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Kairo-Proteste: Eine Million Menschen demonstrieren

Kairo - In Kairo sind eine Million Menschen gegen das Mubarak-Regime auf der Straße. Das Auswärtige Amt rät Deutschen dringend von Reisen nach Ägypten ab. Laut UN kosteten die Unruhen in Ägypten bisher 300 Menschen das Leben.

Mit dem friedlichen Protest Hunderttausender Menschen in Kairo hat der Machtkampf in dem arabischen Land am Dienstag eine neue

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Dimension erreicht. In Sprechchören und auf Transparenten verlangten die Demonstranten auf dem Tahrir-Platz erneut den Rücktritt von Staatspräsident Husni Mubarak. Die Opposition wollte am achten Tag der Proteste eine Million Menschen auf die Beine bringen, um Mubaraks Rücktritt zu erzwingen. Nach Informationen des Senders Al-Dschasira war dieses Ziel bereits am Mittag erreicht. Die Bundesregierung rät dringend von Reisen nach Ägypten ab. Das betreffe auch die Urlaubsgebiete am Roten Meer. In Kairo zeigten die Streitkräfte Präsenz, ohne die Proteste zu behindern, berichtete ein dpa-Korrespondent. Parallel zu der Massenkundgebung versammelten sich auch Anhänger des Staatschefs.

