Gauweiler-Kandidatur: Seehofer gelassen

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CSU-Chef Horst Seehofer

München - CSU-Chef Horst Seehofer sieht in der Kandidatur des Bundestagsabgeordneten Peter Gauweiler für einen der vier CSU-Vize-Posten keine Gefahr für den innerparteilichen Frieden.

Kampfkandidaturen hätten der CSU noch nie geschadet, sagte Seehofer am Mittwochabend vor Journalisten in der Staatskanzlei. Er erinnerte dabei an die Kampfabstimmung zwischen ihm und Erwin Huber um den Parteivorsitz im Jahr 2007. “Auch da hat keiner Schaden genommen.“

Gauweiler hatte am Dienstag überraschend angekündigt, auf dem Parteitag am 7. und 8. Oktober in Nürnberg für einen der vier Stellvertreter-Posten zu kandidieren. Die Parteispitze hatte zuvor aber bereits ein anderes Personaltableau vorgeschlagen: Danach sollen Landtagspräsidentin Barbara Stamm, Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer und Bayerns Justizministerin Beate Merk als Vizevorsitzende wiedergewählt werden. Verteidigungsstaatssekretär Christian Schmidt soll dem Europaparlamentarier Ingo Friedrich als Vize nachfolgen.

Seehofer sagte über die Art und Weise der Bewerbung Gauweilers: “Ich habe da überhaupt nichts zu beanstanden.“ Zudem betonte der Ministerpräsident, er habe zu Gauweiler ein “sehr gutes Verhältnis“.

Unklar ist noch, gegen wen Gauweiler auf dem Parteitag kandidieren wird - Ramsauer oder Schmidt. Merk und Stamm sind wegen der neuen Frauenquote quasi gesetzt. Möglich wäre auch eine Sammelabstimmung.

Seehofer betonte, was den Wahlmodus angeht, wolle er dem Parteitag keinerlei Vorgaben machen. “Der Parteitag ist der Souverän über die Form der Abstimmung“, sagte er. “Ich will nicht, dass irgendjemand nachher sagt, er hätte nicht souverän und frei wählen können.“

dpa

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