Kandidatenvorstellung Landtagswahl 2018: Stimmkreis Mühldorf

24 Fragen an Dr. Marcel Huber (CSU)

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Dr. Marcell Huber, Direktkandidat der CSU im Stimmkreis Mühldorf am Inn hat sich den Fragen von innsalzach24.de gestellt.

Mühldorf am Inn/Bayern - In Bayern wird am Sonntag, 14. Oktober, ein neuer Landtag gewählt. Im Stimmkreis Mühldorf am Inn bewerben sich elf Direktkandidaten für einen Sitz im bayerischen Landesparlament. Wir stellen die Kandidaten einzeln vor. Dieses Mal: Dr. Marcel Huber (CSU).

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Die Antworten auf den Fragebogen von innsalzach24.de

1. Name

Dr. Marcel Huber, MdL 

2. Partei 

CSU 

3. Alter

60 Jahre 

4. Wohnort 

Ampfing 

5. Familienstand 

Verheiratet 

6. Kinder 

Drei

7. Wie verlief Ihre politische Karriere? 

- Seit 2003 Kreisvorsitzender des CSU-Kreisverbandes Mühldorf a. Inn.

- Seit 2003 Abgeordneter im Bayerischen Landtag. 

- Seit 2008 Kreisrat im Landkreis Mühldorf a. Inn und Gemeinderat der Gemeinde Ampfing. 

- Seit 2007 Mitglied der Bayerischen Staatsregierung in den Kabinetten von Dr. Günther Beckstein, Horst Seehofer und Dr. Markus Söder:

- Staatssekretär im Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz. 

- Staatssekretär im Staatsministerium für Unterricht und Kultus. 

- Staatsminister, Leiter der Staatskanzlei. 

- Staatsminister für Umwelt und Gesundheit. Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz. 

- Staatsminister, Leiter der Bayerischen Staatskanzlei, Minister für Bundesangelegenheiten und Sonderaufgaben

- Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz

8. Wer sind Ihre politischen Vorbilder?

Ich orientiere mich nicht an einzelnen Personen, sondern an Idealen

9. Was verbindet Sie mit der Region? Was ist das Besondere bei uns?

Unsere Region ist meine Heimat. Hier bin ich verwurzelt und tief verbunden mit den Menschen, der Natur und der Kultur. Hier will ich mich für die Menschen und die Gestaltung der Zukunft engagieren. Deshalb habe ich mich entschieden, in die Politik zu gehen. Noch heute gilt für mich, das Beste für mein Land, für Bayern, zu geben. Unsere Region ist liebens- und schätzenswert und das soll auch so bleiben.

10. Warum sind genau Sie der Richtige?

Ich bin in Mühldorf geboren und in die Schule gegangen, ich lebe seit über 60 Jahren in Ampfing und bin auf’s Engste mit dem Leben in meiner Heimat vertraut. Ich habe mich in vielfältiger Weise vor Ort engagiert, in Musikgruppen, Vereinen und nicht zuletzt in verantwortlichen Funktionen bei der Feuerwehr – als Jugendwart und als langjähriger Kommandant. Über 20 Jahre lange habe ich in der Region als Tierarzt gearbeitet und kenne die Sorgen und Nöte der Bevölkerung im ländlichen Raum. Als Vater von drei erwachsenen Kindern weiß ich um die Anliegen von Familien mit Kindern.

Aufgrund dieser vielfältigen Erfahrungen und meiner engen Bindung an meine Heimat, glaube ich der Richtige zu sein, diese Region in München zu vertreten.

11. Was sind Ihre drei wichtigsten politischen Ziele?

 Ich wünsche mir eine Gesellschaft, in der man in Respekt und Achtung voreinander die Probleme der Zeit löst – mit Maß, Mitte und Vernunft. Diesen gesellschaftlichen Zusammenhalt möchte ich bewahren, er ist der Grundstein für ein friedliches Zusammenleben. Wir brauchen wieder eine gute Diskussionskultur in der politischen Auseinandersetzung. Einen sachlichen, fairen Austausch von Argumenten anstelle von Aufhetzen und Spalten.

Thematisch gilt für mich, die Zukunft zu gestalten: die Digitalisierung voranzutreiben und Bildung und Sicherheit auf höchstem Niveau zu garantieren. Dabei müssen wir die hohe Lebensqualität in Bayern bewahren und unsere einzigartige Landschaft, unser Wasser und unsere Artenvielfalt für unsere Kinder und Enkel erhalten.

Was wollen Sie für die Menschen in der Region erreichen? Unsere Region braucht eine starke Stimme in München. Für die Menschen in unserer Region ist mir besonders wichtig: Wir müssen Ausbildungs- und Bildungsangebote in Südostbayern so breit und attraktiv gestalten, dass junge Menschen nach der Schule hier auch weiterlernen und schließlich arbeiten können. Ein wichtiges Ziel ist, Arbeitsplätze in der Region zu erhalten und neue zu schaffen. Ich will zudem eine „Heimat mit Anschluss“ an eine gute Infrastruktur. Ich will eine hochwertige medizinische Versorgung, ein schnelles Internet für alle, Sicherheit und Zukunftstechnologie für eine gute wirtschaftliche Entwicklung. Dafür müssen wir gemeinsam anpacken.