Millionen gehen gegen Mubarak auf die Straße

Ägypten: Schüsse, Brandsätze, Tote

Erneut sammeln sich tausende Menschen auf dem Tharir-Platz in Kairo, um gegen ihren Präsidenten Mubarak zu protestieren. Nach dem Freitagsgebet werde noch einmal Zehntausende erwartet. Die Sicherheitslage ist angespannt, es kann erneut zu Gewaltausbrüchen kommen. © ap
Erneut sammeln sich tausende Menschen auf dem Tharir-Platz in Kairo, um gegen ihren Präsidenten Mubarak zu protestieren. Nach dem Freitagsgebet werde noch einmal Zehntausende erwartet. Die Sicherheitslage ist angespannt, es kann erneut zu Gewaltausbrüchen kommen. © ap
Erneut sammeln sich tausende Menschen auf dem Tharir-Platz in Kairo, um gegen ihren Präsidenten Mubarak zu protestieren. Nach dem Freitagsgebet werde noch einmal Zehntausende erwartet. Die Sicherheitslage ist angespannt, es kann erneut zu Gewaltausbrüchen kommen. © ap
Erneut sammeln sich tausende Menschen auf dem Tharir-Platz in Kairo, um gegen ihren Präsidenten Mubarak zu protestieren. Nach dem Freitagsgebet werde noch einmal Zehntausende erwartet. Die Sicherheitslage ist angespannt, es kann erneut zu Gewaltausbrüchen kommen. © ap
Erneut sammeln sich tausende Menschen auf dem Tharir-Platz in Kairo, um gegen ihren Präsidenten Mubarak zu protestieren. Nach dem Freitagsgebet werde noch einmal Zehntausende erwartet. Die Sicherheitslage ist angespannt, es kann erneut zu Gewaltausbrüchen kommen. © ap
Erneut sammeln sich tausende Menschen auf dem Tharir-Platz in Kairo, um gegen ihren Präsidenten Mubarak zu protestieren. Nach dem Freitagsgebet werde noch einmal Zehntausende erwartet. Die Sicherheitslage ist angespannt, es kann erneut zu Gewaltausbrüchen kommen. © ap
Erneut sammeln sich tausende Menschen auf dem Tharir-Platz in Kairo, um gegen ihren Präsidenten Mubarak zu protestieren. Nach dem Freitagsgebet werde noch einmal Zehntausende erwartet. Die Sicherheitslage ist angespannt, es kann erneut zu Gewaltausbrüchen kommen. © ap
Erneut sammeln sich tausende Menschen auf dem Tharir-Platz in Kairo, um gegen ihren Präsidenten Mubarak zu protestieren. Nach dem Freitagsgebet werde noch einmal Zehntausende erwartet. Die Sicherheitslage ist angespannt, es kann erneut zu Gewaltausbrüchen kommen. © ap
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Erneut sammeln sich tausende Menschen auf dem Tharir-Platz in Kairo, um gegen ihren Präsidenten Mubarak zu protestieren. Nach dem Freitagsgebet werde noch einmal Zehntausende erwartet. Die Sicherheitslage ist angespannt, es kann erneut zu Gewaltausbrüchen kommen. © ap
Erneut sammeln sich tausende Menschen auf dem Tharir-Platz in Kairo, um gegen ihren Präsidenten Mubarak zu protestieren. Nach dem Freitagsgebet werde noch einmal Zehntausende erwartet. Die Sicherheitslage ist angespannt, es kann erneut zu Gewaltausbrüchen kommen. © ap
Erneut sammeln sich tausende Menschen auf dem Tharir-Platz in Kairo, um gegen ihren Präsidenten Mubarak zu protestieren. Nach dem Freitagsgebet werde noch einmal Zehntausende erwartet. Die Sicherheitslage ist angespannt, es kann erneut zu Gewaltausbrüchen kommen. © ap
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Erneut sammeln sich tausende Menschen auf dem Tharir-Platz in Kairo, um gegen ihren Präsidenten Mubarak zu protestieren. Nach dem Freitagsgebet werde noch einmal Zehntausende erwartet. Die Sicherheitslage ist angespannt, es kann erneut zu Gewaltausbrüchen kommen. © ap
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Erneut sammeln sich tausende Menschen auf dem Tharir-Platz in Kairo, um gegen ihren Präsidenten Mubarak zu protestieren. Nach dem Freitagsgebet werde noch einmal Zehntausende erwartet. Die Sicherheitslage ist angespannt, es kann erneut zu Gewaltausbrüchen kommen. © ap
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Erneut sammeln sich tausende Menschen auf dem Tharir-Platz in Kairo, um gegen ihren Präsidenten Mubarak zu protestieren. Nach dem Freitagsgebet werde noch einmal Zehntausende erwartet. Die Sicherheitslage ist angespannt, es kann erneut zu Gewaltausbrüchen kommen. © ap
Erneut sammeln sich tausende Menschen auf dem Tharir-Platz in Kairo, um gegen ihren Präsidenten Mubarak zu protestieren. Nach dem Freitagsgebet werde noch einmal Zehntausende erwartet. Die Sicherheitslage ist angespannt, es kann erneut zu Gewaltausbrüchen kommen. © ap
Erneut sammeln sich tausende Menschen auf dem Tharir-Platz in Kairo, um gegen ihren Präsidenten Mubarak zu protestieren. Nach dem Freitagsgebet werde noch einmal Zehntausende erwartet. Die Sicherheitslage ist angespannt, es kann erneut zu Gewaltausbrüchen kommen. © ap
Erneut sammeln sich tausende Menschen auf dem Tharir-Platz in Kairo, um gegen ihren Präsidenten Mubarak zu protestieren. Nach dem Freitagsgebet werde noch einmal Zehntausende erwartet. Die Sicherheitslage ist angespannt, es kann erneut zu Gewaltausbrüchen kommen. © ap
Offenbar haben in Kairo Anhänger von Präsident Husni Mubarak Gegner des Präsidenten beschossen. Vier Menschen sollen durch Schüsse ums Leben gekommen sein © dpa
Offenbar haben in Kairo Anhänger von Präsident Husni Mubarak Gegner des Präsidenten beschossen. Vier Menschen sollen durch Schüsse ums Leben gekommen sein © dpa
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Offenbar haben in Kairo Anhänger von Präsident Husni Mubarak Gegner des Präsidenten beschossen. Vier Menschen sollen durch Schüsse ums Leben gekommen sein © dpa
