Landtagswahl 2018 im Stimmkreis Altötting

Johann Krichenbauer (Freie Wähler): "Es wird knapp"

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Am 14. Oktober wählen die Bayern einen neuen Landtag. Das war das Ergebnis der Kandidaten in Altötting bei der vergangenen Wahl.
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Altötting/Bayern - Bei der Landtagswahl 2018 in Bayern treten im Stimmkreis Altötting elf Direktkandidaten an. Hier finden Sie die wichtigsten Infos zur Landtagswahl 2018 sowie die Ergebnisse aus der vergangenen Landtagswahl 2013.

Hier finden Sie am Wahlabend die Ergebnisse aus allen Stimmkreisen und Gemeinden Bayerns

Hier erfahren Sie am Wahlabend alle Ergebnisse aus den Städten Altötting, Burghausen, Neuötting und Töging a.Inn, sowie den Märkten Marktl und Tüßling und den Gemeinden Burgkirchen a.d.Alz, Emmerting, Erlbach, Feichten a.d.Alz, Garching a.d.Alz, Haiming, Halsbach, Kastl, Kirchweidach, Mehring, Perach, Pleiskirchen, Reischach, Stammham, Teising, Tyrlaching, Unterneukirchen und Winhöring

Karte mit den Ergebnissen aller Stimmkreise:

Die Landtagswahl im Stimmkreis Altötting im Live Ticker: HIER AKTUALISIEREN.

Update, 15.10.18, 17 Uhr: Johann Krichenbauer (Freie Wähler): "Es wird knapp"

Johann Krichenbauer, derzeit Erster Bürgermeister der Gemeinde Burgkirchen, freut sich über sein Ergebnis und das der Freien Wähler, für die er bei der Landtagswahl angetreten ist. 14,2 Prozent hat er im Stimmkreis Altötting bei den Erststimmen geholt. Das Zweitstimmenergebnis der Freien Wähler liegt bei 9,8 Prozent.

Auf Nachfrage von innsalzach24.de am Montag erklärt Krichenbauer, dass es für seinen Einzug in den Bayerischen Landtag wohl eng werden würde. Das eingefahrene Ergebnis bei den Erststimmen sei überwältigend und er bedanke sich bei allen Wählerinnen und Wählern für das entgegengebrachte Vertrauen, aber der Stimmkreis Altötting sei zu klein, um jetzt schon eine Aussage treffen zu können. Krichenbauer muss jetzt auf die Zweitstimmen hoffen. Was heißt das? Er braucht möglichst viele Zweitstimmen aus ganz Bayern, also von überall da, wo man ihn möglicherweise oder eben nicht kennt

Zur AfD und den Einzug dieser Partei in den Bayerischen Landtag sagt Krichenbauer "bedenklich". Weiter entbehre jeder von Vertretern dieser Partei angestrengte Vergleich mit den Freien Wählern jeglicher Grundlage.

Update, 15.10.18, 14.20 Uhr: Thomas Schwemmbauer (AfD): "Richtig gewählt"

"Der Stimmkreis Altötting hat richtig gewählt", findet Thomas Schwemmbauer vom AfD-Kreisverband. Er sehe Parallelen zwischen der Alternative für Deutschland und den Freien Wählern mit einem Unterschied. "Wir kümmern uns auch um die großen Themen." Auf Nachfrage von innsalzach24.de sagt Schwemmbauer, dass man die Freien Wähler bis dato nicht auf der Liste gehabt habe. "Wir fischen im selben Weiher." Dabei würden die Freien Wähler "hochwertige Sacharbeit" leisten aber eben nur kommunal und nicht auf Bundesebene. Das sei der Unterschied zur AfD, die sich jetzt auf ihre Aufgabe im neuen Bayerischen Landtag vorbereitet. Man wolle den Regierungsparteien auf die Finger schauen. Vorbei seien die Zeiten, wo essentielles in den Hinterzimmern besprochen wird. Schwemmbauer selbst wird nicht in den Landtag einziehen. 

In Punkto Parteipolitik habe er einen deutlichen Unterschied zwischen den beiden Stimmkreisen Altötting und Mühldorf festgestellt, so Schwemmbauer auf Nachfrage weiter. So sei das Thema Migration im Stimmkreis Altötting deutlich weniger von Interesse bei den Wählern gewesen als im Stimmkreis Mühldorf. Im Stimmkreis Altötting würden die Menschen andere politische Antworten brauchen, wie etwa das Thema PFOA.

Lessen Sie auch: Landtagswahl 2018: Wo konnten die Stimmkreiskandidaten punkten und wo eher nicht?

