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Haderthauer fordert Impfpflicht - Seehofer dagegen

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Horst Seehofer

München - Bis in die 1950er-Jahre verursachten die Masern in Europa jährlich tausende Todesfälle. Seit der Einführung einer Impfung hat die Krankheit ihren Schrecken verloren, so dass nun die Fallzahlen wieder steigen. Eine Impfpflicht soll es aber nicht geben.

Ungeachtet der steigenden Fälle von Masern in Bayern lehnt Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) eine allgemeine Pflicht zur Impfung ab. „Aufklärung und Information ja, aber keine Impfpflicht“, sagte Seehofer am Dienstag in München. Damit widersprach er Sozialministerin Christine Haderthauer (CSU), die am Wochenende für eine Impfpflicht plädiert hatte: „Die Freiheit des einen hört da auf, wo sie das Grundrecht des anderen auf körperliche Unversehrtheit/Leben berührt. Daher bin ich uneingeschränkt für eine Masern Impfpflicht“, heißt es in einem Facebook-Eintrag Haderthauers.

Bayern ist im bundesweiten Vergleich Schlusslicht bei der Masern-Impfung. Im Freistaat werden lediglich 34,5 Prozent aller Kleinkinder nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) zweifach gegen Masern geimpft. Das hatte das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung vergangene Woche veröffentlicht. Die Gesundheitsbehörden sind besorgt, weil die Masern keine harmlose Kinderkrankheit sind. Zu den möglichen Komplikationen zählen Hirnhautentzündungen, die tödlich ausgehen oder zu schweren Behinderungen führen können.

„Gerade die aktuelle Masern-Welle in Bayern hat gezeigt, dass besonders junge Erwachsene schwer betroffen waren“, sagte Gesundheitsminister Marcel Huber (CSU). „Diese Zielgruppe wollen wir über die Amtsärzte jetzt verstärkt erreichen.“ Künftig könne der Öffentliche Gesundheitsdienst wieder kostenlose Masernimpfungen für alle Bürger anbieten, nicht nur für Schüler wie bisher. Die Staatsregierung wolle in den nächsten drei Jahren 450 000 Euro in eine Impfoffensive investieren. „Wir wollen - auch durch maßgeschneiderte Informationskampagnen - alle Register ziehen, um bis 2015 einen Masern-Impfschutz von 95 Prozent in Bayern zu erreichen.“

# dpa

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