13. Thema Wohnen: Wie kann in der Region bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden? 

Wohnen ist ein elementares Grundbedürfnis. Für mich steht fest: Wir brauchen bezahlbare Wohnungen im ganzen Land. Das Kabinett hat deshalb ein Paket geschnürt, um Menschen ihre Sorgen beim Thema Wohnen zu nehmen. Die neu ins Leben gerufene bayerische Wohnungsbaugesellschaft ‚BayernHeim‘ wird in ganz Bayern für Wohnungen für Menschen mit geringerem Einkommen sorgen. Und wir setzen konsequent darauf, Bauwillige zu unterstützen und ihnen das Bauen zu erleichtern, zum Beispiel mit dem Bayerischen Baukindergeld Plus und der Bayerischen Eigenheimzulage.

14. Thema Infrastruktur: Wie wollen Sie den Breitbandausbau in der Region weiter vorantreiben, welche Schritte sind am dringendsten? 

Mit dem Masterplan Bayern Digital II wurde 2017 die zweite Stufe gezündet, es werden bis zum Jahr 2022 mindestens 5,5 Mrd. Euro investiert. Mehr als 2000 Kommunen nutzen das Breitbandförderprogramm. Allein für den Landkreis Mühldorf am Inn mit seinen 31 Gemeinden steht ein Förderhöchstbetrag von 26,7 Mio. Euro bereit. Viele der Gemeinden haben sich auch schon zu interkommunaler Zusammenarbeit entschlossen, was wiederum eine Erhöhung des Förderhöchstbetrages um weitere 50.000 Euro

bedeutet. 

15. Thema Gesundheit: Welche Maßnahmen kann die Politik gegen den Ärztemangel ergreifen und umsetzen?

Das Thema Hausärzte wird schon seit Jahren sehr ernst genommen, mit meiner Unterstützung wurde im Landkreis Mühldorf einige Konzepte auf den Weg gebracht, die dem Hausärztemangel entgegen wirken sollen. Es wurde das Förderkonzept für Landärzte und die medizinische Versorgung im Landkreis „InnDoc“ erarbeitet und angeboten. Ich verweise auf „Gesundheitsregion plus“, ein Netzwerk, das als Plattform für Austausch, Koordination und Steuerung der Gesundheitsvorsorge und –versorgung in der Region dient. Dazu kommt, die von mir in meiner Zeit als Staatsminister für Umwelt und Gesundheit auf den Weg gebrachte Niederlassungsprämie für Landärzte und das Stipendienprogramm für Medizinstudenten, die später auf dem Land praktizieren.

16. Thema Ökologie: Auf welche Weise kann dem Flächenfraß in Bayern entgegenwirkt werden?

Der Flächenverbrauch muss gesenkt werden. Verbote und starre Flächengrenzen sind aber der falsche Weg. Sie gehen zu Lasten der Kommunen und der Bürger vor Ort. Das Kabinett hat zwei Förderinitiativen beschlossen, die Anreize für Flächensparen schaffen: Mit einer Entsiegelungsprämie von insgesamt 25 Millionen Euro pro Jahr sollen Kommunen beim Rückbau unter anderem von Brachflächen oder übergroßen Verkehrsflächen unterstützt werden. Außerdem werden Gemeinden beim Flächensparen mit einem erhöhten Fördersatz unterstützt - mit 100 Millionen Euro. So sollen leerstehende Gebäude und Brachen in Ortskernen wieder nutzbar gemacht werden.

17. Thema Landwirtschaft: Wie schaffen Sie den Spagat zwischen dem Umweltschutz, Tourismus und der Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe? 

Ein wichtiger Grund, warum sich die Menschen vor Ort, aber auch unsere Besucher, so wohl fühlen ist die intakte Natur und Landschaft. Wir leben in einer seit Jahrhunderten von bäuerlichen Familienbetrieben bewirtschafteten Kulturlandschaft. Dabei ist es ganz normal, dass es manchmal zu Interessenskonflikten zwischen Landnutzern, Naturschutz und den Anforderungen des Trinkwasser- und Gewässerschutzes kommt. Bisher ist es uns gelungen, einen fairen Ausgleich zwischen den Interessen der verschiedenen Partner zu finden. Aus hier helfen Extrempositionen nicht weiter, die Lösung liegt auch hier in Maß, Mitte und Vernunft.

18. Thema Soziales: Die bayerischen Vereine stehen aufgrund der starken Regulierungen aktuell vor großen Hürden. Wie wollen Sie das Vereinsleben auch in Zukunft fördern? 