Update um 22.45 Uhr: Günther Knoblauch (SPD): "Ich kann in den Spiegel schauen"

Auf Nachfrage von innsalzach24.de erklärt der Landtagsabgeordnete zu den vorläufigen Ergebnissen seiner Partei und seiner Person bei der Landtagswahl 2018, dass er sehr enttäuscht sei aber: "Ich kann in den Spiegel schauen". Ob dies so manch anderer kann, wage er zu bezweifeln. Über viele Jahre habe er sich darum bemüht, Politik für die Menschen zu machen. Knoblauch hat, genau wie die SPD, Verluste von rund 10 Prozent einstecken müssen. Es sei schon ein herber Schlag zu sehen, dass die viele Arbeit in der Region vom Wähler nicht gedankt wird. "Wie es jetzt aussieht, bin ich nicht mehr drin", erklärt Knoblauch weiter. Genaueres könne erst am Dienstag dazu sagen. Aufhören mit Politik machen, komme für ihn allerdings nicht in Frage, so der 70-Jährige.

Update um 21.05 Uhr: Der Stimmkreis Altötting ist ausgezählt

Der Stimmkreis Altötting ist ausgezählt. Hier sind die vorläufigen Erststimmenergbnisse der Kandidaten aus der Region:

  • Dr. Martin Huber (CSU): 42,08 Prozent
  • Johann Krichenbauer (Freie Wähler): 14,2 Prozent
  • Günther Knoblauch (SPD): 10,03 Prozent
  • Dr. Thorsten Kellermann (Grüne): 10,86 Prozent
  • Dr. Rudolf Saller (FDP): 3,75 Prozent
  • Patrick Nitzsche (Die Linke): 2,39 Prozent
  • Johann Huber (ödp): 2,35 Prozent
  • Thomas Schwembauer (AfD): 10,86 Prozent
  • Thomas Maier (MUT): 0,52 Prozent
  • Dorothea Beinlich (Piraten): 0,54 Prozent
  • Simon Stitzl (Bayernpartei): 2,42 Prozent

Die Wahlbeteiligung lag bei 68,8 Prozent.

Die Zweitstimmen (über 5%) im Landkreis Altötting verteilen sich so:

  • CSU: 46,11 Prozent
  • SPD: 9,25 Prozent
  • Freie Wähler: 9,8 Prozent
  • Grüne: 10,77 Prozent
  • AfD: 12,6 Prozent

Weitere Ergebnisse, Analysen und Stellungnahmen zur Landtagswahl 2018 im Landkreis Altötting gibt es am Montag.

Update um 20.30 Uhr: Martin Huber (CSU) über die AfD: "Bedenklich"

Nur noch sechs Gemeinden müssen ausgezählt werden. Währenddessen leert sich der Sitzungssaal im Landratsamt. Gefragt nach seiner ersten sagt Dr. Martin Huber (CSU), dass sich sein und das Ergebnis seiner Partei bei der Landtagswahl sehen lassen könne. Den Einzug der AfD in den Bayerischen Landtag kommentiert er mit "bedenklich".

Update um 19.35 Uhr: 10 Stimmkreise ausgezählt

Nach zehn ausgezählten Gemeinden kommt die CSU im Landkreis Altötting auf 50,02 Prozent, die SPD auf  7,35 Prozent, Die Grünen auf 10,42 Prozent und die AfD auf 10,33 Prozent.

Update um 19.15 Uhr: Winhöring macht den Anfang

Winhöring ist die Erste, der ausgezählt ist. Dort kommen die Parteien auf folgende Ergebnisse:  CSU auf 48,13 Prozent, die SPD auf 7,67 Prozent, die freien Wähler auf 11,59%, die Grünen auf 11,11 Prozent, die FDP auf 2,99 Prozent, die Linke auf 2,21 Prozent, die mut-Partei auf 0,45 Prozent und die AfD auf 9,91 Prozent

Update um 18.55 Uhr: Ingrid Heckner (CSU): Enttäuschung 

Noch gibt es keine aktuellen Ergebnisse aus dem Wahlkreis Altötting. Mittlerweile ist Ingrid Heckner (CSU) eingetroffen. Sie zeigte sich auf erste Nachfrage enttäuscht vom Ergebnis ihrer Partei, zugleich aber auch überzeugt vom klaren Auftrag, den der Wähler der CSU gegeben habe. Ingrid Heckner ist bei der Landtagswahl 2018 nicht mehr angetreten. Bei den Kandidaten liegt Dr. Martin Huber (CSU) vor Johann Krichenbauer (Freie Wähler) und Thomas Schwembauer (AfD).

Update um 18.05 Uhr: Dr. Thomas Kellermann (Grüne): "Begeistert"

Die Wahllokale sind geschlossen. Noch gibt es freilich keine Ergebnisse aus dem Landkreis Altötting. Gespannt verfolgen die rund zehn Besucher die ersten bayernweiten Hochrechnungen.

