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Karsai: 52 zivile Opfer bei NATO-Angriff

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Eine von den internationalen Truppen abgeschossene Rakete habe nach Erkenntnissen des afghanischen Geheimdienstes das Dorf Rigi in der Provinz Helmand getroffen, erklärte das Büro von Präsident Hamid Karsai am Montag.

Kabul - Bei einem Raketenangriff der NATO in Südafghanistan sind nach Regierungsangaben 52 Zivilpersonen getötet worden, darunter Frauen und Kinder.

Eine von den internationalen Truppen abgeschossene Rakete habe nach Erkenntnissen des afghanischen Geheimdienstes das Dorf Rigi in der Provinz Helmand getroffen, erklärte das Büro von Präsident Hamid Karsai am Montag. Die US-geführten Streitkräfte müssten den Schutz von Zivilisten während ihrer Einsätze zur Priorität machen, forderte der Staatschef. Das US-geführte Kommando erklärte, bislang gebe es keine Hinweise darauf, dass bei dem Einsatz am Freitag Zivilpersonen getötet oder verletzt worden seien, auch über eine fehlgeleitete Rakete sei nichts bekannt.

Das ist Afghanistan

Das ist Afghanistan

Seit dem Sturz der Taliban vor acht Jahren sind Milliarden Hilfsgelder nach Afghanistan geflossen. © dpa
In dem Land am Hindukusch sind inzwischen mehr als 100.000 internationale Soldaten stationiert. © dpa
Afghanistan ist jedoch immer noch eines der korruptesten, ärmsten und gefährlichsten Länder der Welt © dpa
In Afghanistan leben auf einer Fläche, die knapp doppelt so groß ist wie Deutschland, rund 33 Millionen Menschen. © dpa
Dem Entwicklungsindex (HDI) der Vereinten Nationen zufolge ist Afghanistan derzeit das zweitärmste Land der Welt. Schlechter ist die Lage nur im Niger. © dpa
Der Index berücksichtigt neben dem Einkommen auch Faktoren wie Kindersterblichkeit, Unterernährung und Bildung. © dpa
Mehr als 50 Prozent der Afghanen leben Schätzungen zufolge unter der Armutsgrenze. © dpa
Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt laut Vereinten Nationen bei 44 Jahren (Deutschland: 80 Jahre). © dpa
Der Durchschnitt der ärmeren Länder liegt laut Weltbank bei 59 Jahren. © dpa
Auf dem Korruptionsindex 2009 von Transparency International ist Afghanistan weiter zurückgefallen und steht auf dem vorletzten Rang. Noch schlechter ist die Lage nur in Somalia. © dpa
Die Wirtschaftsleistung (BIP) lag laut Internationalem Währungsfonds (IWF) unter Einberechnung eines Kaufkraftausgleichs 2008 bei 21,4 Milliarden Dollar oder 760 Dollar pro Kopf. © dpa
Für 2009 rechnet der IWF mit einem BIP von 25,1 Milliarden Dollar. © dpa
Das Volumen des illegalen Opiumhandels wird von der Weltbank auf ein Drittel des regulären BIP geschätzt. © dpa
Afghanistan produziert mehr als 90 Prozent des weltweit gehandelten Opiums, woraus Heroin hergestellt wird. © dpa
Für Projekte der Entwicklungshilfe und des Wiederaufbaus sind von der Bundesregierung von 2002 bis 2010 mehr als 1,2 Milliarden Euro Hilfsgelder zugesagt. © dpa
Bis Mitte August 2009 wurden davon 830 Millionen Euro ausgezahlt. © dpa
Damit ist es das größte Empfängerland deutscher Entwicklungshilfe. © dpa

Ermittlungen zufolge wurden NATO- und einheimische Soldaten am Freitag im Bezirk Sangin in Helmand beschossen und reagierten mit dem Einsatz von Kampfhubschraubern, wie Konteradmiral Rick Smith mitteilte. Dabei seien sechs Menschen getötet worden, darunter ein Taliban-Kommandeur. Ein Augenzeuge hatte am Samstag berichtet, er habe sieben Kinder ins Krankenhaus gebracht, die in Sangin bei Gefechten zwischen ISAF-Truppen und Taliban verletzt worden seien. Ein anderer Mann sagte, auch er habe Verletzte aus Sangin gebracht. Dorfbewohner seien mit weißen Fahnen auf die ISAF-Soldaten zugegangen, seien aber dennoch beschossen worden.

dapd

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