Präsident von Venezuela provoziert

Maduro: Obama ist der "Ober-Teufel" 

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Venezuelas Präsident Nicolás Maduro provoziert US-Präsident Barack Obama

Caracas - Venezuelas linker Präsident Nicolás Maduro hat US-Präsident Barack Obama auf provokante Weise vorgeworfen, hinter den Oppositionsgruppen zu stecken, die das Land destabilisieren wollten.

„Es gibt keinen Zweifel, dass es Obama selbst ist, der als Marionette dieser imperialen Macht hinter der Finanzierung dieser Rechten steht, die die Demokratie zerstören will“, sagte Maduro am Samstag (Ortszeit) in Caracas. Er bezichtigte außerdem Kolumbiens Ex-Präsidenten Álvaro Uribe, ein Mordkomplott gegen ihn in zu unterstützten.

Maduro sagte, es sei „bedauerlich“, dass sich Obama von den extremen Positionen des Pentagon und des US-Geheimdienstes CIA habe mitreißen lassen. Er sei aber bereit, mit dem US-Präsidenten zu reden. „Wir können uns sogar mit dem obersten Chef der Teufel, Obama, zusammensetzen“, sagte er.

Zuvor hatte Außenminister Elías Jaua Obama bezichtigt, er ermuntere „das Aufkommen eines Pinochet in Venezuela“, wenn er die Legitimität der jüngsten Präsidentenwahlen in dem südamerikanischen Land anzweifele. General Augusto Pinochet hatte 1973 in Chile mit Billigung der USA den demokratisch gewählten marxistischen Präsidenten Salvador Allende gestürzt. Am Freitag hatte Maduro erklärt, er sehe sich als Ziel einer Mordverschwörung. Es gebe Beweise, dass von Miami (US-Staat Florida) und Bogotá (Kolumbien) aus Pläne gesteuert würden, um ihn physisch zu beseitigen. „Uribe steht hinter einem Plan, mich zu ermorden“, sagte er in Caracas.

Uribe nannte er wörtlich einen „Mörder“, mit dem auch die politische Rechte Venezuelas in Verbindung stehe. „Sie sagen, wenn sie mich aus dem Weg räumen, wird in Venezuela das Chaos regieren, aber sie werden es nicht schaffen, das wird nicht passieren.“

Schon Maduros im März gestorbener Vorgänger Hugo Chávez hatte sich heftige Wortgefechte mit Uribe geliefert, der von 2002 bis 2010 Präsident Kolumbiens war. Uribe selbst bezeichnete die Anschuldigung der „abwegigen Diktatur“ als „unreif“. Es gebe nur eine einzige Antwort: „Wiederholt die Wahl.“

Die Präsidentenwahl am 14. April hatte Maduro knapp mit 225 000 Stimmen Vorsprung vor dem Oppositionskandidaten Henrique Capriles Radonski gewonnen. Die Opposition erkennt die Wahl nicht an und reichte beim Obersten Gerichtshof Venezuelas Klage ein.

dpa

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