Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Buchpräsentation

Bürgermeister Palmer: Grüne großzügig mit Querköpfen

Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (Bündnis 90/Die Grünen) stellt sein Buch "Wir können nicht allen helfen" zu Flüchtlingszuzug und Integration vor. Foto: Kay Nietfeld
+
Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (Bündnis 90/Die Grünen) stellt sein Buch «Wir können nicht allen helfen» zu Flüchtlingszuzug und Integration vor. Foto: Kay Nietfeld

Berlin (dpa) - Tübingens umstrittener Grünen-Oberbürgermeister Boris Palmer hat seiner Partei ein gutes Zeugnis in Sachen Toleranz ausgestellt - allen Streitereien zum Trotz.

«Ich weiß nicht, ob alle Parteien tatsächlich so großzügig sind, also auch beim Beschimpfen, aber letztlich im Aushalten von solchen Widersprüchen und Querköpfen», sagte er heute in Berlin. Er stellte dort sein Buch «Wir können nicht allen helfen» zur Flüchtlingspolitik vor. «Ich habe überhaupt keinen Anlass darüber nachzudenken, mein Parteibuch zurückzugeben - jedenfalls nicht, solange die ökologische Frage ungelöst ist», ergänzte der 45-Jährige.

Palmers Buch über Zuwanderung und Integration präsentierte Julia Klöckner, die Vorsitzende der CDU in Rheinland-Pfalz, die ähnlich wie Palmer mit kontroversen Äußerungen zur Flüchtlingspolitik für Aufsehen gesorgt hat - unter anderem mit Kritik am Kurs von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in der Flüchtlingskrise 2015. Als schwarz-grünes Signal wollten die beiden den Termin lieber nicht verstanden wissen. Palmer - in grünem Hemd und schwarzem Anzug - nannte es allerdings einen «strategischen Fehler», dass die Grünen 2013 nicht mit der Union koaliert hätten.

Vor allem aus dem linken Parteiflügel wird der Schwabe immer wieder heftig angegriffen, im Netz oder kürzlich beim Parteitag in Berlin. Er bekomme auch Zuspruch, versicherte er in Berlin - aber meist nicht öffentlich. Es ärgere ihn vor allem, wenn «dem Argument ausgewichen und dafür die Person ins Visier genommen» werde.

Über seine vielen und spontanen Botschaften auf Facebook sagte Palmer, bei 60 000 Beiträgen in sechs Jahren seien 500 dabei, die «Stress und Ärger machen, weil man nicht ganz zu Ende gedacht hat» - das liege «in der Natur der Sache». Wenn alles von Pressesprechern geprüft und gedrechselt werde, sinke die Leserzahl auf Null. «Und dann kann man es ja auch lassen.»

Kommentare