Bundeswehr jetzt dauerhaft in Frankreich

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Ein Kampfverband der Bundeswehr wird zum ersten Mal dauerhaft auf französischem Boden stationiert.

Straßburg - Ein Kampfverband der Bundeswehr wird zum ersten Mal dauerhaft auf französischem Boden stationiert. Die Einheit der Bundeswehr ist 600 Soldaten stark. Wie zu Guttenberg (CSU) den Einsatz würdigte:

Dabei handelt es sich um das Jägerbataillon 291, das am Freitag in Straßburg mit der Übergabe der Truppenfahne feierlich in Dienst gestellt wurde. Die Einheit der Bundeswehr mit 600 Soldaten gehört zur Deutsch-Französischen Brigade und hat ihren Standort im französischen Illkirch-Graffenstaden bei Straßburg.

Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) würdigte die binationale Brigade beider Länder als ein “Leuchtturmprojekt“. Die Indienststellung des deutschen Jägerbataillons in Frankreich sei ein Beispiel für die Zukunft einer immer engeren Militärzusammenarbeit in Europa.

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Die Deutsch-Französische Brigade geht auf eine Initiative des früheren Bundeskanzlers Helmut Kohl (CDU) und des französischen Staatspräsidenten Francois Mitterand zurück. Sie wollten für eine europäische Verteidigungspolitik ein “symbolträchtiges Zeichen“ setzen. Auf dem 50. deutsch-französischen Gipfeltreffen in Karlsruhe am 13. November 1987 war die Bildung der Brigade zwischen Kohl und Mitterand beschlossen worden. Zwei Jahre später wurde sie aufgestellt. Mit der Brigade durften erstmals nach Kriegsende deutsche Soldaten über die Pariser Champs-Élysées paradieren.

dapd

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