Mehr Gewalt gegen Flüchtlinge

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Bundesinnenminister Thomas de Maiziere: Es darf "auch keine klammheimliche Zustimmung geben". Foto: Michael Kappeler

Berlin (dpa) - Fremdenfeindliche Kriminelle haben dieses Jahr bereits mehr als 490 Straftaten gegen Flüchtlingsheime begangen. Dies sei ein "massiver Anstieg", der ihn beunruhige, sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Zwei Drittel der Tatverdächtigen seien "Bürger aus der Region, die sich bisher nichts zuschulden kommen ließen".

Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) sprach von einer "bitteren Bilanz". Er erklärte in Berlin: "Der Anstieg ist beschämend für unser Land. Jede fremdenfeindliche Attacke auf ein Flüchtlingsheim ist ein Angriff auf unsere Grundwerte." Man werde jedoch "weder den geistigen noch den tatsächlichen Brandstiftern das Feld überlassen. Wer eine Straftat begeht, wer Flüchtlinge und Helfer attackiert, muss mit der ganzen Härte des Rechtsstaates rechnen."

De Maizière betonte in dem Interview, den Tätern müsse begreiflich gemacht werden, "dass sie inakzeptable Straftaten begehen: Körperverletzungen, Mordversuche, Brandanschläge." Es dürfe "auch keine klammheimliche Zustimmung geben".

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