Kandidatenvorstellung Landtagswahl 2018: Stimmkreis Mühldorf

24 Fragen an Thomas Drechsler (Bayernpartei)

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Thomas Drechsler, Direktkandidat der Bayernpartei im Stimmkreis Mühldorf am Inn hat sich den Fragen von innsalzach24.de gestellt.

Mühldorf am Inn/Bayern - In Bayern wird am Sonntag, 14. Oktober, ein neuer Landtag gewählt. Im Stimmkreis 122 Mühldorf am Inn bewerben sich elf Direktkandidaten für einen Sitz im bayerischen Landesparlament. Wir stellen die Kandidaten einzeln vor. Dieses Mal: Thomas Drechsler (Bayernpartei).

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Die Antworten auf den Fragebogen von innsalzach24.de

1. Name

Thomas Drechsler 

2. Partei 

Bayernpartei 

3. Alter 

46 Jahre 

4. Wohnort 

Mühldorf am Inn 

5. Familienstand 

Ledig 

6. Kinder 

Keine 

7. Wie verlief Ihre politische Karriere? 

Ich bin auf Grund meiner Politischen Unzufriedenheit zur Bayernpartei. War aber schon in meiner Jugend und als junger erwachsener immer an Politik interessiert. Ich bin 2015 in die Bayernpartei eingetreten und wurde im Dezember 2015 zum Kreisvorsitzenden gewählt. 

8. Wer sind Ihre politischen Vorbilder? 

Da gibt es mehrere zum Beispiel Karl Theodor von und zu Gutenburg, Helmut Schmidt und Joseph Baumgartner 

9. Was verbindet Sie mit der Region? Was ist das Besondere bei uns?

Ich liebe Oberbayern das ist meine Heimat und da bin ich Aufgewachsen. Mühldorf wurde beruflich zu meiner Wahlheimat in der ich in kürzester Zeit viele Freunde gefunden habe. 

10. Warum sind genau Sie der Richtige? 

Ich stehe für mehr Mitspracherecht der Bürger. Für den Erhalt unserer Traditionen, unserer Sprache, unserer Lebensfreude. Bayern ist ein Freistaat und das soll er auch bleiben und nicht die Macht an Berlin abgegeben werden. 

Bayrisch ist kein Dialekt, sondern eine eigene Sprache mit vielen Dialekten. Ich stehe für ein freies Bayern und freie Bürger ohne Überwachung. Abschaffung des PAG (Polizeiaufgabengesetz) denn wir brauchen keinen Überwachungsstaat nach dem Modell DDR. Deshalb Freiheit wählen. 

11. Was sind Ihre drei wichtigsten politischen Ziele? 

Bezahlbarer Wohnraum für alle Bürger! Erhalt von Krankenhäusern und Verbesserung der Altenpflege. Dem Erhalt unserer Sprache und den einzelnen Dialekte. Sicherheit für Bürger statt Kontrollverlust. 

Ein Ja zur bäuerlichen Landwirtschaft und den Erhalt der Familienbetriebe. Eine Flüchtlingspolitik mit Augenmaß und Verstand. Und das Ganze für ein Freies Bayern in einem freien Europa. 

12. Was wollen Sie für die Menschen in der Region erreichen? 

Eine sichere Zukunft, ohne Angst vor Altersarmut, ohne Angst auf die Straße zu gehen, ohne Angst vor der totalen Überwachung. Die Bürger sollen in Freiheit und Frieden Ihre Zukunft gestalten können. Die Infrastruktur muss verbessert werden. Nicht nur mit einer Autobahn und Zweigleisigem Bahnausbau sondern auch in den Städten und Gemeinden muß der Verkehr besser laufen und die Busverbindungen verbessert werden. 

13. Thema Wohnen: Wie kann in der Region bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden? 

Die Vermieter müssen in die Verantwortung genommen werden, den Wohnraum ohne Mieterhöhung zu renovieren und auf dem aktuellen Stand zu bringen. (Hierfür bekommen sie schließlich ihre Mieteinnahmen). Es muss weitaus mehr sozialer Wohnraum gebaut werden. Hier müssen Städte und Gemeinden mit dem Landkreis und der Regierung zusammen in die Verantwortung gehen! Dies steht in der bayerischen Verfassung §106 und sollte auch umgesetzt werden.

