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Mali: Tuareg rufen eigenen Staat Azawad aus

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Bamako - Tuareg-Rebellen haben am Freitag im Norden von Mali einen unabhängigen Staat Azawad ausgerufen. Sie warfen der Regierung vor, die Tuareg auszulöschen.

Bei verschiedenen Dürreperioden etwa habe sie die Tuareg verhungern lassen wollen. In einer Erklärung der NMLA im Internet hieß es, angesichts der völligen Befreiung des Gebiets von Azawad „erklären wir unwiderruflich die Unabhängigkeit des Staates Azawad von heute an, Freitag, den 6. April 2012.“

Rebellen der Tuareg brachten in den vergangenen Wochen den Norden von Mali unter ihre Kontrolle und eroberten die dort gelegenen Städte. Sie profitierten dabei von einem Putsch am 21. März in der Hauptstadt Bamako, wodurch zeitweise die staatliche Ordnung in Mali zusammenbrach. Angeführt wurden die Tuareg-Rebellen von Offizieren, die in Libyen für den gestürzten Machthaber Muammar Gaddafi gekämpft hatten und dann, nach dessen Tod, schwer bewaffnet wieder in ihre Heimat im Norden Malis zurückgekehrt waren.

Angeführt wird die NMLA von Billal Ag Acherif, einem früheren Oberst der libyschen Streitkräfte. In der von ihm unterzeichneten Unabhängigkeitserklärung heißt es, die schlechte Regierung in Mali in den vergangenen 50 Jahren, die Korruption, die heimliche militärische, politische und finanzielle Verschwörung habe die Existenz des Volkes von Azawad gefährdet und sei auch eine Gefahr für die Stabilität der Region und des internationalen Friedens gewesen.

dapd

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