Streit schwelt weiter

Iran-Konflikt: Drei Millionen Dollar für Trumps Ermordung - Abgeordneter will Vergeltung

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Der Konflikt zwischen Iran und USA schwelt weiter: Nun hat ein iranischer Abgeordneter eine Riesensumme für die Tötung von US-Präsident Donald Trump ausgelobt.

  • Der Konflikt zwischen dem Iran und den USA schwelt weiter.
  • Ein iranischer Abgeordneter hat nun eine Millionensumme für die Tötung Trumps ausgelobt.
  • Auch das Atomabkommen und der Abschuss einer ukrainischen Passagiermaschine sind weiter Streitthema.

Teheran/Washington - Auch Wochen nach der Eskalation im Iran-Konflikt kocht der Hass in dem Land weiter auf hoher Flamme: Ein iranischer Abgeordneter hat nun eine Belohnung in Höhe von drei Millionen Dollar (rund 2,7 Millionen Euro) für die Ermordung von US-Präsident Donald Trump geboten. 

Im Namen der Menschen von Soleimanis Heimatstadt Kerman "bieten wir jedem, der Trump tötet, drei Millionen Dollar", zitierte die halbamtliche Nachrichtenagentur Isna am Dienstag den Abgeordneten Ahmad Hamseh. Ihm geht es um Vergeltung für den Tod des iranischen Generals Kassem Soleimani.

Iran-Konflikt: Abgeordneter bietet Millionen für Trumps Tod - Reaktion auf Tötung Soleimanis

Woher das Geld kommt, sagte Hamseh nicht. Er vertritt den in der Nähe von Kerman gelegenen Bezirk Kanudsch und zählt eher zu den Hinterbänklern im Parlament. Im Februar stehen Parlamentswahlen an.

Soleimani hatte die für Auslandseinsätze zuständigen Al-Kuds-Brigaden der iranischen Revolutionsgarden befehligt, wie Merkur.de* berichtete. Der einflussreiche General war am 3. Januar in Bagdad gezielt von einer US-Drohne getötet worden. An den Trauerfeiern im Iran nahmen hunderttausende Menschen teil. Die Entwicklungen im Nahen Osten hatten weltweit Besorgnis hervorgerufen*.

Trump hatte erst am Wochenende eine scharfe Warnung an die Führung in Teheran gerichtet. Das geistliche Oberhaupt des Iran, Ayatollah Ali Chamenei, solle "sehr vorsichtig mit seinen Worten" sein, schrieb Trump am Freitag im Kurzbotschaftendienst Twitter. Chamenei habe in seinem Freitagsgebet "böse Dinge" über die USA und Europa gesagt. Derweil stürze die iranische Wirtschaft ab und die Bevölkerung des Landes leide, schrieb Trump weiter.

Iran-Konflikt: Außenminister droht mit Ausstieg aus Atomvertrag

Der Iran droht auch weiter mit einem Ausstieg aus dem Atomwaffensperrvertrag. Seine Regierung werde einen solchen Schritt in Erwägung ziehen, falls die Europäer nicht einlenken sollten, erklärte der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif am Dienstag. Er reagierte damit auf die Auslösung eines Streitschlichtungsmechanismus zur Rettung des internationalen Atomabkommens durch Deutschland, Frankreich und Großbritannien.

Die drei Länder aktivierten in der vergangenen Woche den im Vertrag enthaltenen Streitschlichtungsmechanismus, der im Falle eines Scheiterns mit der Wiedereinführung von UN-Sanktionen gegen Teheran enden könnte. Für diese Maßnahme gebe es "keine rechtliche Basis", erklärte Sarif nun in einer auf der Website des iranischen Parlaments verbreiteten Erklärung. Er rief die Europäer auf, sich an ihre Zusagen zu halten. Dann sei auch Teheran bereit, wieder seinen Verpflichtungen nachzukommen. Der Atomstreit schwelt bereits seit Jahren - Details sind bei Merkur.de* nachzulesen.

Iran-Konflikt: Flugzeug-Abschuss weiter Thema - Selenskyj fordert Herausgabe der Blackboxen

Thema ist zudem weiterhin der Umgang mit dem Abschuss eines ukrainischen Passagierflugzeugs in Teheran Anfang Januar. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj forderte die iranische Regierung zur Übergabe der Blackboxen an die ukrainischen Behörden aufgefordert. Die Ukraine habe die "technischen Kapazitäten und erfahrene Spezialisten", welche die Informationen auf den Flugschreibern auslesen könnten, sagte Selenskyj nach Angaben seines Büros bei einem Treffen mit dem iranischen Verkehrsminister Mohammad Eslami in Kiew.

Selenskyj hob den Angaben zufolge aber hervor, dass Teheran nach dem Unglück "vollständig kooperiert" und "die meisten" seiner Versprechen gehalten habe. Der ukrainische Außenminister Wadym Prystaiko hatte zuvor gesagt, dass Eslami nach Kiew gereist sei, um sich "offiziell" für den Abschuss des Flugzeugs zu entschuldigen.

Spannend wird auch, wie sich der Abschuss des ukrainischen Flugzeugs auf diebevorstehenden Parlamentswahlen im Iran auswirken wird.

In Deutschland hatte zwischen die „Tagesschau“ in Zusammenhang mit dem Vorfall mit herber Kritik zu kämpfen: Die renommierte Nachrichtensendung hatte ein manipuliertes Video gezeigt. Im Gespräch mit dem Münchner Merkur* hatte ein Iran-Experte im Januar vor einer „Kriegserklärung der USA“ gewarnt

AFP/fn

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © dpa / Susan Walsh

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