De Maizière: Gorch Fock nicht mehr Chefsache

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Unter dem neuen Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) ist die Aufklärung der “Gorch Fock“-Affäre keine Chefsache mehr.

Berlin - Unter dem neuen Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) ist die Aufklärung der “Gorch Fock“-Affäre keine Chefsache mehr. Die Vorwürfe hätten sich “zum großen Teil“ als unhaltbar erwiesen.

Der in der vergangenen Woche vorgelegte Untersuchungsbericht einer Marine-Kommission sei “deutlich auf der Ebene unterhalb des Ministers in Behandlung“, sagte der stellvertretende Ministeriumssprecher Christian Dienst am Montag in Berlin. “Ob und wann sich der Minister damit beschäftigt, das werden wir sehen.“

De Maizières Vorgänger Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hatte die Affäre um angebliche Missstände auf dem Segelschulschiff im Januar zur Chefsache gemacht und unter anderem den Kapitän Norbert Schatz für die Zeit der Ermittlungen abgesetzt. Sprecher Dienst betonte jetzt, man solle nicht annehmen, “dass die Mechanismen, die in der Zeit zu Guttenberg gegriffen haben, auch in der Zeit de Maizière greifen werden“.

In dem Untersuchungsbericht, der der Nachrichtenagentur dpa vorliegt, wird der Verdacht unhaltbarer Missstände auf der “Gorch Fock“ widerlegt. Die Vorwürfe hätten sich “zum großen Teil“ als unhaltbar erwiesen. Die Ermittler mahnen trotzdem eine Verbesserung der Dienstaufsicht an. Am Mittwoch wird sich der Verteidigungsausschuss des Bundestags mit dem 98-seitigen Bericht befassen, für den 221 Offiziersanwärter und 192 Angehörige der Stammbesatzung befragt wurden.

dpa

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