Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Kriminalbeamte warnen

Mali-Einsatz erhöht Anschlagrisiko

+
Soldaten der französischen Armee bei der Ankunft in Senegal

Berlin - Kriminalbeamte warnen nun doch davor, dass die Beteiligung der Bundeswehr am Mali-Einsatz die Gefahr von Anschlägen hierzulande erhöht. Das Innenministerium hatte dies zuvor geleugnet.

Die Beteiligung der Bundeswehr am Mali-Einsatz erhöht aus Sicht des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK) die Gefahr islamistischer Anschläge. „Ähnlich als 2006 die Bundeswehr erstmalig die internationale Schutztruppe ISAF in Afghanistan befehligte, wird der Einsatz der Bundeswehr in Mali die islamistischen Kräfte in der Bundesrepublik Deutschland auf den Plan rufen und die Wahrscheinlichkeit eines islamistischen Anschlags auf deutschem Boden oder gegen deutsche Einrichtungen im Ausland erhöhen“, warnte der BDK-Bundesvorsitzende André Schulz.

„Der Terrorgefahr gilt es professionell zu begegnen.“ Die Sicherheitsbehörden müssten mit entsprechenden rechtlichen Möglichkeiten, wirksamen technischen Möglichkeiten, speziell geschultem Fachpersonal und ausreichend finanziellen Mitteln ausgestattet werden, sagte Schulz in einer Mitteilung.

Innenministerium leugnet erhöhte Terrorgefahr in Deutschland

Dagegen hatte das Bundesinnenministerium am Dienstag auf dpa-Anfrage erklärt, die Unterstützung für den Militäreinsatz in Mali bringe Deutschland nicht in erhöhte Terrorgefahr. Aktuell gebe es keine Erkenntnisse oder Hinweise, die auf eine konkrete Gefährdung deutscher Interessen durch die Militärintervention in dem afrikanischen Staat hindeuten, sagte ein Ministeriumssprecher.

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) wies in der Chemnitzer „Freien Presse“ (Mittwoch) darauf hin, dass eine Vielzahl von Salafisten aus Deutschland nach Ägypten ausgereist sei, „möglicherweise einige auch weiter in Richtung Mali“. Die Sicherheitsbehörden wüssten, dass sie an der Produktion von Drohvideos beteiligt seien, die im Internet verbreitet werden. Die deutschen Sicherheitsbehörden beobachteten, wie sich die Bedrohung entwickele.

dpa

Kommentare