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Einweggeschirr, Strohhalme und Co.

Beschluss im Europaparlament: Diesen Plastikprodukten sagt die EU den Kampf an

Große Teile unseres Plastikmülls landen in den Meeren und werden ans Land geschwemmt. Dem sagt die EU nun den Kampf an.
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Große Teile unseres Plastikmülls landen in den Meeren und werden ans Land geschwemmt. Dem sagt die EU nun den Kampf an.

Das Europaparlament hat entschieden: Der Verkauf von Plastikprodukten wie Einweggeschirr und Strohhalme soll ab 2021 verboten sein.

Update 17.38 Uhr: Ab dem Jahr 2021 soll der Verkauf bestimmter Plastikprodukte wie Einweggeschirr und Stohhalme verboten werden. Dies sieht eine Richtlinie vor, die das Europaparlament am Mittwoch abschließend verabschiedet hat. Die Neuregelung schreibt außerdem vor, dass bis 2029 mindestens neun von zehn Plastikflaschen getrennt gesammelt und recycelt werden müssen. Zudem wird festgelegt, dass neu verkaufte Plastikflaschen bis 2025 zu mindestens 25 Prozent aus recyceltem Material bestehen müssen.

Die Hersteller sollen verpflichtet werden, sich an den Kosten von Reinigungsaktionen - etwa an Stränden - zu beteiligen. Dies gilt insbesondere für die Tabakindustrie, da zahlreiche Zigarettenfilter in der Umwelt landen. Auch für angespülte Fischfangnetze sollen die neuen Vorschriften gelten.

Auf diese Vorschriften hatten sich Unterhändler des Europaparlaments und der EU-Staaten vorab geeinigt. Der Rat der Mitgliedsländer muss die Vorlage nun noch formal absegnen, was in Kürze geschehen dürfte. Die Mitgliedstaaten haben anschließend zwei Jahre Zeit, um die neuen Vorschriften in nationales Recht umzusetzen.

Abstimmung im Europaparlament: Geht es heute dem Plastikmüll an den Kragen?

Ursprungsartikel vom 27. März, 10.30 Uhr: Straßburg - Das Europaparlament stimmt am Mittwoch ab 17 Uhr über ein Verkaufsverbot für Einwegprodukte aus Plastik ab. Das Verbot von Produkten wie etwa Trinkhalmen, Geschirr oder Wattestäbchen soll ab dem Jahr 2021 gelten. Geplant ist ferner, dass bis 2029 mindestens neun von zehn Plastikflaschen getrennt gesammelt werden müssen. Außerdem wird festgelegt, dass neu verkaufte Plastikflaschen bis 2025 zu mindestens 25 Prozent aus recyceltem Material bestehen müssen.

Europaparlament: Unternehmen sollen sich an Beseitigung von Plastikmüll beteiligen

Ferner sollen Hersteller verpflichtet werden, sich an den Kosten von Reinigungsaktionen - etwa an Stränden - zu beteiligen. Dies gilt insbesondere für die Tabakindustrie, da zahlreiche Zigarettenfilter in der Umwelt landen. Auch für angespülte Fischfangnetze sollen die neuen Vorschriften gelten. Nach der erwarteten formalen Zustimmung des Rates kann die Neuregelung in Kürze in Kraft treten. Die Mitgliedstaaten haben anschließend zwei Jahre Zeit, um die Vorgaben in nationales Recht umzusetzen.