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Offenbar haben in Kairo Anhänger von Präsident Husni Mubarak Gegner des Präsidenten beschossen. Vier Menschen sollen durch Schüsse ums Leben gekommen sein © AP
Offenbar haben in Kairo Anhänger von Präsident Husni Mubarak Gegner des Präsidenten beschossen. Vier Menschen sollen durch Schüsse ums Leben gekommen sein © AP
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Offenbar haben in Kairo Anhänger von Präsident Husni Mubarak Gegner des Präsidenten beschossen. Vier Menschen sollen durch Schüsse ums Leben gekommen sein © AP
Offenbar haben in Kairo Anhänger von Präsident Husni Mubarak Gegner des Präsidenten beschossen. Vier Menschen sollen durch Schüsse ums Leben gekommen sein © AP
Offenbar haben in Kairo Anhänger von Präsident Husni Mubarak Gegner des Präsidenten beschossen. Vier Menschen sollen durch Schüsse ums Leben gekommen sein © AP
Offenbar haben in Kairo Anhänger von Präsident Husni Mubarak Gegner des Präsidenten beschossen. Vier Menschen sollen durch Schüsse ums Leben gekommen sein © AP
Offenbar haben in Kairo Anhänger von Präsident Husni Mubarak Gegner des Präsidenten beschossen. Vier Menschen sollen durch Schüsse ums Leben gekommen sein © AP
Offenbar haben in Kairo Anhänger von Präsident Husni Mubarak Gegner des Präsidenten beschossen. Vier Menschen sollen durch Schüsse ums Leben gekommen sein © AP
Offenbar haben in Kairo Anhänger von Präsident Husni Mubarak Gegner des Präsidenten beschossen. Vier Menschen sollen durch Schüsse ums Leben gekommen sein © AP
Offenbar haben in Kairo Anhänger von Präsident Husni Mubarak Gegner des Präsidenten beschossen. Vier Menschen sollen durch Schüsse ums Leben gekommen sein © AP
Offenbar haben in Kairo Anhänger von Präsident Husni Mubarak Gegner des Präsidenten beschossen. Vier Menschen sollen durch Schüsse ums Leben gekommen sein © AP
Offenbar haben in Kairo Anhänger von Präsident Husni Mubarak Gegner des Präsidenten beschossen. Vier Menschen sollen durch Schüsse ums Leben gekommen sein © AP
Offenbar haben in Kairo Anhänger von Präsident Husni Mubarak Gegner des Präsidenten beschossen. Vier Menschen sollen durch Schüsse ums Leben gekommen sein © AP
Die Demonstrationen und Proteste eskalieren. © AP
Verletzte Demonstranten in Kairo. © AP
Die Demonstrationen und Proteste eskalieren. © AP
Verletzte Demonstranten in Kairo. © AP
Auch am Tag nach dem Verzicht des ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak auf eine erneute Kandidatur im Herbst gehen wieder Menschen auf die Straßen. Aus den friedlichen Protesten ist inzwischen Gewalt zwischen Mubarak-Gegnern und -Befürwortern geworden. © dpa/ap
Auch am Tag nach dem Verzicht des ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak auf eine erneute Kandidatur im Herbst gehen wieder Menschen auf die Straßen. Aus den friedlichen Protesten ist inzwischen Gewalt zwischen Mubarak-Gegnern und -Befürwortern geworden. © dpa/ap
Auch am Tag nach dem Verzicht des ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak auf eine erneute Kandidatur im Herbst gehen wieder Menschen auf die Straßen. Aus den friedlichen Protesten ist inzwischen Gewalt zwischen Mubarak-Gegnern und -Befürwortern geworden. © dpa/ap
Auch am Tag nach dem Verzicht des ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak auf eine erneute Kandidatur im Herbst gehen wieder Menschen auf die Straßen. Aus den friedlichen Protesten ist inzwischen Gewalt zwischen Mubarak-Gegnern und -Befürwortern geworden. © dpa/ap
Auch am Tag nach dem Verzicht des ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak auf eine erneute Kandidatur im Herbst gehen wieder Menschen auf die Straßen. Aus den friedlichen Protesten ist inzwischen Gewalt zwischen Mubarak-Gegnern und -Befürwortern geworden. © dpa/ap
Auch am Tag nach dem Verzicht des ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak auf eine erneute Kandidatur im Herbst gehen wieder Menschen auf die Straßen. Aus den friedlichen Protesten ist inzwischen Gewalt zwischen Mubarak-Gegnern und -Befürwortern geworden. © dpa/ap
Auch am Tag nach dem Verzicht des ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak auf eine erneute Kandidatur im Herbst gehen wieder Menschen auf die Straßen. Aus den friedlichen Protesten ist inzwischen Gewalt zwischen Mubarak-Gegnern und -Befürwortern geworden. © dpa/ap
Auch am Tag nach dem Verzicht des ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak auf eine erneute Kandidatur im Herbst gehen wieder Menschen auf die Straßen. Aus den friedlichen Protesten ist inzwischen Gewalt zwischen Mubarak-Gegnern und -Befürwortern geworden. © dpa/ap
Auch am Tag nach dem Verzicht des ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak auf eine erneute Kandidatur im Herbst gehen wieder Menschen auf die Straßen. Aus den friedlichen Protesten ist inzwischen Gewalt zwischen Mubarak-Gegnern und -Befürwortern geworden. © dpa/ap
Nicht nur in Kairo, sondern weltweit gehen Millionen Menschen gegen den Präsident Ägyptens Hosni Mubarak auf die Straße. Sie wollen Demokratie. © ap
Nicht nur in Kairo, sondern weltweit gehen Millionen Menschen gegen den Präsident Ägyptens Hosni Mubarak auf die Straße. Sie wollen Demokratie. © ap
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Nicht nur in Kairo, sondern weltweit gehen Millionen Menschen gegen den Präsident Ägyptens Hosni Mubarak auf die Straße. Sie wollen Demokratie. © ap
Nicht nur in Kairo, sondern weltweit gehen Millionen Menschen gegen den Präsident Ägyptens Hosni Mubarak auf die Straße. Sie wollen Demokratie. © ap

