Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

EU-Datenbank SILC

Vielen Arbeitslosen fehlt das Geld für vollwertige Mahlzeit

Viele Arbeitslose können sich nicht regelmäßig eine vollwertige Mahlzeit leisten. Foto: Gero Breloer
+
Viele Arbeitslose können sich nicht regelmäßig eine vollwertige Mahlzeit leisten. Foto: Gero Breloer

Fisch, Fleisch oder ein vegetarisches Essen zumindest jeden zweiten Tag - für die meisten ist das normal. Aber Millionen Menschen in Deutschland können sich das einfach nicht leisten.

Berlin (dpa) - Fast jeder dritte Arbeitslose in Deutschland kann sich nach eigenen Angaben nicht regelmäßig eine vollwertige Mahlzeit leisten. Entsprechend äußerten sich bei einer EU-Erhebung 2017 30,3 Prozent der deutschen Erwerbslosen.

Im Jahr davor waren es 30,0, 2015 sogar 36,3 Prozent. Auf die vom Statistischen Bundesamt erhobenen Daten machte die Linken-Bundestagsabgeordnete Sabine Zimmermann in Berlin aufmerksam. Die «Neue Osnabrücker Zeitung» berichtete zuerst darüber.

Konkret wurde gefragt, wer ein finanzielles Problem hat, jeden zweiten Tag Fleisch, Fisch oder eine gleichwertige vegetarische Mahlzeit einnehmen zu können. Insgesamt gaben 7,5 Prozent der Bevölkerung ab 16 Jahren dies an - 5,14 Millionen Personen.

Zudem sah sich ein Drittel aller Bürger über 16 Jahren in Deutschland (30,4 Prozent) bei der Befragung 2017 nicht in der Lage, unerwartete Ausgaben in Höhe von 1000 Euro aus eigenen Finanzmitteln zu stemmen, etwa für eine Autoreparatur oder eine neue Waschmaschine. In absoluten Zahlen betraf dies 20,83 Millionen Personen.

Fast 16 Prozent der Haushalte fehlte nach eigenen Angaben Geld, um jährlich eine Woche in den Urlaub zu fahren. Dieser Anteil ist dem Bericht zufolge in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen. 2014 habe er noch bei gut 21 Prozent gelegen.

Zimmermann sagte: «Was für viele selbstverständlich ist, ist für eine große Gruppe von Menschen unbezahlbar.» Armut sei in Deutschland kein Randphänomen, sondern ziehe sich quer durch die Bevölkerung.

Kommentare