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Haderthauer will Vielfalt für behinderte Kinder

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Sozialministerin Christine Haderthauer.

Nürnberg - Wer schon als Kind mit Behinderten spielt oder die Schulbank drückt, geht als Erwachsener viel selbstverständlicher mit Betroffenen um. Sozialministerin Haderthauer will trotzdem die Förderschulen erhalten.

Sozialministerin Christine Haderthauer (CSU) will die gemeinsame Betreuung von behinderten und nichtbehinderten Kinder ausbauen. „Schon die Kleinen müssen lernen, was Inklusion bedeutet“, sagte Haderthauer am Mittwoch in Nürnberg auf der Sozialmesse Consozial in Nürnberg. Auch in den Schulen müsse es häufiger ein gemeinsames Lernen geben - allerdings sei dieser Weg nicht für jedes Kind der richtige. Für eine optimale individuelle Teilhabe brauche es deshalb eine breite Vielfalt an Fördermöglichkeiten. Dies bedeute den Besuch regulärer Kindergärten und Schulen genauso wie Förderschulen und Werkstätten.

Der Geschäftsführer der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege, Gerhard Timm, betonte die Bedeutung von gemeinsamen Einrichtungen. Wenn Kinder dort Altersgenossen mit Handicap als Normalität erlebten, entstehe ein anderes Verhältnis zu Behinderung. Timm äußerte die „Hoffnung, dass wir damit einen ganz großen Bewusstseinswandel in der Gesellschaft hinbekommen“.

Haderthauer: "Wir hätten gerne mehr Geld"

Auf der Consozial stehen die neuesten Entwicklungen in Altenheimen, Krankenhäusern oder Behindertenwerkstätten im Mittelpunkt. Zugleich findet an diesem Donnerstag der erste ökumenische Kindertagesstättenkongress der beiden großen Kirchen statt. Im Vorfeld wies Haderthauer Kritik der Sozialverbände an den geplanten Änderungen des Kinderbetreuungsgesetzes zurück. „Bei manchen Dingen sind wir fachlich anderer Meinung, andere Dinge laufen in die Richtung: "Wir hätten gerne mehr Geld"“, sagte die Ministerin. Die finanziellen Mittel seien jedoch begrenzt.

Vor kurzem hatten Vertreter der Verbände, aber auch des Gemeinde- und Städtetages bei einer Anhörung im Landtag übereinstimmend harsche Kritik geübt. Sie monierten, dass die Absenkung der Elternbeiträge unter dem Schlagwort „kostenloses letztes Kindergartenjahr“ auf Kosten der Qualitätsverbesserung gehe.

dpa

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