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14 Personen in Gewahrsam

Nach Anschlag in Manchester: Polizei weitet Ermittlungen aus

Die Sicherheitslage in Großbritannien ist weiterhin angespannt. Foto: Jonathan Brady
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Die Sicherheitslage in Großbritannien ist weiterhin angespannt. Foto: Jonathan Brady

Die Ermittlungen nach dem Terror in Manchester gehen zügig voran. Die Polizei in Großbritannien nimmt einen Verdächtigen im Süden fest und durchsucht drei weitere Häuser im Norden. Der Geheimdienst MI5 reagiert auf Kritik. Wurden wichtige Hinweise ignoriert?

Manchester (dpa) - In Verbindung mit dem Terroranschlag in Manchester hat die britische Polizei ihre Ermittlungen in den Süden des Landes ausgeweitet. Am Morgen nahmen die Beamten in Shoreham-by-Sea in der Grafschaft West Sussex einen 23-Jährigen fest, wie die Behörde über Twitter mitteilte.

Damit erhöhte sich die Zahl der Verdächtigen in Polizeigewahrsam auf 14. In Manchester selbst sowie in der Gegend um Chester südwestlich der nordenglischen Metropole und in Pilsworth nördlich der Stadt durchsuchte die Polizei demnach drei weitere Häuser. Sie machte aber keine Festnahmen.

Am vergangenen Montag hatte Salman Abedi, ein Brite libyscher Abstammung, nach einem Konzert 22 Menschen mit einer Bombe mit in den Tod gerissen. Mehr als 100 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. 54 von ihnen werden noch immer in Krankenhäusern behandelt.

Der britische Inlandsgeheimdienst MI5 untersucht Medienberichten zufolge unterdessen mögliche Versäumnisse in Zusammenhang mit dem Fall Abedi. Innenministerin Amber Rudd hatte zuvor eingeräumt, dass Abedi den britischen Sicherheitsbehörden bekannt gewesen sei. Kritiker hatten den Behörden vorgeworfen, trotz mehrerer Warnungen aus dem Umfeld Abedis nicht eingeschritten zu sein.

Aufgrund der Fortschritte bei den Ermittlungen hatte Großbritannien am Samstag seine höchste Terrorwarnstufe aufhoben. Experten senkten die Gefahreneinschätzung von «kritisch» auf «ernst». Bei der Terrorstufe «ernst» ist ein Anschlag immer noch sehr wahrscheinlich, steht aber nach Einschätzung von Experten nicht unmittelbar bevor.

Die Sicherheitslage in Großbritannien war wegen des langen Wochenendes durch den gesetzlichen Feiertag am Montag noch stark angespannt.

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