Dr. Thorsten Kellermann von Die Grünen ist mit seiner Familie in das Landratsamt gekommen. Seine erste Reaktion auf die Hochrechnung: "Ich bin begeistert." Er sehe das Ergebnis der ersten Hochrechnung als Beleg für den erfolgreichen Themenwahlkampf, den seine Partei im Vorfeld zur Landtagswahl 2018 geführt hätte. 

Der Stimmkreis Altötting bei der Landtagswahl 2018 in Bayern 

Am 14. Oktober dürften rund 83.000 Wahlberechtigte im Stimmkreis Altötting - ähnlich wie bei der Landtagswahl 2013 - an der Bayerischen Landtagswahl teilnehmen. Sie entscheiden mit ihren Kreuzen darüber, welcher Direktkandidat aus dem heimischen Stimmkreis in den Landtag einzieht. 

Der Freistaat ist in insgesamt 91 Stimmkreise unterteilt, von denen jeder einen Direktkandidaten wählt. Bei der Landtagswahl in Bayern gehört Altötting zum Stimmkreis Altötting, der zum gleichnamigen Landkreis gehört. 

Direktkandidaten zur Landtagswahl 2018 im Stimmkreis Altötting

Ingrid Heckner, CSU, ist die aktuelle Stimmkreisabgeordnete, die für Altötting zuständig ist. Sie erzielte bei der letzten Landtagswahl einen Stimmenanteil von 49,91 Prozent in ihrem Stimmkreis. Im Jahr 2018 tritt sie bei der Landtagswahl in Bayern nicht wieder an. Stattdessen hat sich Dr. Martin Huber (MdL) als Direktkandidat für die CSU aufstellen lassen. 

Neben den Parteien, denen die Wähler ihre Zweitstimme geben können, stehen bei der Bayerischen Landtagswahl in Altötting zwölf Direktkandidaten auf dem Stimmzettel. Das sind die Kandidaten des Stimmkreises Altötting im Überblick:  

Das Ergebnis bei der Landtagswahl 2013 im Stimmkreis Altötting

Vor fünf Jahren fand die vergangene Landtagswahl in Bayern statt. Im Jahr 2013 holte die CSU 55 Prozent der Gesamtstimmen im Stimmkreis Altötting und damit das stärkste Ergebnis. Z weitstärkste Kraft war die SPD mit 20,4 Prozent. Es folgten die Freien Wähler mit 7,1 Prozent und die Grünen mit 5,4 Prozent. 

Das Ergebnis der Direktkandidaten bei der Landtagswahl 2013 im Stimmkreis Altötting

Zuletzt stellten sich elf Bewerber im Stimmkreis Altötting zur Wahl. Den Sieg holte Ingrid Heckner mit 49,9 Prozent der Stimmen  und zog als Direktkandidatin in den Landtag ein. Die Ergebnisse der anderen Kandidaten im Stimmkreis AltöttingGünther Knoblauch (SPD, 21,49 Prozent), Manfred Zallinger (Freie Wähler, 9,32 Prozent) und Monika Pfriender (Grüne, 5,78 Prozent).

Landtagswahl 2018 in Bayern: Ergebnisse der Nachbarstimmkreise

Der Stimmkreis Altötting umfasst 29 Städte und Gemeinden. Auf innsalzach24.de finden Sie neben dem Ergebnis von Altötting bei der Landtagswahl 2018 in Bayern auch die Ergebnisse der weiteren Stimmkreise. 

So erfahren Sie zum Beispiel, wie Rosenheim-West und Mühldorf gewählt haben. Hier gelangen Sie auch zu den Ergebnissen der weiteren Stimmkreisen Rosenheim-Ost, Traunstein und Berchtesgadener Land sowie Traunstein. Ausführliche Daten für die Region finden Sie außerdem in der Übersicht für den Stimmkreis Altötting.

Das Wichtigste zur Landtagswahl 2018 in Bayern

Die Landtagswahl 2018 in Bayern gehört zu den wichtigsten politischen Ereignissen des Jahres. Dieaktuellen Umfragen und Prognosen für Bayern haben daher große Auswirkungen auf die gesamte Bundespolitik. Wir geben Ihnen vorab alle wichtigen Informationen zum Termin der Bayern-Wahl am 14. Oktober und bieten einen Ausblick darauf, ab wann Hochrechnungen und Ergebnis der Landtagswahl in Bayern zu erwarten sind. Am Wahlabend erhalten Sie natürlich die aktuellsten Zahlen und Reaktionen im Live-Ticker. Alle Wähler, die ihre Entscheidung noch nicht getroffen haben, können den Wahl-O-Mat für Bayern nutzen und die Wahlprogramme der Parteien vergleichen.

Alle wichtigen Infos zur Landtagswahl finden Sie auch auf unserer Themenseite "Landtagswahl Bayern".

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