CSU-Landesgruppenchef: EU-Bürger bevorzugen

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CSU-Landesgruppenchef Hans-Peter Friedrich

München - CSU-Landesgruppenchef Hans-Peter Friedrich springt in der Zuwanderungsdebatte Horst Seehofer bei. Bei der Suche nach Arbeitskräften sollten europäische Fachkräfte Vorrang vor Fachkräften aus anderen Regionen bekommen.

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Das sagte Friedrich dem “Hamburger Abendblatt“ (Montagausgabe) laut Vorabbericht. “Es ist nicht nur die Haltung des Parteivorsitzenden, sondern der gesamten CSU, dass der Fachkräftemangel zuallererst mit der Qualifizierung der eigenen Bevölkerung gelöst wird“, sagte er. Wenn das nicht ausreiche, stehe den deutschen Unternehmen ein riesengroßer europäischer Binnenmarkt zur Verfügung. “Diese Menschen sind leichter integrierbar in Deutschland als diejenigen, die fremden Kulturkreisen angehören“, sagte Friedrich.

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Seehofer hatte sich gegen eine weitere Zuwanderung aus anderen Kulturkreisen ausgesprochen. Friedrich sagte, “Jemand aus einem vertrauten Kulturkreis - mit der gleichen Religion, einer vergleichbaren Sprache, ähnlichen sozialen Normen - hat es natürlich leichter, sich anzupassen, als jemand, der sich völlig neu integrieren muss.“ Er forderte, sich in erster Linie um die bereits Zugewanderten zu kümmern und deren Integration zu verbessern. “Die Forderung der Wirtschaft, den Fachkräftemangel mit Zuwanderung zu beheben, halte ich für falsch“, betonte Friedrich.

dapd

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