Europawahl 2014

Das sind die Spitzenkandidaten der Europaparteien

Straßburg - Die Parteien schicken heuer zum ersten Mal Spitzenkandidaten ins Rennen. Die Kandidaten gelten als Bewerber für das Amt des EU-Kommissionspräsidenten.

Zur Wahl stellen sich in den 28 Mitgliedsstaaten der EU zwar nur nationale Parteien. Diese haben sich jedoch auf EU-Ebene teilweise zu Europaparteien zusammengeschlossen. Die Europaparteien werden in diesem Jahr zum ersten Mal Spitzenkandidaten um das Amt des EU-Kommissionspräsidenten stellen. Grund für diese Neuerung ist ein Beschluss im Lissabonner Vertrag: So soll sich der Europäische Rat, der den Kommissionspräsidenten ernennt, bei der Nominierung künftig an den Wahlergebnissen orientieren.

Als Favoriten gelten im Vorfeld der Europawahl die Kandidaten der konservativen Europäische Volkspartei (EVP) und der Sozialdemokratische Partei Europas (SPE), Jean-Claude Juncker und Martin Schulz. Dass der Europäische Rat sich an das Ergebnis anlehnen kann, aber nicht zwingend muss, stimmt das Europäische Parlament dennoch skeptisch. Theoretisch können die Staats- und Regierungschefs im Europäischen Rat auch einen ganz anderen Abgeordneten zum Präsidenten ernennen, der nicht als Spitzenkandidat der Parteien ins Rennen ging.

Dass den Kandidaten und ihrer Ernennung dennoch erhebliches Gewicht zugesprochen wird, zeigt sich darin, dass erstmals ein TV-Duell der beiden Favoriten im französischen Fernsehen ausgetragen wurde. Im Programm der öffentlich-rechtlichen Fernsehsender soll es in den Wochen vor der Wahl ebenfalls zum Schlagabtausch zwischen Jean-Claude Juncker und Martin Schulz kommen.

Seit 2004 hatte der Portugiese José Manuel Barroso hat das Amt des EU-Kommissionspräsidenten inne.

Das sind die Spitzenkandidaten:

Die Spitzenkandidaten der Europaparteien

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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