Umweltministerin Svenja Schulze sprach sich 

Weniger Plastik: Umweltministerin will Selbstverpflichtung

Svenja Schulze stellt auf einer Pressekonferenz im Bundesumweltministerium ihren Fünf-Punkte-Plan für weniger Plastik und mehr Recycling vor. Foto: Wolfgang Kumm
Svenja Schulze stellt auf einer Pressekonferenz im Bundesumweltministerium ihren Fünf-Punkte-Plan für weniger Plastik und mehr Recycling vor. Foto: Wolfgang Kumm © Wolfgang Kumm
Allein in Deutschland fallen pro Jahr rund drei Millionen Tonnen Plastikmüll an. Foto: Stefan Sauer
Allein in Deutschland fallen pro Jahr rund drei Millionen Tonnen Plastikmüll an. Foto: Stefan Sauer © Stefan Sauer
Svenja Schulze will einen Fünf-Punkte-Plan gegen überflüssigen Plastikmüll und für mehr Recycling vorstellen. Foto: Daniel Bockwoldt
Svenja Schulze will einen Fünf-Punkte-Plan gegen überflüssigen Plastikmüll und für mehr Recycling vorstellen. Foto: Daniel Bockwoldt © Daniel Bockwoldt
Der Kampf gegen Einweg: Das Pfand-Logo auf einer Plastikflasche. Foto: Lukas Schulze
Der Kampf gegen Einweg: Das Pfand-Logo auf einer Plastikflasche. Foto: Lukas Schulze © Lukas Schulze
Ungeachtet aller Bekenntnisse zur Müllvermeidung werden Kunststoffverpackungen laut Experten in absehbarer Zeit nicht aus dem Alltag verschwinden. Foto: Karl-Josef Hildenbrand
Ungeachtet aller Bekenntnisse zur Müllvermeidung werden Kunststoffverpackungen laut Experten in absehbarer Zeit nicht aus dem Alltag verschwinden. Foto: Karl-Josef Hildenbrand © Karl-Josef Hildenbrand
Auch das Konsumverhalten der Bürger ist maßgeblich. Foto: Ingo Wagner
Auch das Konsumverhalten der Bürger ist maßgeblich. Foto: Ingo Wagner © Ingo Wagner
Ein erster dringender Schritt ist ein Verbot von Mikroplastik in Kosmetika, Körper- und Pflegeprodukten - das fordern die Grünen. Foto: Bernd Wüstneck
Ein erster dringender Schritt ist ein Verbot von Mikroplastik in Kosmetika, Körper- und Pflegeprodukten - das fordern die Grünen. Foto: Bernd Wüstneck © Bernd Wüstneck
Zuletzt hatten die EU-Staaten für ein Verbot von Einwegplastik gestimmt, das zum Beispiel Strohhalme einschließt. Foto: Ralf Hirschberger
Zuletzt hatten die EU-Staaten für ein Verbot von Einwegplastik gestimmt, das zum Beispiel Strohhalme einschließt. Foto: Ralf Hirschberger © Ralf Hirschberger
Das Bundesumweltministerium will Wasserspender an öffentlichen Orten fördern. "In den Städten soll es überall gut erreichbar Nachfüllstationen für Wasserflaschen geben", heißt es in dem Fünf-Punkte-Plan. Foto: Lukas Schulze
Das Bundesumweltministerium will Wasserspender an öffentlichen Orten fördern. «In den Städten soll es überall gut erreichbar Nachfüllstationen für Wasserflaschen geben», heißt es in dem Fünf-Punkte-Plan. Foto: Lukas Schulze © Lukas Schulze

 Damit soll das Müllaufkommen reduziert werden. Auf eine ähnliche Weise ist bereits geregelt worden, dass Plastiktüten nicht mehr kostenlos an die Kunden ausgegeben werden dürfen. Der Handel unterstützt Schulzes Pläne.

In Deutschland wurden zuletzt pro Jahr etwa sechs Millionen Tonnen Kunststoffabfälle gesammelt und nach China exportiert, wo er weiterverarbeitet wurde. 2018 wurden aber nur noch 16.000 Tonnen Müll nach China verschifft. Das war ein Rückgang um 95 Prozent.

Europaparlament: Müll in den Meeren zu 80 Prozent aus Plastik

Hintergrund der Initiative für einen erhöhten Umweltschutz ist, dass laut Zahlen des Europaparlaments 80 Prozent des Müllaufkommens in den Meeren aus Plastik besteht. Alleine die zehn häufigsten Einwegprodukte machen 70 Prozent des Plastikmülls aus. Mit den neuen Vorschriften soll das Aufkommen dieser Einwegprodukte stückweise reduziert werden. Dadurch sollen die Meere und die Strände sauberer werden.

In der gleichen Sitzung wird sich das Parlament mit einem weiteren Umweltthema befassen. Es wird darüber abstimmen, ob künftig strengere CO2-Grenzwerte für Pkw gelten.

Eine erfreuliche Nachricht gab es kürzlich für die Kunden von Rewe und Penny. Beide Ketten wollen in Zukunft darauf verzichten, ihre Gurken in Plastik einzupacken.

Eine Studie des Umweltbundesamts und des Robert-Koch-Instituts enthüllt Erschreckendes: Ein Großteil der Kinder und Jugendlichen sind mit Plastik-Weichmachern belastet.

Video: Plastikfasten - So funktioniert der Öko-Trend

Ein neues Urteil zu Cookies des Europäischen Gerichtshofes stößt auf Kritik. Folgt nun ein Klickwahnsinn für Internetnutzer?

AFP / dg

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