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Bundestagswahl 2021

Bundestagswahl 2021: So funktioniert die Briefwahl

Stimmzettel für die Briefwahl
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Verschiedene Stimmzettel stecken in einem Stimmzettelumschlag für die Briefwahl.
  • Heidi Geyer
    VonHeidi Geyer
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Der eine mag den staatsmännischen Akt, am Sonntag ins Wahllokal zu gehen. Doch mancheiner muss arbeiten und kann stattdessen die Briefwahl nutzen. Die OVB-Heimatzeitungen erklären, wie die Briefwahl funktioniert.

Die gute Nachricht: Jeder, der wählen möchte, kann dies auch per Brief tun. Und das geht sehr einfach. Jeder Wahlberechtigte wird von seiner Gemeinde postalisch kontaktiert und erhält eine Wahlbenachrichtigung einige Wochen vor dem Wahltermin.  Auf diesem Dokument sind der Wahlbezirk und die laufende Nummer im Wählerverzeichnis angegeben sowie der Ort, an dem sich das zuständige Wahllokal befindet. Mit der Wahlbenachrichtigung kann auch Briefwahl schnell und unkompliziert beantragt werden.

Mehr News und Infos zur Bundestagswahl finden Sie hier

Bekommt man diese Wahlbenachrichtigung nicht, sollte man bei der Gemeinde nachfragen. Vor allem bei Umzügen nach dem Stichtag für die Anlegung des Wählerverzeichnisses kann eine Eintragung von Amts wegen nicht mehr erfolgen. Möglicherweise kann dann entweder das Wählerverzeichnis entsprechend berichtigt oder Ihnen kann unter bestimmten Voraussetzungen ein Wahlschein erteilt werden, mit dem Ihnen das Wahlrecht bescheinigt wird.

So beantragen Sie die Briefwahl

Wenn die Wahlbenachrichtigung da ist, können Sie die eigentliche Briefwahl beantragen. Dies ist meist auf der Rückseite vorgesehen. Dort kreuzen Sie Briefwahl an und senden den Wahlschein wieder an die Gemeinde zurück. Sie können die Unterlagen aber auch teilweise online auf der Internetseite Ihrer Gemeinde beantragen. Grundsätzlich reicht die schriftliche Anforderung unter (zum Beispiel per Brief, Fax, E-Mail) unter Angabe der notwendigen Daten oder auch persönlich durch Vorsprache bei der Gemeinde. Bis spätestens 15 Uhr am Freitag, 24. September 2021, muss der Wahlscheinantrag gestellt werden. Nur in ganz bestimmten Ausnahmefällen geht dies am Wahltag bis 15 Uhr.

Im nächsten Schritt erhalten Sie dann die Briefwahlunterlagen per Post. Diese bestehen aus Stimmzettel, Stimmzettelumschlag, Wahlbriefumschlag für die Rücksendung und einem Merkblatt für die richtige Ausübung der Briefwahl. Achten Sie auf die Beschriftung! Nur wenn Sie die Unterlagen für den Stimmzettel in den richtigen, blauen Umschlag stecken, ist Ihre Wahl geheim und gültig. Dieser Umschlag kommt dann in den roten Wahlbriefumschlag für die Rücksendung. In den roten Umschlag muss auch noch der unterschriebene Wahlschein., dann ist alles erledigt.

Hilfe ist mit Vollmacht erlaubt

Was, wenn die Oma nicht mehr gut schreiben und lesen kann? Auch für den Fall, dass ein Wahlberechtigter seinen Wahlschein nicht selbst beantragen kann, ist gesorgt: Über eine schriftliche Vollmacht kann eine andere Person ermächtigt werden. Für den Fall, dass wegen einer körperlichen Behinderung weder ein Wahlschein selbst beantragt noch eine Vollmacht erteilt werden kann, kann man sich bei der Antragstellung von einer Vertrauensperson helfen lassen - natürlich im Willen des Wahlberechtigten.

Wer sich die Briefwahlunterlagen nicht zustellen lassen möchte, kann ebenfalls eine andere Person schriftlich bevollmächtigen. Die Antragsformulare für den Wahlschein enthalten bereits eine entsprechende Formulierung für eine Vollmacht. Eine Person kann dies aber nur für höchstens vier andere Wahlberechtigte tun.

Rechtzeitig absenden

Ganz wichtig: Wenn am Montag nach der Wahl noch die Unterlagen am Küchentisch liegen, sind diese schon ungültig. Denn der Wahlbrief muss spätestens am Wahlsonntag um 18 Uhr bei der auf dem Umschlag genannten Stelle eingehen. Senden Sie daher Ihre Unterlagen rechtzeitig ab. Porto kosten Sie übrigens weder die Beantragung noch die Rücksendung der Wahlunterlagen!

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