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Skandal um Ermittlungsakten

Fall Amri: Durchsuchungen bei Berliner Polizisten

Beschlagnahmt wurden Handys, Laptops und Speichermedien. Foto: Rainer Jensen/Archiv
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Beschlagnahmt wurden Handys, Laptops und Speichermedien. Foto: Rainer Jensen/Archiv

Etliche denken inzwischen, dass der Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt hätte verhindert werden können. Haben Polizisten etwas vertuscht?

Berlin - Nach der mutmaßlichen Manipulation von Akten im Fall des Attentäters Anis Amri ist das Umfeld eines beschuldigten Berliner Beamten durchsucht worden.

Seit Freitag seien zudem Wohnräume und Arbeitsplätze von mehreren seiner Kollegen des Landeskriminalamtes durchsucht worden, sagte der Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft, Martin Steltner. Zuerst hatte die «Bild»-Zeitung darüber berichtet. Beschlagnahmt wurden Handys, Laptops und Speichermedien. Die Kollegen des Beschuldigten gelten laut Staatsanwaltschaft als Zeugen.

Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) hatte Strafanzeige gestellt, nachdem bekannt geworden war, dass Ermittlungsakten zu Amri nach dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche zurückdatiert und abgemildert wurden. Möglicherweise sollte so Untätigkeit der Behörden vor dem Attentat vertuscht werden.

Es geht um die Frage, ob der verheerende Anschlag hätte verhindert werden können, wenn Amri wegen anderer Delikte vorher verhaftet worden wäre.

dpa

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