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Mexiko verurteilt Trumps Mauerbau-Pläne: „Akt der Aggression“

Der mexikanische Präsident Enrique Pena Nieto wollte Trump besuchen - doch die Mauerbau-Pläne machen sein Land wütend.
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Der mexikanische Präsident Enrique Pena Nieto wollte Trump besuchen - doch die Mauerbau-Pläne machen sein Land wütend.

Mexico City - In Mexiko ist die Wut über Trumps Grenzmauer-Dekret groß. Der Ruf wird immer lauter, dass der Staatschef ein geplantes Treffen mit Trump absagen soll - aus Protest.

Update: Donald Trump feiert sich als neues US-Präsident - sein zehnjähriger Sohn Barron ist unterdessen Opfer von Hohn und Spott geworden. Ein bitterböser Tweet über Barron Trump hat in den USA zu einem Skandal geführt. Viele sorgen sich inzwischen um das Wohlergehen des jüngsten Präsidenten-Sprößlings.

Die mexikanische Regierung hat empört auf die Anordnung des neuen US-Präsidenten Donald Trump zum Bau einer Grenzmauer reagiert. "Ich bedaure und verurteile die Entscheidung der Vereinigten Staaten, den Bau der Mauer voranzutreiben, die uns seit Jahren trennt statt uns zu vereinen", erklärte Mexikos Staatschef Enrique Peña Nieto am Mittwoch (Ortszeit) in einer Videobotschaft. Mexiko werde den Mauerbau nicht finanzieren.

Trump hatte am Mittwoch den Bau einer gigantischen Mauer an der Grenze zu Mexiko angeordnet, um die illegale Einwanderung zu bekämpfen. Dem Fernsehsender ABC News sagte der neue US-Präsident, der Mauerbau an der 3200 Kilometer langen Grenze solle bereits in den kommenden Monaten beginnen. Der US-Präsident will, dass Mexiko die Kosten voll übernimmt.

"Ich habe es wieder und wieder gesagt: Mexiko wird für keine Mauer bezahlen", betonte Peña Nieto in seiner Videobotschaft. Mexiko verdiene es, als "vollkommen souveränes Land" respektiert zu werden, so wie es andere Länder respektiere.

Präsident Pena Nieto wollte Trump treffen - aber jetzt?

Aus Verärgerung über die Grenzmauer-Pläne forderten mexikanische Oppositionspolitiker Peña Nieto auf, ein für kommende Woche geplantes Treffen mit Trump abzusagen. Die mögliche Präsidentschaftskandidatin bei der Wahl 2018, Margarita Zavala von der christdemokratisch-konservativen Nationalen Aktionspartei (PAN), twitterte vor der Unterzeichnung des Dekrets, Trumps Ankündigung des Mauerbaus so kurz vor dem Treffen mit Peña Nieto sei ein "Affront". "Der Besuch muss überdacht werden", schrieb sie unter dem Hashtag #noalmuro (Nein zur Mauer).

Senator Miguel Barbosa nannte den geplanten Mauerbau und Trumps Einwanderungspolitik "Akte der Aggression gegen Mexiko, Lateinamerika, die Welt und die Freiheit".

Der Präsident selbst wartet ab

Peña Nieto äußerte sich nicht direkt zu seinem geplanten US-Besuch. Er wolle den Bericht einer mexikanischen Delegation abwarten, die sich mit Vertretern der neuen Regierung in Washington getroffen hatte, bevor er über die "nächsten Schritte" entscheide.

Außenminister Luis Videgaray und Wirtschaftsminister Ildefonso Guajardo waren am Mittwoch zu einem zweitägigen Besuch in die US-Hauptstadt gereist, um die Begegnung der beiden Präsidenten vorzubereiten.

afp

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