Bundeswehr in Bayern: Diese Standorte machen bis 2019 dicht

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Soldaten der Luftwaffe auf dem Fliegerhorst Penzing in Oberbayern.

München - Bayern ist von der Strukturreform der Bundeswehr stark betroffen - nun gibt es Details über die Zeitpunkte der Schließungen. Zahlreiche Liegenschaften machen in den nächsten sieben Jahren dicht.

Bis 2019 schließen in Bayern 22 Liegenschaften der Bundeswehr. Das geht aus dem aktuellen Zeitplan des Bundesverteidigungsministeriums hervor. Die erste große Schließungswelle gibt es danach im ersten Quartal 2014: Dann machen die Kreiswehrersatzämter in Bamberg, Deggendorf, Traunstein, Kempten, Weiden und Würzburg dicht. Mit dem Aussetzen der Wehrpflicht haben die Kreiswehrersatzämter einen Großteil ihrer Aufgaben verloren.

Das Bundesverteidigungsministerium will bis Ende 2013 bereits den größten Teil der geplanten Strukturreformen umgesetzt haben. Das geht aus dem Informationspaket des Ministeriums für die Bundeswehr hervor, das der dpa am Dienstag vorlag. Bis Ende 2015 sollen drei Viertel der Maßnahmen verwirklicht sein. Allerdings seien auch über 2017 hinaus noch Infrastrukturmaßnahmen nötig.

“Insbesondere die Soldatinnen und Soldaten, aber auch die betroffenen Kommunen haben jetzt einen verlässlichen Planungshorizont“, erklärte Staatskanzleichef Thomas Kreuzer (CSU) zu dem Plan.

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Bereits seit längerem war bekannt, dass das Ministerium drei bayerische Standorte komplett dicht macht: Fürstenfeldbruck (1240 Dienstposten) bleibt aber wohl bis 2019, Kaufbeuren (880) bis Ende 2017 und Penzing (2350) bis 2018.

Kreuzer zeugte sich erfreut, das der Flugplatz Penzing in Oberbayern noch bis 2018 erhalten bleibt. “Das ist ein guter Tag für die Region.“ In Penzing ist neben einem Flugabwehrraketengeschwader das Lufttransportgeschwader (LTG) 61 stationiert, das als Drehscheibe des Südens für Hilfsflüge in alle Welt gilt. Von dort starten und landen die schweren Transall-Transportmaschinen sowie Hubschrauber-Rettungsflüge etwa bei Unfällen in den Alpen.

Bereits 2014 schließen neben den Kreiswehrersatzämtern die Alfred-Delp-Kaserne im schwäbischen Donauwörth sowie die “Friedensausbildungsdoppelstellung“ Dornstetten im oberbayerischen Unterdießen. Kasernenschließungen gibt es auch in Manching (Max-Immelmann-Kaserne bis 2. Quartal 2015), Sonthofen (Grünten-Kaserne und Jäger-Kaserne bis voraussichtlich 2018) sowie Altenstadt (Franz-Josef-Strauß-Kaserne, Teilabgabe bis 2018). Auch die Leopold-Kaserne im oberpfälzischen Amberg schließt bis zum 3. Quartal 2017. In Kempten macht die Artillerie-Kaserne bis zum 3. Quartal 2016 dicht.

Weitere Schließungspläne in Bayern betreffen die Fernmeldeschule Feldafing (3. Quartal 2017), das Fachsanitätszentrum in Kempten (3. Quartal 2016), das Kemptener Außenlager zum Verpflegungsamt (2018) und die Münchner Verwaltungs-Außenstelle der Wehrbereichsverwaltung Süd in der Dachauer Straße (Teilabgabe 2018). Der Fliegerhorst Erding bleibt aber demnach voraussichtlich bis Ende 2019 in Betrieb.

Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) hatte 2011 die Schließung von insgesamt 31 Bundeswehr-Standorten angekündigt. 90 weitere sollen drastisch verkleinert werden. Am härtesten trifft es das Saarland, Schleswig-Holstein und Bayern. Bisher gibt es noch knapp 400 Standorte.

lby

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