Freie Wähler: Süden wird bei Energiewende abgehängt

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Hubert Aiwanger kritisiert, dass die Energiestandorte im Süden zunehmend abghängt werden.

 Ingolstadt/München - Die Freien Wähler (FW) warnen vor einer Benachteiligung Süddeutschlands bei der Energiewende und der Förderung erneuerbarer Energien.

Zum Auftakt der Frühjahrsklausur der FW-Landtagsfraktion in Ingolstadt kritisierte Fraktionschef Hubert Aiwanger am Mittwoch, der Süden werde als Energiestandort zunehmend abgehängt. Einerseits würden Offshore-Windkraftanlagen auf dem Meer immer stärker gefördert, andererseits werde die Solarförderung zusammengestrichen. Dieser “Förderspagat“, für den Schwarz-Gelb die Verantwortung trage, dürfe nicht länger hingenommen werden. “Hier wird im Prinzip Süddeutschland geschnitten - und norddeutsche Standorte werden bevorzugt“, kritisierte Aiwanger. Zudem würden auf diese Weise Großinvestoren gegenüber kleineren bevorzugt.

“Wir Freie Wähler wollen erreichen, dass die gnadenlos zusammengestrichenen Fördersummen für Photovoltaikanlagen zurückgenommen werden - statt jetzt Millionengelder in norddeutsche Offshore-Windkraftanlagen zu pumpen, nur um das Investitionsrisiko für Großinvestoren abzumildern“, betonte der FW-Fraktionsvorsitzende. Der Energiestandort Süddeutschland dürfe nicht abgehängt werden. “Auch hier weht Wind und wir sind Sonnenstandort Nummer eins.“

Aiwanger erneuerte zudem seine Forderung nach einem eigenen bayerischen Energieministerium. Das derzeitige “Tohuwabohu“ zwischen Wirtschafts-, Umwelt- und Agrarministerium könne so nicht weitergehen. Die Staatsregierung müsse hier “mit einem Kopf denken“.

Die Freien Wähler wollen zudem erreichen, dass Bürger, die sich für alternative Energieprojekte in Genossenschaften zusammentun, stärker unterstützt werden. Die Investitionen derartiger Bürgerenergiegenossenschaften müssten besser koordiniert werden.

dpa

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