Nobelkomitee lädt Suu Kyi nach Oslo ein

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1991 war der Friedensnobelpreis Suu Kyi zuerkannt worden.

Oslo - Das norwegische Nobelkomitee hat am Samstag die birmanische Oppositionspolitikerin Aung San Suu Kyi nach Oslo eingeladen, damit sie ihre “Nobelvorlesung“ nachholen kann.

Suu Kyi hatte den Friedensnobelpreis 1991 zuerkannt bekommen, konnte aber zur Verleihung wegen des Hausarrests nicht nach Skandinavien reisen. Sie befürchtete damals, dass die Militärjunta ihr die Wiedereinreise verweigern würde und ließ ihren inzwischen verstorbenen Ehemann den Preis in Empfang nehmen.

Der Chef des Nobelkomitees, Thorbjørn Jagland, sagte der Nachrichtenagentur NTB am Samstag, man werde sich auch jetzt um Garantien für die Rückkehr Suu Kyis nach einem möglichen Besuch in Oslo bemühen. “Ich glaube nicht, dass sie ohne eine solche Garantie ausreisen wird“, meinte der norwegische Komiteechef. Er sagte zur Nachricht aus Rangun über die Freilassung nach 21 Jahren Hausarrest: “Das ist eine erfreuliche Meldung für alle politischen Gefangenen auf der Welt.

In diesem Jahr wurde der Friedensnobelpreis dem Chinesen Liu Xiaobo zuerkannt, der in seiner Heimat für sein politisches Engagement zu elf Jahren Haft verurteilt ist. Für die Verleihung am 10. Dezember rechnet das norwegische Komitee damit, dass weder der Preisträger noch seine Ehefrau Liu Xia eine Ausreisegenehmigung bekommen.

dpa

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