Etwa 2000 Teilnehmer riefen “Ja zu Mubarak, Nein zu Demonstrationen und Sabotage“. Zusammenstöße mit den anderen Demonstranten gab es zunächst nicht, am frühen Nachmittag zogen sich die Pro-Mubarak-Gruppe aber zurück. Die Stimmung war teils aufgeheizt, wie eine dpa-Reporterin berichtete. Das Militär zog Unruhestifter und mutmaßliche Kriminelle aus dem Verkehr. Nach Angaben des Staatsfernsehens versuchten Provokateure, Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Soldaten anzustiften. Per Hand verteilten Soldaten auf dem Tahrir-Platz zudem Flugblätter an die Demonstranten, auf denen stand: “Ihr habt das Recht, eure Meinung in zivilisierter Art und Weise auzudrücken.“

Blutige Massenproteste in Ägypten

Blutige Massenproteste in Ägypten

Staatskrise: Blutige Proteste in Ägypten © AP
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Staatskrise: Blutige Proteste in Ägypten © AP
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Staatskrise: Blutige Proteste in Ägypten © AP
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Blutige Massenproteste in Ägypten © AP
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Blutige Massenproteste in Ägypten © dpa
Blutige Massenproteste in Ägypten © dpa
Blutige Massenproteste in Ägypten © dpa
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Blutige Massenproteste in Ägypten
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Blutige Massenproteste in Ägypten
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Blutige Massenproteste in Ägypten
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Blutige Massenproteste in Ägypten
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Blutige Massenproteste in Ägypten
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Blutige Massenproteste in Ägypten
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Blutige Massenproteste in Ägypten © ap
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Die Protestierenden sollten jedoch bedenken, dass sich in der Menge auch “Gesetzlose“ befänden, deren Ziel es sei, Panik zu schüren, zu stehlen und zu sabotieren. “Wenn das passiert, dann werden wir mit aller Härte darauf reagieren.“ Der Sender Al-Arabija berichtete, aus Geschäften seien Militäruniformen gestohlen worden. An den Eingängen zum Tahrir-Platz kontrollierten Zivilisten Ausweispapiere und durchsuchten die Teilnehmer. Auffällig war, dass unter den Demonstranten deutlich mehr Vertreter der Muslimbruderschaft zu sehen waren als in den vergangenen Tagen. Ein Vertreter der islamistischen Organisation sagte einer dpa-Reporterin: “Wir sind eine gut organisierte Bewegung. Es wird Zeit, dass auch wir auf diesem Platz reden dürfen.“

Die Muslimbrüder sind in Ägypten offiziell verboten, haben aber viele Anhänger. Sie könnten an einer neuen, von der Opposition gebildeten Regierung beteiligt sein. Im benachbarten Israel wird das mit großer Sorge beobachtet. Auf Al-Dschasira lehnte ein führender Vertreter der Muslimbrüder Verhandlungen mit Mubarak oder dessen Stellvertreter Omar Suleiman ab. Er forderte vor Neuwahlen eine Übergangsregierung und eine neue Verfassung. Neben den Bahnlinien nach Kairo waren nach Informationen der BBC auch wichtige Straßen in die Hauptstadt blockiert. Eine Anreise nach Kairo mit dem Auto wurde wegen zunehmender Benzinknappheit immer schwieriger. Vor den Tankstellen bildete sich am Dienstag lange Schlangen.

Vor Beginn der Massendemonstration signalisierte das Militär, dass es nicht auf friedliche Demonstranten feuern werde. “Wir erkennen die Legitimität der Forderungen der Bürger an“, hieß es in der Erklärung der Militärführung, die am Montagabend veröffentlicht wurde. “Wir werden keine Gewalt gegen die Bürger einsetzen.“ Die Vereinten Nationen gehen von deutlich mehr Todesopfern bei den Unruhen in Ägypten aus als bisher bekannt. “Unbestätigte Berichte sprechen von bisher 300 Toten und mehr als 3000 Verletzten“, sagte die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Navi Pillay, am Dienstag in Genf. Die Entwicklung sei besorgniserregend. “Die Behörden haben die eindeutige Verpflichtung zum Schutz der Bevölkerung, einschließlich ihres Rechtes auf Unversehrtheit, der Versammlungs- und Meinungsfreiheit“, mahnte Pillay. Zu den verschärften Reisehinweisen erklärte das Auswärtige Amt, die Entwicklung in Ägypten sei schwer vorhersehbar, auch wenn die Lage in den Urlaubsregionen derzeit ruhig sei. Es könne zu Versorgungsengpässen kommen.

Bei dem Hinweis handelt es sich nicht um eine formale Reisewarnung, in deren Folge deutsche Staatsbürger zur Ausreise aufgefordert und in Sicherheit gebracht werden müssten, betonte eine Sprecherin des Ministeriums. Vielmehr sei dies eine nochmalige “Anpassung der Reisehinweise“. Auch am Dienstag organisierte die deutsche Botschaft in Ägypten wieder die Ausreise von Bundesbürgern. Augenzeugen berichteten, in Kairo seien Busse mit 150 bis 200 Menschen zum Flughafen gestartet, die noch im Laufe des Tages ausgeflogen werden sollten. In Alexandria sollten 120 Ausreisewillige zum Flughafen Borg Al-Arab gebracht werden.

dpa

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