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47 Flüchtlinge an Bord

«Leidensweg vorbei»: Migranten von «Sea-Watch» an Land

Ein Schiff der italienischen Küstenwache nähert sich dem Rettungsschiff "Sea Watch 3" vor der Küste Siziliens. Foto: Salvatore Cavalli/AP
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Ein Schiff der italienischen Küstenwache nähert sich dem Rettungsschiff «Sea Watch 3» vor der Küste Siziliens. Foto: Salvatore Cavalli/AP

Die Migranten an Bord des Rettungsschiffs der deutschen Hilfsorganisation «Sea-Watch» dürfen nach fast zwei Wochen aussteigen.

Rom - Nach einer fast zwei Wochen langen Blockade auf dem Meer durften 47 Migranten von Bord des Rettungsschiffes der deutschen Hilfsorganisation Sea-Watch gehen.

Die «Sea-Watch 3» lief heute in der sizilianischen Stadt Catania ein, nachdem Italien sich mit anderen EU-Staaten auf die Verteilung der Migranten an Bord geeinigt hatte. Auch Deutschland übernimmt einen Teil der Geflüchteten. Wie viele war weiter unklar.

«Wir sind froh, dass der Leidensweg für unsere Gäste vorbei ist, wir wünschen ihnen das beste», twitterte Sea-Watch. Ein Großteil der Migranten kam in ein Aufnahmezentrum in der sizilianischen Stadt Messina, die unbegleitete Minderjährigen in ein Zentrum in Catania, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Auf Bildern war zu sehen, wie sie beim Aussteigen die Crewmitglieder umarmten.

Neben Deutschland hatten sich Frankreich, Italien, Malta, Luxemburg, Portugal, Rumänien und Litauen zur Übernahme einiger Migranten bereiterklärt.

In Catania befürchtete Sea-Watch juristische Probleme. «Die #SeaWatch 3 wurde nach Catania beordert. Weg von einem sicheren Hafen (Dutzende Städte wollen zusätzliche Geflüchtete aufnehmen – Das sind ihre Gründe), in eine Stadt, deren Staatsanwalt bekannt für seine Agenda gegen NGOs ist», twitterte die Berliner Organisation. «Wenn das kein politischer Schachzug ist, wissen wir auch nicht. Wir hoffen das Beste und bereiten uns aufs Schlimmste vor.»

Staatsanwalt Carmelo Zuccaro aus Catania hatte mehrmals gegen NGOs ermittelt. So hatte er zum Beispiel vorübergehend ein Schiff der spanischen NGO Open Arms beschlagnahmen lassen. Auch hatte er den Hilfsorganisationen SOS Mediterranee/Ärzte ohne Grenzen vorgeworfen, mit ihrem Schiff «Aquarius» illegal gefährlichen Müll in Italien entsorgt zu haben. Die «Aquarius» stellte danach ihre Mission ein.

Italiens rechter Innenminister Matteo Salvini hat bereits Ermittlungen gegen Sea-Watch gefordert und lässt prüfen, wie «für Italien nicht ungefährliche» Schiffe blockiert werden könnten.

dpa

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