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Anwalt Seybold kannte Senator seit 40 Jahren

„Welt schien stehen zu bleiben“: McCain-Freund aus München war bei Trauerfeier dabei

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Bei der Trauerfeier von John McCain (kl. Foto, l.) dabei: Anwalt Wolfgang Seybold war ein langjähriger Freund des US-Senators.
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Die Trauerfeier von John McCain war ein großes Ereignis mit zahlreichen bekannten Gesichtern. Anwalt Wolfgang Seybold vertrat sozusagen München. Er war ein langjähriger Freund des Senators.

München - Der Münchner Anwalt Wolfgang Seybold war mit John McCain, dem am vergangenen Samstag verstorbenen US-Senator, fast vier Jahrzehnte lang befreundet. „Damals warst Du noch kein Senator und ich einfacher Mitarbeiter im Stab des damaligen Abgeordneten und späteren Verteidigungsministers Dr. Manfred Wörner. Unsere Wellenlänge aber stimmte sofort und 1982 gab ich mein erstes deutsch-amerikanisches Essen zum Auftakt der Sicherheitskonferenz mit Dir als amerikanischem Ehrengast“, erinnert sich Seybold an seinen Freund.

Der Organisator des traditionellen deutsch-amerikanischen Siko-Dinners im Käfer war bei der größten Trauerfeier Washingtons seit dem Tod von John F. Kennedy dabei. „Die Welt schien stehen zu bleiben“, schilderte er der tz seine Eindrücke dieser bewegenden Trauerfeier, zu der Präsident Donald Trump ausdrücklich nicht eingeladen war.

Trump-Tochter lief bei Rede von McCain-Tochter rot an

Meghan McCain, die 33-jährige Tochter des Verstorbenen, habe in ihrer „brillanten Rede“ indirekt den von McCain verachteten US-Präsidenten angesprochen: „John McCains Amerika muss nicht erst großartig werden. Es war immer schon großartig“, sagte sie, worauf Applaus durch Washingtons National Cathedral wogte. „Hier liefen die überraschend anwesenden Jared und Ivanka Kushner, die rechts vor mir saßen, rot an“, erzählt Seybold. Trumps Name fiel bei der zweieinhalbstündigen Trauer­feier kein einziges Mal - der US-Präsident war während der Zeremonie beim Golfen.

„Diese berührende Feierlichkeit zeigte das Amerika, wie wir es kennen und lieben – ehe Trump es zerstörte. Es war eine Zeremonie, die Hoffnung weckt, dass dieses Amerika wiederkehrt, wenn Trump weg ist“, glaubt Seybold. Dass sowohl der demokratische Ex-Präsident Barack Obama als auch der republikanische Ex-Präsident George W. Bush voller Wertschätzung über McCain sprachen, ist für Seybold ein weiterer Beweis dafür, dass dieses gute, demokratische Amerika noch stark ist - trotz Trump.

Lesen Sie auch: Trauerfeier in Phoenix: Tränen-Abschied von McCain

KR

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