strategische Partnerschaft“ vertiefen. Obama schüttelt Chinas Staatschef Hu die Hand. © AP
Obama winkt zum Abschied aus der Präsidentenmaschine „Air Force One“ auf dem Flughafen von Peking. © AP

Trotz der Differenzen stellten Obama und Chinas Staats- und Parteichef Hu Jintao bei einem Treffen auf dem Gipfel eine erkennbare Verbesserung ihrer Beziehungen fest. Obama lud Hu Jintao nach Washington ein. Ein Termin wurde nicht genannt. Der Währungsstreit sowie Waffenlieferungen der USA an Taiwan und der Empfang des tibetischen Religionsführers Dalai Lama durch Obama hatten die Beziehungen seit Jahresanfang belastet.

Anders als die USA erwartet China von der Flexibilisierung seiner Währung auch keine wesentliche Veränderung seines großen Handelsüberschusses. “Ich denke nicht, dass die Wechselkursreform große Auswirkungen auf die Handelsbilanz haben wird“, sagte der Direktor im Handelsministerium, Yu Jianhua. In der vergangenen Woche hatte der Yuan zum US-Dollar nur um 0,5 Prozent an Wert zugelegt.

Der Handelsüberschuss sei in den ersten fünf Monaten des Jahres schon um 60 Prozent zurückgegangen. Mit Blick auf Chinas Außenhandel in diesem Jahr zeigte sich Yu Jianhua nicht optimistisch. Gründe seien die Schuldenkrise in Europa, Chinas größtem Handelspartner, die Euro-Schwäche, die Lohnspirale in China und der Anstieg der Rohstoffpreise, sagte Yu Jianhua.

Die USA und andere Staaten erhoffen sich von einer Aufwertung ein geringeres Defizit im Handel mit China und bessere Chancen gegenüber chinesischen Produkten auf dem Weltmarkt. Kritiker werfen China vor, seine Exporte mit einem unterbewerteten Yuan künstlich zu verbilligen und damit Produkte anderer Länder aus dem Markt zu drängen. Solche Handelsungleichgewichte vernichten aus amerikanischer Sicht nicht nur Arbeitsplätze, sondern verschärfen auch die globale Wirtschaftskrise.

dpa

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