14. Thema Infrastruktur: Wie wollen Sie den Breitbandausbau in der Region weiter vorantreiben, welche Schritte sind am dringendsten? 

Hier müssen vom Staat die Rahmenbedingungen geschaffen werden um den Weiterausbau voran zu treiben und nicht immer alles Privatisieren. Hier sollte der Staat Gelder zur Verfügung stellen und ggf. Die Aufträge erteilen und einen festen Zeitplan setzen. 

15. Thema Gesundheit: Welche Maßnahmen kann die Politik gegen den Ärztemangel ergreifen und umsetzen? 

Hier halte ich das skandinavische Gesundheitswesen für sehr gut und daran sollte man sich orientieren. Dort sind die Gemeinden und Regionen für Arztpraxen und Ärzte zuständig und bekommen hierdurch auch geregelte Arbeitszeiten. Das, was von unseren Ärzten und Pflegern zum größten Teil abverlangt wird, ist aus meiner Sicht auf Dauer untragbar. Der Staat hat die Pflicht, seiner sozialen Verantwortung gegenüber den Bürgern nachzukommen. 

16. Thema Ökologie: Auf welche Weise kann dem Flächenfraß in Bayern entgegenwirkt werden? 

Die Schönheit der Natur ist einer der bedeutendsten Reichtümer unseres Landes und zugleich unsere unverzichtbare Existenzgrundlage. Diese gilt es zu erhalten und darf nicht durch Willkür unter Beton und Asphalt verschwinden. Der Flächenfraß ist ein Problem für die Landwirtschaft und die Tierwelt, das sofort gestoppt werden muss. Keine Industriegebiete mitten in der Natur auf der grünen Wiese! 

17. Thema Landwirtschaft: Wie schaffen Sie den Spagat zwischen dem Umweltschutz, Tourismus und der Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe? 

Unsere Landwirtschaft bildet die unverzichtbare Grundlage unserer Ernährung. Außerdem ist die bäuerliche Landwirtschaft für die Pflege und den Erhalt unserer Kulturlandschaft unentbehrlich. Die Direktvermarktung eigener landwirtschaftlicher Produkte und die hofeigene Verarbeitung verschafft Landwirten ein weiteres berufliches Standbein und bietet neue Möglichkeiten des Einkommenszuwachses. Gentechnik unterwirft die Landwirte den Interessen der einschlägigen Großkonzerne und bringt diese in deren Abhängigkeit. 

18. Thema Soziales: Die bayerischen Vereine stehen aufgrund der starken Regulierungen aktuell vor großen Hürden. Wie wollen Sie das Vereinsleben auch in Zukunft fördern? 

Wir müssen weg von dem Regulierungswahn. Wir haben Jahrzehnte lang mit unseren Vereinen Feste in verschiedenen Variationen gefeiert, wovon ja alle Vereine leben. Dies muss wieder hergestellt werden. Die Vereine sollen selbst entscheiden können, wie, wo und wann ein Grillfest oder eine andere Feier durchgeführt wird. Für die Sicherheit der Feste waren jahrzehntelang Feuerwehren und Gemeinden zuständig und plötzlich sind diese nicht mehr kompetent. 

Ich denke, die Sicherheit von solchen Festen haben wir von unseren Eltern gelernt und diese von unseren Großeltern. So kann man auch die Zukunft der Vereine sichern. 

19. Thema Migration: Wie stehen Sie zu der Asylpolitik von Markus Söder, wie kann zum Beispiel die Rückführung der abgelehnten Asylbewerber gelöst werden? 

Menschen in Not zu helfen ist unsere „Christenpflicht“. Trotzdem kann und darf unser Land nicht für alle offen stehen, die aus unterschiedlichen Gründen zu uns kommen wollen. Nur wer einen Anspruch auf Asyl hat kann daher unser Gastrecht nutzen. Die Einreise ohne gültige Ausweisdokumente lässt sich mit einer echten Grenzkontrolle durch einer bayrischer Grenzpolizei verhindern. 

