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Rechtsextreme Terrorgruppe

«Institutioneller Rassismus»: Proteste beim NSU-Prozess

2006 wurde Mehmet Kubaşik in seinem Dortmunder Kiosk getötet. Er war das achte von zehn mutmaßlichen NSU-Todesopfern. Foto: Nils Foltynowicz
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2006 wurde Mehmet Kubaşik in seinem Dortmunder Kiosk getötet. Er war das achte von zehn mutmaßlichen NSU-Todesopfern. Foto: Nils Foltynowicz

München (dpa) - Mehrere Protestierer haben am Donnerstag das Plädoyer der Bundesanwaltschaft im NSU-Prozess gestört. Sie riefen die Namen der Prozessvertreter der Bundesanwaltschaft und warfen ihnen «institutionellen Rassismus» vor.

Justiz-Wachleute führten die Aktivisten aus dem Saal. Das Gericht unterbrach die Verhandlung. Auf Papierschnipseln bekannte sich eine Gruppe zu der Störung, die bereits seit dem frühen Morgen ein Transparent vor dem Gerichtsgebäude am Münchner Stiglmaierplatz zeigte.

Das Gericht unterbricht an diesem Donnerstag und Freitag seine Sommerpause. Zu Beginn der Sitzung sichtete es mehrere Dokumente. Anschließend sollte die Bundesanwaltschaft ihren Schlussvortrag fortsetzen. Hauptangeklagte im NSU-Prozess ist Beate Zschäpe. Die Anklage wirft ihr Mittäterschaft an allen Verbrechen des «Nationalsozialistischen Untergrunds» vor. Dazu gehören vor allem neun rassistisch motivierte Morde.