"Ponywerbung" als Antwort auf Rösler? 

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Philipp Rösler hat auf dem zurückliegenden FDP-Parteitag die Grünen attackiert

Berlin - Angesichts einer hitzigen Debatte über Ponywerbung im Internet erwägen die Grünen, mit Ponyfiguren neuen Schwung in die laufenden Wahlkämpfe zu bringen.

“Wir brauchen tatsächlich dringend ein grünes Pony als Giveaway“, also als kleines Werbegeschenk, schlug der Bundestagsabgeordnete Konstantin von Notz im Onlinedienst Twitter vor. “Die Grünen setzen im Wahlkampf nun verstärkt auf Ponywerbung“, kündigte Fraktionsgeschäftsführer Volker Beck dort an.

Hintergrund ist die Attacke von FDP-Chef Philipp Rösler auf dem zurückliegenden FDP-Parteitag gegen die Grünen. Rösler hatte gesagt, jede Woche kämen neue Verbotsforderungen von ihnen - etwa “Verbot von Zigarettenwerbung, ganz aktuell: Verbot von Ponywerbung“. Rösler hatte sich dabei auf einen Vorstoß aus den Reihen der Bremer Grünen gegen Ponyreiten auf Jahrmärkten aus Tierschutzgründen beziehen wollen - und versprochen. “Rösler hat sich leicht vergaloppiert“, sagte ein FDP-Sprecher Spiegel Online .

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Im Internet dauerte es etwas, dann war der Versprecher Gegenstand zahlreicher ironischer Betrachtungen. Die Grünen selbst teilten auf ihrer Homepage mit: “Wir wollen weder Ponys verbieten noch die Werbung für sie. Wir fordern ja nicht mal ein Verbot der FDP!“

Zudem betonten die Grünen: “Die FDP hat einen Pony-Komplex.“ Schon vor Jahren habe der damalige FDP-Chef Guido Westerwelle das grüne Spitzenpersonal als “Pony-Gespann“ bezeichnet.

Kernpunkte ihres politischen Programms debattieren die Grünen an diesem Samstag auf einem kleinen Parteitag in Lübeck.

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