UN-Vollversammlung

"Feindselige Politik": Nordkorea greift USA an

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New York - In einer Rede vor der UN-Vollversammlung hat der nordkoreanische Vizeaußenminister Pak Kil Yon die USA am Montag heftig angegriffen.

Washingtons „feindselige“ Politik gegenüber Pjöngjang sei für einen „Teufelskreis aus Konfrontation und Verschärfung der Spannungen“ verantwortlich. So sei die koreanische Halbinsel der gefährlichste Brennpunkt der Welt geworden, wo ein Funke genügen könne, um einen Nuklearkrieg auszulösen, sagte Pak zum Abschluss der Generaldebatte in New York.

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Zudem warf er den USA vor, die gewaltsame Besetzung der gesamten koreanischen Halbinsel anzustreben, um letztlich ganz Asien kontrollieren zu können. In einer Anspielung auf das nordkoreanische Atomwaffenarsenal und die Streitkräfte sagte Pak, die Geduld und das defensive Abschreckungspotenzial seines Landes hätten bisher verhindert, dass die militärischen Provokationen der USA zu einem Krieg auf der koreanischen Halbinsel geführt hätten. Doch sei die Geduld Pjöngjangs nicht unbegrenzt, sagte er.

Es war die erste Rede Paks seit dem Tod des langjährigen nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Il und dem Amtsantritt von dessen Sohn Kim Jong Un. Dieser bemühe sich, das vom Vater begonnene Programm zur wirtschaftlichen Entwicklung des Landes mit eigenen Erkenntnissen voranzutreiben und setze eine „unabhängige Außenpolitik“ um, sagte Pak.

Das US-Außenministerium wollte sich zu der Rede nicht äußern.

dapd

Rubriklistenbild: © dpa

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