Eine deutliche Aufstockung unserer Polizeikräfte ist hierfür Voraussetzung. Wer bei uns Schutz sucht, ist verpflichtet sich zu integrieren. Dazu gehört auch die Bereitschaft, für sein eigenes Einkommen zu sorgen. Ein Abbau bürokratischer Hürden sorgt für eine schnellere Bearbeitung der Asylanträge. Kriegsflüchtlinge werden nach einem Frieden in Ihrer Heimat zum Wiederaufbau benötigt. Daher ist eine Rückkehr in das Heimatland also Pflicht. 

Illegale und kriminelle Flüchtlinge haben keinerlei Anspruch auf ein Bleiberecht und Geldanspruch und müssen daher umgehend unser Land verlassen. 

20. Thema Arbeit: Ist das bedingungslose Grundeinkommen der richtige Weg? Wie sähe die Alternative aus? 

Das bedingungslose Grundeinkommen (BGE) ist ein sozialpolitisches Finanzkonzept, nach dem jeder Bürger (unabhängig von seiner wirtschaftlichen Lage) eine gesetzlich festgelegte und für jeden gleiche vom Staat ausgezahlte finanzielle Zuwendung erhält, ohne dafür eine Gegenleistung erbringen zu müssen. Wer oder wie soll dies Finanziert werden? Das hört sich schön an ist aber schlichtweg auf Dauer nicht finanzierbar. 

Meiner Meinung nach und hierfür steht auch die Bayernpartei, wäre ein regional gestaffelter Mindestlohn besser. Da die Einkommenssituationen regional höchst unterschiedlich sind sollten die Mindestlöhne regional gestaffelt werden. 

21. Thema Bildung: Wie wollen Sie die Bildungslandschaft im Freistaat stärken? 

Wir müssen das Handwerk wieder Stärken. Was nutzt es wenn alle zum Beispiel Maschinenbau studieren und keiner diese Maschinen bauen kann. Wir müssen weg von dem Denken, ein Hochschuhlabschluss mit Studium ist mehr wert als eine qualifizierte Handwerksausbildung oder gar ein Meister. Das eine funktioniert ohne dem anderen nicht. 

Denn ein handwerkliches Geschick ist genauso viel wert wie ein Geistiges. Das muss in der Grundschule schon gefördert werden. Ebenso muss wieder mehr Allgemeinwissen gelehrt werden. 

22. Thema Familie: Wie stehen Sie zu dem bayerischen Familiengeld; an welchen Stellen muss nachgebessert werden?

Das Familiengeld ist eine gute Sache, aber es sollte allen Familien für Ihre Kinder zustehen, egal in welchem Alter und nicht erst ab 1. Oktober 2015 geborenen Kindern.

23. Thema Versorgung: Was halten Sie vom Landespflegegeld? 

Das Landes Pflegegeld ist ein Guter Ansatz aber es ist für bedürftige Familien viel zu wenig. 1000 Euro sind für einen Pflegebedürftigen ein schönes Zuckerl, aber man sollte dies erhöhen, um hier in der Pflege flexibler zu werden. Man darf nicht vergessen, wir alle können pflegebedürftig werden und hier wäre es von Vorteil die Pflege mit staatlicher Unterstützung zu verbessern. 

24. Brauchen wir einen Regierungswechsel im Landtag? 

Ja, denn bisher ist die CSU gegenüber Berlin immer wieder eingeknickt und hat sich Merkels vorgaben gebeugt. Damit muss Schluss sein. Bayern muss eigenständig handeln und darf nicht seine Eigenständigkeit an Berlin abgeben. Ein freies Bayern für freie Bürger deshalb Freiheit wählen.

Anmerkung der Redaktion: Die Antworten des Kandidaten/der Kandidatin wurden 1:1 von der Redaktion übernommen, inhaltlich nicht überarbeitet und müssen deswegen nicht die Meinung der Redaktion widerspiegeln.

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