Deutsche mit positiver Einheits-Bilanz

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Die Deutschen ziehen 20 Jahre nach der Wiedervereinigung eine positive Bilanz. Drei Viertel der Westdeutschen glauben, das Leben für die meisten Menschen im Osten sei besser als in der DDR.

Mainz - Die Deutschen ziehen 20 Jahre nach der Wiedervereinigung eine positive Bilanz. Drei Viertel der Westdeutschen glauben, das Leben für die meisten Menschen im Osten sei besser als in der DDR.

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Im Osten sind es 60 Prozent. Das ergab das ZDF-“Politbarometer“ der Forschungsgruppe Wahlen vom Freitag. 84 Prozent finden, dass die Vereinigung richtig war - im Osten sind es sogar 88 Prozent, in den westdeutschen Ländern 82 Prozent. Strittig ist jedoch die Frage, wer stärker profitiert hat: 60 Prozent der Westdeutschen sehen die Ostdeutschen als Gewinner der Einheit.

Im Osten hält sich nur ein Viertel für die Gewinner. 28 Prozent sagen gar, die Westdeutschen hätten am meisten profitiert von der Wiedervereinigung. Für eine knappe Mehrheit überwiegen noch immer die Unterschiede zwischen Ost und West. Zugleich sieht rund die Hälfte eine starke Annäherung - vor zehn Jahren waren es nur 40 Prozent. Die finanzielle Lage beurteilen die Bundesbürger in West wie Ost trotz der Krise überwiegend als gut an - in Westdeutschland die Hälfte, in Ostdeutschland 45 Prozent. 14 Prozent im Osten und 9 Prozent im Westen beurteilten die Situation als schlecht. Allerdings halten 91 Prozent im Osten die Unterschiede bei Löhnen und Gehältern für ungerecht, im Westen sind es zwei Drittel.

dpa

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