Unser klares Ziel ist weniger Bürokratie. Weniger Bürokratie für Ehrenamtliche und für Unternehmen. Das erreichen wir durch die 9-Punkte-Agenda der Staatsregierung für weniger Bürokratie im Handwerk und Hartnäckigkeit gegenüber Bund und EU. Das Thema ist mir sehr wichtig. Deshalb habe ich in meiner Zeit in der Staatskanzlei einen Runden Tisch einberufen und eine breite Initiative gestartet. Ein Sorgentelefon Ehrenamt hilft jetzt als direkter Ansprechpartner bei ehrenamtlichen Brauchtums- und Vereinsfeiern und ein Leitfaden zeigt auf einen Blick, was die Veranstalter alles an Vorgaben beachten müssen.

19. Thema Migration: Wie stehen Sie zu der Asylpolitik von Markus Söder, wie kann zum Beispiel die Rückführung der abgelehnten Asylbewerber gelöst werden?

 Es sollte für jeden Staat selbstverständlich sein, zu wissen, wer ins Land kommt. Da die EU noch Anstrengungen für einen effektiven Schutz der Außengrenzen unternehmen muss, bleibt Deutschland gar nichts anderes übrig, als die eigenen Grenzen zu schützen. Einen unkontrollierten Zuzug wie 2015 darf es nicht geben und können wir auch nicht noch einmal verkraften. Ziel der CSU sind Ordnung und Sicherheit. ANKERZENTREN, das Landesamt für Asyl und vom Freistaat organisierte Rückführungen helfen gegen illegale Migration und beschleunigen Abschiebungen. Die Kontrolle der Grenzen unterstützen wir mit einer bayerischen Grenzpolizei.

20. Thema Arbeit: Ist das bedingungslose Grundeinkommen der richtige Weg ? 

Wie sähe die Alternative aus? Wir haben das Glück in einer Zeit leben zu dürfen, in der wir praktisch überall im Land Vollbeschäftigung haben. Für Menschen, die aufgrund Ihrer persönlichen Situation Probleme haben, in eine Erwerbstätigkeit zu kommen, gibt es umfangreiche Hilfs- und Stützungsangebote. Ein bedingungsloses Grundeinkommen ist für mich aber ein falsches Signal. Wenn sich in diesem Land Leistung und Einsatz nicht mehr lohnen Und die Menschen anzufangen zu überlegen: „Hab ich Lust zu arbeiten oder nicht?“, geht viel von dem verloren, was Bayern so stark gemacht hat.

21. Thema Bildung: Wie wollen Sie die Bildungslandschaft im Freistaat stärken? 

Es werden in Bayern rund 19,6 Milliarden Euro in diesem Jahr in Bildung und Wissenschaft investiert, das ist etwa ein Drittel des Staatshaushaltes. In Bayern werden 4.300 neue Lehrer eingestellt, außerdem werden 212.5 Millionen Euro in 50.000 digitale Klassenzimmer investiert. Im Landkreis Mühldorf am Inn wurde in den letzten Jahren in Zusammenarbeit mit der Hochschule Rosenheim „Studieren vor Ort“ massiv forciert. Am Campus Mühldorf am Inn sind die Studiengänge Betriebswirtschaft, Maschinenbau, Pflege, Pädagogik der Kindheit und Jugend sowie soziale Arbeit möglich.

22. Thema Familie: Wie stehen Sie zu dem bayerischen Familiengeld; an welchen Stellen muss nachgebessert werden?

Hochwertige Erziehung ist ein hohes Gut. Der Staat sollte sich aber nicht einmischen bei der Frage, wie die Familien dies organisieren wollen Wir stehen daher für eine Wahlfreiheit bei der Kindererziehung. Deshalb auch das bayerische Familiengeld. Damit haben alle Familien die Möglichkeit, zu entscheiden, ob sie ihre Kinder zu Hause groß ziehen, ob sie das Geld für eine anderweitige Betreuung investieren oder die staatlichen Angebote in Anspruch nehmen wollen.

23. Thema Versorgung: Was halten Sie vom Landespflegegeld? 

Mit dem Pflegegeld wollen wir zweierlei: Einerseits soll es eine staatliche Anerkennung dafür sein, was viele, meist im Verborgenen, an aufopferungsvoller Pflegearbeit für Angehörige leisten. Andererseits soll das Geld dazu helfen, dass sich die Pflegenden in Ihrem oft schwierigen Alltag auch mal etwas leisten können. Für das Landespflegegeld in Höhe von 1.000 Euro pro Jahr, das es nur in Bayern gibt, liegen bereits 250.000 Anträge vor.

24. Brauchen wir einen Regierungswechsel im Landtag

Mein klares Ziel sind stabile Mehrheiten und dafür kämpfe ich. Unser Bayern steht hervorragend da. Es geht uns gut wie nie zuvor. Das liegt an den vielen klugen und fleißigen Menschen im Freistaat, aber auch an den richtigen Rahmenbedingungen, die die CSU-Regierung geschaffen hat. Die positive Entwicklung unseres Landes muss sich fortsetzen – mit Maß, Mitte und Vernunft

Anmerkung der Redaktion: Die Antworten des Kandidaten/der Kandidatin wurden 1:1 von der Redaktion übernommen, inhaltlich nicht überarbeitet und müssen deswegen nicht die Meinung der Redaktion widerspiegeln.

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