Massives Sicherheitsaufgebot

Krawalle am 1. Mai in Paris erwartet

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Polizisten vor dem Arc de Triomphe in Paris. Foto: Michel Euler/AP/Archiv

Paris (dpa) - Frankreichs Hauptstadt Paris rüstet sich mit einem massiven Sicherheitsaufgebot gegen befürchtete Ausschreitungen am Tag der Arbeit.

Mai-Demos am Tag der Arbeit: Ausschreitungen bei Kundgebung zum 1. Mai

Update vom 1. Mai 2019, 13.55 Uhr: Auch in Deutschland fanden am 1. Mai zahlreiche Kundgebungen zum Tag der Arbeit statt. In Thüringen kam es zu Ausschreitungen. Die Polizei musste gewaltsam eingreifen.

Krawalle am 1. Mai in Paris erwartet

Die Behörden erwarten zwischen 1000 und 2000 Randalierer. Im Netz kursierten für den 1. Mai Aufrufe zur Gewalt. Mehr als 7400 Sicherheitskräfte sind nach Angaben von Frankreichs Innenminister Christophe Castaner mobilisiert worden.

Ähnlich wie bei den "Gelbwesten"-Protesten in den vergangenen Wochen sind Demonstrationen an bestimmten Orten der Hauptstadt untersagt - dazu zählen die Prachtmeile Champs-Élysées, der Präsidentenpalast und die Gegend rund um die bei einem Brand schwer beschädigte Kathedrale Notre-Dame.

Gewerkschaften haben traditionell für den 1. Mai Demonstrationen angemeldet. Castaner betonte die Demonstrationsfreiheit derer, die friedlich an diesem Protest teilnehmen wollten. Allerdings müssten Geschäfte, Bars und Restaurants auf der angemeldeten Demonstrationsroute aus Sicherheitsgründen geschlossen bleiben.

Befürchtet wird, dass sich auch radikale Anhänger der "Gelbwesten" unter die Demonstranten mischen - so genannte Ultra-Gelbe. In der Vergangenheit war es bei Demonstrationen der "Gelbwesten" immer wieder zu massiven Ausschreitungen gekommen - Autos, Häuser und Stadtmöbel gingen in Flammen auf. Auch in der Vergangenheit gab es am Tag der Arbeit in Paris Krawalle.

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