Grüne: Kuhn warnt eigene Partei

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Berlin - Grünen-Fraktionsvize Fritz Kuhn hat seine Partei angesichts der guten Umfragewerte vor allzu großer Siegesgewissheit eindriglich gewarnt.

Es gelte erst noch, diese Umfragen in tatsächliche Stimmen zu verwandeln, sagte er am Montag im rbb-Inforadio und fügte hinzu: “Was wir überhaupt nicht machen werden und auch nicht dürfen, ist jetzt abheben und glauben, es ist alles auf Wolke sieben.“ Vielmehr müsse man sich in Bescheidenheit üben, arbeiten und fleißig sein. In den letzten Umfragen kamen die Grünen auf 21 Prozent. Der Fraktionsvize unterstrich, dass ein Teil des grünen Aufschwungs auf die Fehler der schwarz-gelben Bundesregierung zurückzuführen sei.

So habe die FDP zum Beispiel elf Jahre lang versprochen, Steuern zu senken und nun in der Regierung könne sie das nicht. “So etwas bringt natürlich Frustration, aber ich würde nicht sagen, dass unser gutes Ergebnis nur damit zusammenhängt.“ Die Grünen seien insgesamt stabiler geworden, betonte Kuhn. So sei seine Partei nicht mehr ausschließlich mit dem Thema Ökologie verbunden, sondern zum Beispiel auch mit Bildungspolitik, Integrationspolitik und wirtschaftlichen Fragen.

dapd

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