Nach Ei-Affäre

Opposition fordert Reform der Lebensmittelkontrolle

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München - Die Ei-Affäre in Bayern hat ein politisches Nachspiel: Die Oppositionsparteien SPD und Grüne im Landtag fordern eine Reform der Lebensmittelkontrolle in Bayern.

Die zwei Oppositionsfraktionen warfen der Staatsregierung am Dienstag vor, Verbesserungsvorschläge jahrelang in den Wind geschlagen zu haben. Sowohl SPD als auch Grüne sehen sich durch das von der Staatsregierung bestellte Gutachten des Obersten Rechnungshofs bestätigt, das eine ganze Reihe von Mängeln und Missständen in der bayerischen Lebensmittelüberwachung auflistet.

So bemängeln die ORH-Prüfer, dass die vorgeschriebene Zahl der Lebensmittelkontrollen in bayerischen Lebensmittelbetrieben seit Jahren nicht eingehalten wird. Zu den weiteren Kritikpunkten zählen der Zuständigkeitswirrwarr in Landes- und Kommunalbehörden, mangelnde Kooperation der Fachbehörden, unterschiedliche Auslegung der Vorschriften in verschiedenen Landkreisen.

Anlass des Gutachtens war die Bayern-Ei-Affäre. Mit dem Salmonellen-Erreger kontaminierte Eier des niederbayerischen Unternehmens sollen im Sommer 2014 mehrere hundert Salmonellen-Erkrankungen und zwei Todesfälle verursacht haben.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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